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25.01.2019
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I wie Ikeng, Jose-Alex

© nordphoto


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Talent alleine reicht nicht, um eine erfolgreiche Profikarriere hinzulegen. Dafür müssen schon ein paar Dinge mehr zusammenkommen und perfekt passen. Neben jeder Menge Glück gehören unter anderem auch die entsprechende Gesundheit und eine große Portion Reflexion und Disziplin dazu. Beides, Gesundheit und Disziplin, konnte Jose-Alex Ikeng nicht für sich beanspruchen.

Als eines der größten Abwehr- und Mittelfeldtalente Deutschlands wurde Ikeng 2006 die Fritz-Walter-Medaille in Bronze verliehen. In der Kaderschmiede des VfB Stuttgart galt Ikeng auf Grund seiner überragenden körperlichen und strategischen Fähigkeiten auch als größere Hoffnung als die späteren Nationalspieler Serdar Tasci und Christian Gentner. Aber Ikeng hatte wahrlich nicht so viel Glück wie manch anderer. Im Sommer 2006 riss sein Kreuzband ein erstes Mal, nach monatelanger Reha kehrte Ikeng gerade in die zweite Mannschaft der Schwaben zurück, als er sich erneut einen Kreuzbandriss zuzog. Fast zwei Jahre verpasste er dadurch, das Ende beim VfB wurde dann überschattet von disziplinarischen Aussetzern. Ikeng soll einen Mitspieler beklaut haben.

Werder griff trotz der Verletzungshistorie und der bekannten Probleme außerhalb des Platzes zu. Über die zweite Mannschaft sollte sich Ikeng langsam an die Profis heranarbeiten. Dann kam der dritte Kreuzbandriss, wieder anderthalb Jahre Pause und ein erneuter Zwischenfall: Ikeng soll an einer Disco-Schlägerei beteiligt gewesen sein. Für Klaus Allofs war der Spieler für die Profis keine Option mehr. Ikeng spielte noch bei der zweiten Mannschaft, wurde im Sommer 2011 aber an den FC Ingolstadt abgegeben. Nach Stationen in Österreich, beim FC Hansa und den Stuttgarter Kickers ist Ikeng seit über zwei Jahren vereinslos.

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