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Rasenreport Life und Style
30.11.2018
Pizarro bei „T-Online.de“

„Ich konnte nicht mal Suppe richtig essen“

© nordphoto


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Für Claudio Pizarro liefen die letzten Wochen im Grunde hervorragend: Mittlerweile kommt der Angreifer wettbewerbsübergreifend auf fünf Scorerpunkte, spielt als Ergänzungsspieler auch mit 40 Jahren noch eine sehr gute Rolle bei Werder. Nur der mannschaftliche Erfolg blieb zuletzt aus: Seit vier Spielen wartet man in Bremen auf einen Sieg in der Liga.

Keine leichte Situation, wie Pizarro gegenüber „T-Online.de“ verrät: „Dann beginnt man, zu überlegen, und will auf einmal vieles anders machen.“ Dabei sei das womöglich gar nicht immer nötig. In der Nachbereitung habe man sehr gezielt daran gearbeitet, erklärt der Peruaner: „Wir haben viel Zeit im Videoraum verbracht.“

Ein Grund dafür, warum Pizarro sich sicher ist, dass Werder wieder in die Erfolgsspur kommt und weiter Kurs auf Europa hält, ist Florian Kohfeldt. Dessen emotionale, aber auch detailversessene Trainerarbeit verleitet Pizarro dazu, seinem Coach eine glänzende Zukunft zu prophezeien: „Er hat das Potenzial, ein großer Trainer in Deutschland zu werden.“

Uneigennützig und diszipliniert

Neben dem mannschaftlichen Erfolg steht mit Blick auf die kommende Partie gegen Pizarros Ex-Klub, den FC Bayern, auch ein wenig eine persönliche Statistik Pizarros auf dem Spiel: Der bislang erfolgreichste ausländische Bundesliga-Torschütze (194 Treffer) könnte schon bald von Robert Lewandowski (187 Treffer) abgelöst werden. Werders Altmeister ist das allerdings nicht allzu wichtig: „Ich habe mich immer als uneigennützigen Spielertypen gesehen“, betont Pizarro.

Dass er der Werder-Mannschaft auch heute noch sportlich etwas zurück geben kann, verdankt Claudio Pizarro nicht zuletzt einer inzwischen höchst professionellen Lebensweise. Ohne diese wäre es heutzutage auch kaum noch möglich, mitzuhalten: „Es kommt noch viel mehr auf die Physis an“, beschreibt Pizarro, der sein Werder-Debüt bereits in den 90er-Jahren feiern durfte, den Unterschied zwischen damals und heute. Gerade im Pressing seien die Anforderungen heute deutlich höher.

In Peru gelernt

Fürs Leben gelernt hat Pizarro in Sachen Disziplin schon ganz früh: „Ich konnte nicht mal Suppe richtig essen“, erinnert sich der Peruaner. Sein Vater, ein Marineoffizier, habe dabei stets darauf geachtet, dass sein Sohn auch eine gerade Körperhaltung einnimmt. Pizarro, selbst dreifacher Vater, habe sich davon aber wenig für die Erziehung des eigenen Nachwuchses abgeschaut: „Natürlich bin ich nicht so streng“, gibt der Altmeister zu. Kompromisslos wäre Pizarro in anderer Hinsicht: Hätte er einen Wunsch, so würde er „die Korruption in meinem Land endgültig abschaffen“, gibt der Peruaner zu verstehen.

Hier geht es zum kompletten Interview mit Pizarro bei „T-Online.de“.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:


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