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18.11.2018
Rieckmann über sein erstes Tor für die U23

„Ich musste ihn nur reinhauen“

© nordphoto


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Den Beteiligten fiel es zweifellos nicht schwer, diesen Sieg einzuordnen. „Ich habe den Jungs eben noch mal auf den Weg gegeben, dass es ein Arbeitssieg war“, meinte Sven Hübscher nach dem 2:1 (1:1)-Heimerfolg von Werders U 23 über Eintracht Norderstedt. Der Gast, Tabellenelfter der Regionalliga Nord, verkörpert Mittelmaß. Er stellte also einen Gegner, gegen den drei Punkte nicht mehr als eine Pflichtaufgabe sind.

Die größte Leistung der U 23 bestand also darin, den unerwarteten Rückstand zu egalisieren und die Linie beizubehalten – und das gelang. Im Vergleich zur letzten Woche war allerdings eine runderneuerte Elf angetreten. Aber das lag sicher nicht an der späten 1:2-Niederlage in Wolfsburg. Zur Umstellung führten nämlich zahlreiche Ausfälle. So waren Manuel Mbom und Joshua Sargent mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, Jonah Osabutey fehlte erkrankt, und Florian Dietz hatte sich im Abschlusstraining einen Nasenbeinbruch zugezogen. Dafür trat ein alter Bekannter zu seinem Saisondebüt im Werder-Trikot an: Ole Käuper absolvierte nach monatelanger Zwangspause aufgrund einer Sprunggelenksverletzung seinen ersten Einsatz.

Zwei Mittelfeldspieler im Sturm

Und der zuletzt ohnehin eher mäßig erfolgreiche Angriff wurde angesichts diverser Ausfälle gleich mal komplett neu besetzt. In Christian Groß und Frank Ronstadt traten zwei etatmäßige Mittelfeldspieler im Zweiersturm an. Deutlich erfolgreicher als ihre Vorgänger waren sie zunächst allerdings nicht. Zwar dominierten die Bremer das Geschehen, wirklich gefährliche Offensivaktionen brachten sie allerdings nicht zustande. Hatte die U 23 beim insgesamt starken Auftritt in Wolfsburg noch zahlreiche Möglichkeiten vergeben, so vermochte sie sich gegen die vermeintlich schwächere Abwehr der Norderstedter erst einmal kaum in Szene zu setzen. Eine Ausnahme: Der Volleyschuss von Christian Groß nach einer Bremer Ecke wurde erst auf der Linie durch Jordan Brown gestoppt (22.).

Und wie das so ist, wenn mal wieder nichts gelingen will vor dem gegnerischen Tor – plötzlich stand es 0:1. Nach einer Flanke von der linken Seite hatte keiner den Norderstedter Jan Lüneburg auf dem Schirm, und so traf der Stürmer per Kopf zur überraschenden Gästeführung. Immerhin ließ sich der Gastgeber aber nicht irritieren: Weil Marcus Coffie den Bremer Ole Käuper (er gab ein ­ordentliches, aber unauffälliges Comeback) im Strafraum legte, gab es einen Strafstoß, den Christian Groß kurz vorm Wechsel zum Ausgleich nutzte.

Rieckmann als Torjäger

„In der ersten Hälfte haben wir oft den komplizierten Ball gesucht, anstatt das einfache Spiel. Im zweiten Durchgang war es kontrollierter“, meinte Julian Rieckmann später. Dem Innenverteidiger war es vorbehalten, mit einem tollen Volleyschuss für die Entscheidung zu sorgen. In einer ähnlich ereignisarmen zweiten Halbzeit machte sein Treffer zum 2:1 den Arbeitssieg perfekt. „Nach der Standardsituation bin ich einfach mal vorne geblieben. Dann kam die Flanke von Fridolin Wagner perfekt, so dass ich ihn nur reinhauen musste“, schilderte Rieckmann sein erstes Tor für die U23 trocken. „Julian hat die Woche nach dem Training Abschlüsse geübt. Dabei hat er schon mal einen so gemacht. Er wollte mir dann erzählen, dass er eigentlich Stürmer ist. Das hat er jetzt belegt“, sagte Trainer Hübscher schmunzelnd zu „Werder.de“.

In der Tabelle steht Werder nach dem Arbeitssieg vorerst auf dem vierten Platz, kann aber noch von Flensburg verdrängt werden. Gegner Norderstedt rutschte auf Rang elf ab. Unter den Zuschauern auf Platz 11 waren übrigens zwei alte Bekannte, die in der vergangenen Saison noch das Trikot von Werders U 23 trugen: Niklas Schmidt (aktuell ausgeliehen an Wehen Wiesbaden) und Jesper Verlaat (inzwischen beim SV Sandhausen) sahen ihren alten Kollegen zu.

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