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15.04.2019
Eggestein-Brüder im Kicker-Interview

Förderer Kohfeldt, Vorbild Gerrard

© nordphoto


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Verglichen mit den ganz großen Top-Adressen des internationalen Fußballs wirkt der SV Werder Bremen eher beschaulich. Um so erstaunlicher also, dass Maximilian und Johannes Eggestein, zwei der größten Nachwuchshoffnungen im deutschen Fußball, jüngst ihre Vertragsverlängerungen an der Weser bekannt gaben – und diese gar als Selbstverständlichkeiten ansahen. Die talentierten Brüder besinnen sich auf norddeutsche Heimatverbundenheit und gute Entwicklungschancen statt auf große Namen und noch größere Verträge. „Im Fußballgeschäft wird man sehr schnell hochgejubelt“, kommentiert Maximilian Eggestein seine Entscheidung im Interview mit dem „Kicker.“ „Aber wir haben relativ viele Leute um uns herum, die uns daran erinnern, dass wir als Fußballer ein privilegiertes Leben führen.“

Für Johannes Eggestein sei von Anfang an klar gewesen, dass alles andere als ein Verbleib nicht in Frage gekommen wäre. "Zumal ich hier einen Trainer habe, der mir vertraut, auch wenn es vielleicht mal eine schwächere Phase gibt", konkretisiert der 20-Jährige. Unter Florian Kohfeldt entwickelte sich "Jojo" zuletzt nicht nur vom Mittelstürmer zum vielseitigen Offensiv-Allrounder, sondern auch vom Jugend- zum regelmäßigen Bundesligaspieler. Auch für Bruder Maximilian gilt Kohfeldt als großer Förderer, der Verbleib des älteren Eggestein sei jedoch nicht von Anfang an so eindeutig gewesen: "Bei mir hätten sich schon auch ein paar Argumente für einen Wechsel gefunden", gibt der Mittelfeldspieler zu. "Doch letztlich war auch für mich relativ früh klar, dass es die beste Entscheidung ist, bei Werder zu bleiben.

Lebenslang grün-weiß?

Über „zwei, drei Anfragen“ habe man intern gesprochen, Treffen mit Vertretern anderer Vereine habe es nicht gegeben. Einem Wechsel schon näher sei „Maxi“ im Winter der Saison 2016/2017 gewesen: Zwei Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt hatte Eggestein die Hinrunde wieder bei der U23 verbringen müssen. „In dieser Phase hatte ich logischerweise nicht das größte Selbstvertrauen“, räumt der 22-Jährige ein. Wichtig sei in dieser Zeit vor allem die Unterstützung des damaligen U23-Trainers gewesen – eben Florian Kohfeldt.

Ob die beiden überhaupt noch einmal den Verein wechseln? Titel seien zumindest nicht alles, da sind sich die Brüder einig. „So eine Geschichte, wie beispielsweise Steven Gerrard bei Liverpool geschrieben hat, finden Maxi und ich natürlich schön und interessant“, erklärt Johannes Eggestein. Gerrard hatte von der Jugend bis zum Kapitänsamt 26 Jahre an der Anfield Road gespielt, ehe er seine Karriere bei LA Galaxy in den USA ausklingen ließ. Und auch Maximilian Eggestein möchte am Ende seiner Laufbahn nicht mehr Klubs als nötig in seiner Vita stehen haben: „Es wäre schön, wenn es am Ende nicht allzu viele Vereine werden.“

Das komplette Interview gibt es in der aktuellen Printausgabe des „Kicker“.

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