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18.05.2019
Eine Stadt fiebert dem Leipzig-Spiel entgegen

„Es wird Zeit, sich zu belohnen“

© nordphoto


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Einmal noch alle Kräfte mobilisieren, einmal noch das Weserstadion in einen Ort verwandeln, an dem das Unmögliche möglich ist – ganz Bremen fiebert dem Saisonfinale gegen Leipzig entgegen. Am Sonnabend ab 15.30 Uhr braucht Werder am letzten Spieltag nicht um den Klassenverbleib zu zittern, sondern darf sogar von Europa träumen. Werder muss gewinnen, Hoffenheim und Wolfsburg dürfen nicht gewinnen – dann klettern die Bremer auf Rang sieben. Die Chance ist gering, doch sie ist vorhanden. Damit es klappt, soll das Weserstadion brodeln, die Ultras wollen die Ostkurve in ein grün-weißes Fahnenmeer verwandeln. Überall ist die Vorfreude groß - Werder-Profi Kevin Möhwald, Stadionsprecher Christian Stoll, Bürgermeister Carsten Sieling und Ingo Kläner, Vorsitzender des größten Werder-Fanklubs „27801“, blicken für Mein Werder voraus auf den großen Showdown.

Der Spieler: Kevin Möhwald

„Schon nach dem Hoffenheim-Spiel habe ich gesagt: Gegen Leipzig wird das Stadion brennen. Ich glaube, dass die Stimmung so ähnlich sein wird wie beim Pokal-Halbfinale gegen die Bayern. Es ist ein besonderes Spiel am letzten Spieltag gegen einen sehr guten Gegner. Und es geht natürlich echt noch um was. Als unser Mannschaftsbus vor dem Bayern-Spiel von den Fans empfangen wurde, hatte ich immer mal wieder Gänsehaut, weil das einen extrem pusht. Du weißt dann: Heute spielst du vielleicht doch zu zwölft. Die Werder-Fans sind besonders. Die Stimmung ist fast nie negativ, es gibt höchstens mal ein, zwei Pfiffe, aber da muss schon einiges passieren. Was die Fans einmalig macht, ist ihr gutes Gespür. In Phasen, in denen es nicht läuft, kommt von den Rängen etwas.

Der Glaube daran, dass wir Platz sieben erreichen können, ist absolut da. Ich habe schon vor dem Hoffenheim-Spiel gesagt: Wenn wir jetzt beide Spiele gewinnen, wird es klappen. Dieser Ansicht bin ich immer noch. Wir müssen zusehen, dass wir unser Spiel gewinnen. Dann können wir schauen, wofür das gereicht hat. Unabhängig vom Tabellenplatz sieht man aber schon jetzt, dass sich fußballerisch etwas entwickelt hat und dass sich im Verein etwas tut. Das nimmt man als Spieler und sicherlich auch als Fan wahr.“

Der Stadionsprecher: Christian Stoll

„Ganz unabhängig davon, wie das Spiel gegen Leipzig endet, die Fans werden für eine riesige Stimmung im Weserstadion sorgen, weil sie ein feines Gespür dafür haben, was Mannschaft und Trainer-Team alles aus dieser Saison herausgeholt haben. Ein Stadionsprecher kann die Stimmung im Stadion beeinflussen. Ich behaupte, ein guter Stadionsprecher sorgt für neun Punkte in der Saison – das ist die Maßeinheit für alle guten Sprecher in der Bundesliga. Dabei geht es nicht darum, besonders laut zu brüllen oder Kasperletheater aufzuführen, sondern in entscheidenden Momenten zu reagieren. Wenn ich nach einem langen Sprint Milot Rashicas in die Defensive mit anschließender Grätsche sage: Eine großartige Aktion von Milot… Und die Zuschauer brüllen: Rashica! Oder wenn wir Jiri Pavlenka für eine tolle Parade feiern lassen. Dann zieht die Stimmung sofort wieder an. Zu oft darf ich das nicht machen, man braucht ein Gefühl dafür, wann es passt.

Manchmal greift Florian Kohfeldt auch persönlich ein. Wenn Florian möchte, dass wir die Stimmung ein bisschen mehr anheizen, schickt er entweder Andreas Marlovits, den Team-Psychologen, oder Kaderplaner Tim Steidten mit entsprechenden Instruktionen in die Sprecherkabine. Und dann kurbeln wir ein bisschen die Atmosphäre an. Eine ganz wichtige Schraube ist die Auswahl der Musik. Unser Programm besteht ja mittlerweile fast ausschließlich aus Werder-Songs. Das haben wir vielen Vereinen voraus. Um Werder hat sich eine eigene Musik-Kultur gebildet, die entscheidend zur Identifikation beiträgt. Und zur guten Stimmung im Weserstadion.“

Der Bürgermeister: Carsten Sieling

„Werder Bremen steht in dieser Saison wieder für begeisternden Fußball. Die Spieler und das Team um Florian Kohfeldt haben ein ganzes Jahr bewiesen, dass sie das Ziel ,Europa‘ erreichen wollen. Ich finde, es wird Zeit, sich für die harte Arbeit zu belohnen - für den Verein, für die Fans und für die ganze Stadt.

Wir Werder-Fans wünschen uns doch alle die legendären europäischen Abende zurück - das drückt sich auch in der Hingabe der Zuschauerinnen und Zuschauer aus, wie sie ihre Mannschaft vor den Heimspielen am Stadion empfangen und auch über die komplette Spielzeit anfeuern. Leider liegt es nicht nur in unserer Hand, aber ich drücke der Mannschaft beide Daumen, dass sie gegen Leipzig die nötigen drei Punkte holt. Ich bin sehr optimistisch und freue mich, in der Ostkurve live dabei zu sein.“

Der Fan: Ingo Kläner

„Das Spiel gegen Leipzig ist ein Spiel, auf das ich mich einfach freue. Es gab schon einige Wunder von der Weser, vielleicht gibt es wieder ein kleines Wunder und wir schaffen es noch in die Europa League. Ich bin wie immer im Weserstadion dabei, und die Stimmung wird ähnlich sein wie beim Pokalspiel gegen die Bayern. Im Vorfeld werden die Fans ja auch wieder mobilisiert, zum Beispiel durch den Aufruf, eine Fahne mitzubringen. Wichtig wird sein, die Mannschaft im Stadion immer weiter anzufeuern, selbst wenn Hoffenheim oder Wolfsburg führen sollte. Ich werde jedenfalls nicht damit aufhören. Im Fußball kann so viel passieren, da sollte man nicht vorzeitig aufgeben.

Unabhängig vom Ergebnis gegen Leipzig steht für mich fest: Es macht gerade richtig Spaß, Werder-Fan zu sein. Wir haben einen guten Trainer und eine Mannschaft mit Potenzial. Vor ein paar Jahren hatten wir Spieler, die kaum geradeaus laufen konnten. Jetzt können die Spieler geradeaus laufen und auch noch Fußball spielen. Bei unserem Fanklub ,27801‘ hatten wir unglaublich viele Neuanmeldungen in letzter Zeit. Das liegt natürlich auch daran, dass Werder wieder guten Fußball spielt.“

Die Umfrage zum Leipzig-Spiel gibt es hier:

klarerBlick am 18.05.2019, 09:24
Amateurhaft, wie man vor einem angeblich wichtigen Spiel die causa Kruse hochgekocht wird.

Ein professioneller Manager hätte das vor Wochen geklärt. Es gibt viele Hinweise, dass die Nichtverlängerung schon länger fest steht.

In jedem Fall hätte man - um Unruhe und Ablenkungen 1 Tag vor dem Spiel zu vermeiden - das Thema NACH dem Spiel in die Öffentlichkeit bringen können.
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Daniel1981 am 18.05.2019, 09:32
Lange nicht mehr so gelacht 😂 klarer blick

Von den wenigen Satire Trolls bist Du hier der Beste 🙂😉😅

Muss immer lachen.
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Greenkeeper10 am 18.05.2019, 11:12
Mal grün weiße Brille absetzen und den Hintergrund verstehen
Neutral betrachtet ist Theater nicht nötig gewesen. Allein das die Wohnung von Kruse gekündigt war und ein Nachmieter feststand, sollte schon Hinweis sein,dass Kruse nicht bleiben wird. Und das alles soll bis gestern der Verein nicht gewusst haben ? Das glauben nur Hartleiner
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alanya_fuchs am 18.05.2019, 11:23
Greenkeeper10 am 18.05.2019, 11:12
Das glauben nur Hartleiner

Wer bitte? Wer glaubt das?
O.M.G., da bekommt man ja Augenkrebs.
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Greenkeeper10 am 18.05.2019, 11:31
Dann nix wie zum Arzt 😵
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alanya_fuchs am 18.05.2019, 11:47
Ja, alles Gute. Legasthenie ist heilbar.
Das sagen sogar die Hardliner.
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Werderstern68 am 18.05.2019, 10:00
@klarer Blick ich denke dass es Kruses ausdrücklicher Wunsch war dass vor dem Spiel zu verkünden damit er sich noch „gebührend“ von den Fans verabschieden kann 👆
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Greenkeeper10 am 18.05.2019, 11:05
Völlig richtig unglücklicher gehts nicht. Aber jetzt ist das Theater durch und wir schauen nach vorne
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Werderstern68 am 18.05.2019, 10:04
Herr Sieling sollte mal lieber seinen Innensenator zurückpfeifen als hier einen auf „Werder-Fan“ in der Ostkurve zu machen. Aber zukünftig will er ja mit Rot-Rot-Grün alles besser machen 🤔🤷‍♂️
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susanneundjens am 18.05.2019, 11:28
Ich sehe Hoffenheim in Mainz durchaus gefährdet. Hoffenheim war schon gegen Werder nicht gut. Das Problem ist Wolfsburg. Genau wie wir haben die ein Heimspiel und genau wie wir spielen die gegen eine Mannschaft, die durch ist. Warum wir gegen eine bessere Mannschaft wie Leipzig gewinnen sollten und Wolfsburg gleichzeitig gegen eine schlechtere wie Augsburg nicht gewinnen sollte, erschließt sich mir nicht. Trotzdem hab ich beim Gang ins Stadion im Hinterkopf, dass schon die verrücktesten Sachen im Fussball passiert sind. Sagen wir mal so: Ich bin gelassen realistisch und nicht aufgeregt, kann aber jederzeit total entflammen, falls wir und Mainz führen und Augsburg AUCH :-).
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jamal0781 am 18.05.2019, 12:45
Kruse war gestern jetzt kommt Europa
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Zephier am 18.05.2019, 13:37
Gott, ich hoffe man holt nicht einen Haufen neuer Spieler sondern entwickelt sich mit genau den Spielern weiter die zum einen die bisherige Entwicklung möglich gemacht haben und miteinander funktionieren. Vor allem keine Verteidiger neu holen bitte. Milos Veljkovic ist so jung und kann nächste Saison viel besser helfen als es irgendein neuer Verteidiger könnte den wir uns holen könnten. Dazu Marco Friedl, der sich diese Saison schon so entwickelt hat obwohl er kaum Einsatzzeiten bekommen konnte. Und Beijmo, der so viel Potential hat aber auch keine Chance auf Einsatzzeiten hatte. Bitte auf Konstanz setzen. Meine Güte, es gibt doch so überdeutliche Statistiken die zeigen das man durch Konstanz voran kommt und eben nicht dadurch das man jede Saison neue Spieler holt. Sowas funktioniert nur wenn man 60 Millionen ausgeben kann. Meine Güte, dafür gibt es doch Beweise. Die Mannschaft immer wieder komplett umkrempeln um was zu erreichen, das ist HSV Style. Bitte, bitte, bitte nicht nachmachen.
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j.micoud am 18.05.2019, 15:19
Die Mannschaft kann heute die passenden Antworten auf dem Platz liefern. Die Spieler wissen im Normalfall schon vorher, wer den Verein verlässt und wer nicht. Von daher dürfte die gestrige Nachricht die Jungs kaum irritieren.
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