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Rasenreport
18.03.2019
Eggesteins Premiere beim Nationalteam

„Ich nehme alles mit, was ich kann“

© nordphoto


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Wenn die Pflicht ruft, dann ist Maximilian Eggestein zur Stelle. So war es auch am vergangenen Donnerstag, als er pünktlich wie eh und je zum Training am Weserstadion erschien. Die Folge: Einen der wichtigsten Momente seiner bisherigen Laufbahn verpasste er so im ersten Versuch - nämlich den Anruf von Bundestrainer Joachim Löw. "Es war 12.31 Uhr, da war ich schon in der Kabine“, erinnerte sich der 22-Jährige lachend. Als Eggestein später zurückkam und die unbekannte Nummer auf seinem Telefon entdeckte, rief er einfach mal zurück und erhielt so doch noch die erfreuliche Botschaft.

Werders Mittelfeldakteur musste somit umplanen. Eigentlich war er davon ausgegangen, erneut bei der deutschen U 21 zu weilen. Doch nun ist alles anders, Montagmittag traf sich der DFB-Tross in Wolfsburg. Dort findet am Mittwoch (20.45 Uhr) ein Test gegen Serbien statt, am Sonntag (20.45 Uhr) folgt in Amsterdam das Duell gegen die Niederlande in der EM-Qualifikation. Ob Eggestein, der erst einmal die Rückennummer sieben erhält, nur stiller Beobachter bleibt oder gleich spielt, ist offen. „Es steht mir nicht zu, irgendwelche Erwartungen zu haben oder sogar Ansprüche zu stellen. Ich bin das erste Mal dabei und werde alles mitnehmen, was ich kann“, sagte der Bremer.

Lob von Kruse, Irritation bei Baumann

Keine Frage, allein die Nominierung ist schon ein großer Erfolg. Die Glückwünsche ließen deshalb nicht lange auf sich warten. Auch Max Kruse war voll des Lobes: „Er hat es sich verdient, weil er sich kontinuierlich entwickelt hat", sagte Werders Kapitän, der auf großartige Tipps aber verzichtete. „Das erste Mal dabei zu sein, ist sehr aufregend. Maxi sollte es sich nicht vorher erzählen lassen, sondern es einfach selbst erleben.“

Einer, der ebenfalls weiß, wie man sich als Debütant im Kreise der deutschen Nationalmannschaft fühlt, ist Frank Baumann. Werders heutiger Sportchef wurde 2002 Vize-Weltmeister und war sich schon länger sicher, dass Maximilian Eggestein irgendwann nominiert werden würde – nur eben noch nicht jetzt. „Der Zeitpunkt hat mich schon überrascht, weil ich glaube, dass der DFB auch sehr viel Wert auf die U21-EM legt. Für diese Mannschaft ist Maxi in den letzten anderthalb Jahren ein sehr wichtiger Spieler gewesen“, sagte Baumann. „Daher hatte ich vermutet, dass er dort erst einmal durchspielt bis zum Sommer und danach ein ernsthafter Kandidat für die A-Nationalmannschaft ist. Aber gewehrt haben wir uns gegen die Nominierung natürlich nicht.“

Auch Trainer Florian Kohfeldt war anzumerken, wie sehr er sich für seinen Zögling freute. „Vorhin hat mich jemand gefragt, ob ich stolz bin – aber das bin ich nicht“, sagte er trotzdem. „Stolz kann nur Maxi selbst auf sich sein. Ich freue mich aber natürlich für ihn, weil ich auch weiß, wie hart er dafür gearbeitet hat.“ Die Wertschätzung des Bundestrainers ist jedoch zweifelsfrei auch eine Auszeichnung für Werder. „Das ist ein sehr, sehr wichtiges Zeichen für uns. Wir können uns bei Verpflichtungen nicht im absoluten Topsegment bedienen, aber wir können jungen Spielern zeigen – wie damals auch Serge Gnabry –, dass sie sich bei uns im Dunstkreis der Nationalmannschaft bewegen“, sagte Kohfeldt. „Genau diese Spieler, die diese Wege gehen, brauchen wir, denn dann wird sich sukzessiv auch unsere Qualität erhöhen.“

OttoOtto am 18.03.2019, 17:30
Hat er sich redlich verdient, ich hoffe er kommt auch zum Einsatz. Wünsche ihm auf alle Fälle viel Erfolg.
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