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25.05.2019
Vertrauensbeweis von U21-Trainer Gregoritsch

Friedl darf Fußballgeschichte schreiben

© imago images


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39 Spieler stehen im vorläufigen Kader der österreichischen U21-Nationalmannschaft, 23 von ihnen dürfen vom 16. bis 30. Juni bei der Europameisterschaft in San Marino dabei sein, wenn Fußballgeschichte geschrieben wird. Zum ersten Mal hat es eine Auswahl Österreichs zur U21-EM geschafft, und Marco Friedl gehört aller Voraussicht nach zum Kreis der Auserwählten, die ihr Land bei der Premiere vertreten dürfen. „Wenn nichts dazwischen kommt - also ein Formtief, eine Verletzung oder ähnliches -, dann wird er sicher im Kader sein“, sagt U21-Nationaltrainer Werner Gregoritsch gegenüber Mein Werder. Ein großer Vertrauensvorschuss also für den Werder-Verteidiger, noch bevor das Trainingslager der österreichischen Auswahl im Burgenland am 2. Juni begonnen hat.

Friedl, geboren im Jahr 1998, gehört zu den jüngeren Akteuren im Kader, Gregoritsch hält aber große Stücke auf den Abwehrspieler: „Marco bringt fußballerisch alles mit und ist ein aufgewecktes Bürschchen. Er hat eine große Spielintelligenz, eine gute Spieleröffnung und eine gute Technik. Nur etwas robuster könnte er noch werden.“ Dass Friedl schon mit 19 Jahren sein Champions-League-Debüt für den FC Bayern gab, sei rückblickend gar nicht so gut gewesen, glaubt Gregoritsch. „Dadurch sind die Erwartungen zu groß geworden.“ Inzwischen sei Friedl aber richtig in der Bundesliga angekommen.

Auf der linken Seite eingeplant

Um einen Stammplatz in der U21-Auswahl muss er dennoch hart kämpfen. In den Testspielen gegen eine Auswahl des Südburgenlandes (7. Juni) und gegen Frankreich (11. Juni) kann sich Friedl empfehlen. Während Werder-Trainer Florian Kohfeldt den 21-Jährigen vor allem als linken Innenverteidiger einsetzt, plant Gregoritsch ihn als Linksverteidiger ein. „Wir haben viele gute Innenverteidiger“, erklärt der U21-Nationalcoach, dem im Abwehrzentrum zum Beispiel die Bundesliga-Akteure Kevin Danso (Augsburg), Stefan Posch (Hoffenheim) und Philipp Lienhart (Freiburg) zur Verfügung stehen. Für Friedl ist daher eher auf der linken Seite Platz. „Er hat die Möglichkeit, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, aber Marco muss auch geduldig sein. Es gibt Spieler, die sind ein oder zwei Jahre älter als er und haben schon mehr Erfahrung“, sagt Gregoritsch.

14 U21-Länderspiele hat Friedl bisher bestritten und dabei einen Treffer erzielt. Bei Werder kommt er auf neun Pflichtspieleinsätze in der abgelaufenen Saison, half zuletzt auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition aus und beeindruckte damit Werner Gregoritsch. „Das hat er gut gemacht, war taktisch sehr diszipliniert“, lobt der U21-Nationaltrainer. Anderthalb Jahre lang war Friedl nun vom FC Bayern an Werder ausgeliehen. Die Bremer wollen ihn fest verpflichten, und Gregoritsch würde seinem Schützling zu diesem Schritt raten. „Marco passt gut zu Werder. Junge Spieler können sich dort gut entwickeln, das hat man zuletzt bei den Eggesteins eindrucksvoll gesehen.“

Die erwähnten Brüder Maximilian und Johannes Eggestein gehören zum vorläufigen EM-Aufgebot der deutschen U21-Auswahl, die bei der Endrunde ein Gruppengegner der Österreicher ist. Die weiteren Kontrahenten heißen Serbien und Dänemark. Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite erreichen das Halbfinale. „Unser Ziel ist es, dass unser letztes Gruppenspiel gegen Deutschland am 23. Juni zu einem Entscheidungsspiel um den Halbfinaleinzug wird“, sagt Gregoritsch. Natürlich würde er die Deutschen dann gerne ärgern, aber für den österreichischen Trainer ist klar: „Das wird verdammt schwer, Deutschland gehört für mich zum Favoritenkreis des Turniers.“

j.micoud am 25.05.2019, 20:22
Friedl benötigt dringend Spielpraxis. Das Turnier kommt für ihn genau richtig. Genauso wie für Jojo. Beide können sich bei so einem Turnier stark verbessern und Selbstvertrauen tanken. Maxi mit den meisten gelaufenen Kilometern der Bundesliga in dieser Saison muss aufpassen und auf seinen Körper hören. Jojo drücke ich am meisten die Daumen, er könnte davon am meisten profitieren, aber viel wichtiger ist, dass sich keiner von den Jungs verletzt.
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