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Rasenreport
08.08.2018
Kapitän Kruse im Interview auf „Werder.de“

„Ich muss meine Art nicht ändern“

© nordphoto


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Der neue Werder-Kapitän hat einen Namen. Wenig überraschend lautet dieser: Max Kruse. Der 30-Jährige ist nun nicht mehr bloß Führungsspieler und Leistungsträger, sondern auch offiziell der verlängerte Arm von Trainer Florian Kohfeldt auf dem Platz. „Es ist einfach eine sehr schöne Angelegenheit“, freut sich Kruse gegenüber „Werder.TV“ über seine Ernennung. „Für mich ist das eine Bestätigung meiner Arbeit der letzten Jahre: Ich bin zum Führungsspieler gereift und ich hoffe, dass ich die Mannschaft so gut es geht repräsentieren kann.“

Für Kruse ist das Amt die Krönung einer besonderen Entwicklung: Als Jugendspieler wechselte der Offensivmann im Jahr 2006 an die Weser. Zwölf Jahre später hat Kruse vier andere Vereine kennengelernt, in der Champions League und in der Nationalmannschaft gespielt – und ist nun, im dritten Jahr seines zweiten Anlaufs bei Werder, endgültig einer der zentralen Männer im Verein.

Demokratischer Leitwolf

Als „Auszeichnung und Wertschätzung“ versteht Kruse die Entscheidung – aber auch als Verantwortung. Er vertritt nun auch neben dem Platz noch stärker den Verein Werder Bremen, nicht mehr zuvorderst den Spieler Max Kruse, der schließlich nicht nur ein hervorragender Fußballer ist, sondern auch ein unangepasster Charakter. Einer der Sorte, wie er in der Öffentlichkeit oft laut gewünscht wird – aber eben auch umso härter angegangen wird, sollte er wieder einmal anecken.

„Ich glaube nicht, dass ich an meiner Art etwas ändern muss“, lässt Kruse durchblicken. „Aber zu so einem Kapitänsamt gehört natürlich eine Menge.“ Etwa, die Mannschaft nach Möglichkeit in Entscheidungen mit einzubinden und eng mit dem Mannschaftsrat zusammenzuarbeiten – zwei der Ziele, die Kruse für seinen Führungsstil formuliert.

Der solle zwar demokratisch sein, aber dennoch klare Führungsspieler kennen – „damit so ein Wolfsrudel auch in die richtige Richtung läuft“, wie der neue Kapitän der Bremer es ausdrückt. „Ich möchte, dass wir eine gute Teamhierarchie, aber auch einen guten Teamspirit haben“, fordert Kruse. „Dafür brauchen wir eine Mannschaft, die intakt ist.“ Das ließe sich natürlich am einfachsten durch Leistung auf dem Platz erreichen.

Vorbild mit Verantwortung

Ohnehin wirkt die Wahl, Kruse zum Kapitän zu machen, wie ein letztes, lautes Plädoyer für mehr Mut und Ehrgeiz vor dem Saisonstart. Dass dem Ex-Nationalspieler, der auch die europäische Bühne besser kennt als die meisten übrigen Werderaner, das sportliche Mittelmaß zuwider ist, ist kein Geheimnis. „Verantwortung sollte jeder übernehmen, der auf dem Platz steht“, formuliert Kruse als Anspruch an seine Mitspieler – schiebt aber umgehend nach, dass er an der hierarchischen Spitze des Teams diese Haltung natürlich als Erster vorleben müsste. Auch als Vorbild für die jungen Spieler möchte Kruse dienen: „Ich bin mir bewusst, dass es Spieler gibt, die sich an mir orientieren.“

Nicht nur für die jungen Wilden, auch für den erfahrenen Kruse selbst könnte das neu besetzte Kapitänsamt mit einer Weiterentwicklung einhergehen. Den Anforderungen, die mit der neuen Rolle kommen, seien ein bewusst gesetzter „Reizpunkt“, erklärt Kruse. Seine Ziele für die kommenden Saison richtet auch der Kapitän Kruse aber vor allem an dem aus, was auf dem Platz passiert: „Ich will sportlichen Erfolg haben, Teil der Mannschaft sein, die Erfolg hat, und meinen Teil dazu beitragen.“

Hier lest ihr Kruses ganzes Interview auf „Werder.de“ – bei „Werder.TV“ ist das Gespräch mit dem neuen Kapitän als kostenpflichtiger Inhalt abrufbar.

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