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19.05.2019
Kohfeldt verspricht Kontinuität

„Es wird keiner mehr gehen, den wir halten wollen“

© nordphoto


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Bis Freitag ist Florian Kohfeldt noch im Dienst, um die Saison aufzuarbeiten, Mediengespräche zu führen und mit Frank Baumann weitere Details der Kaderplanung zu besprechen. Danach geht Werders Trainer zuerst in ein freies Wochenende („Ungewohnt für einen Trainer“) und dann in den verdienten Urlaub – allerdings mit der Familie und mit dem Handy. Auf dem Display werden dann täglich Anrufe von Baumann erscheinen. „Natürlich telefonieren Frank und ich jeden Tag, aber das ist ja nichts Schlimmes. Das ist keine Belastung“, sagt Kohfeldt, „meine Frau mag Frank auch, die ist auch nicht nervös, wenn er anruft. Von daher ist alles gut.“

Werders Trainer betont dabei ausdrücklich, dass er nicht frei mache und Baumann bei der Kaderplanung die Arbeit erledigen lasse: „Ich gehe jetzt nicht in den Urlaub und sage: Mach mal, wenn ich wiederkomme muss alles fertig sein.“ Er habe auch keine speziellen Erwartungen an den Sportchef, sondern „wenn, dann erwarte ich es von mir selber, dass wir einen guten Kader haben werden“. Die Gespräche zwischen ihm und Baumann würden eng und vertrauensvoll geführt. „So wie Frank in ganz vielen Momenten an der Entwicklung dieser Mannschaft beteiligt war, so habe ich natürlich auch meinen Beitrag in der Kaderplanung“, erklärt Kohfeldt.

Gregoritsch und Anton hoch im Kurs

Die ersten Fakten sind geschaffen. Weil die Europa League verpasst wurde, muss der Kader nicht für zusätzliche Pflichtspiele in der Breite verstärkt werden. Niklas Füllkrug kommt als zentraler Stürmer aus Hannover, Claudio Pizarro hat verlängert. Mit Max Kruse verlässt der Kapitän und Toptorjäger (elf Saisontore) den Verein – eine Lücke, die nun geschlossen werden muss. Eine Herausforderung. „Max Kruse kann man nicht eins zu eins ersetzen“, meint Maximilian Eggestein, „es ist wichtig, dass das mehrere Spieler auffangen.“

Eine Spur führt zu Augsburgs Michael Gregoritsch. Der 25 Jahre alte österreichische Nationalspieler schoss in 62 Bundesligaspielen für den FCA 19 Tore und ist in der Offensive flexibel einsetzbar. Für den Hamburger SV hatte Gregoritsch zuvor 55 Spiele bestritten (10 Tore). Für den Angreifer müsste Werder jedoch eine knapp zweistellige Millionen-Ablöse investieren.

Sportchef Frank Baumann ist traditionell „kein Freund davon, eine Kaderplanung in der Öffentlichkeit zu betreiben“. Er habe zwar sehr klare Vorstellungen davon, was Werder nun benötige – hält es aber zugleich für „sehr wichtig, dass wir zunächst im eigenen Kader schauen“, denn: „Wir haben ein sehr gutes Grundgerüst, trotz des Abgangs von Max Kruse, und viele Spieler haben gezeigt, dass sie eine richtig gute Qualität haben - vor allem aber auch noch sehr viel Potenzial.“ Dennoch sei klar, dass man „gezielt schaue“, wie man die Mannschaft verbessern könnte. Um eine Kruse-Nachfolge dürfte es dabei ebenso gehen wie ums defensive Mittelfeld und die Abwehr. Hier wurde durch den Abstieg von Hannover nun Waldemar Anton für Werder interessant. Der 22-jährige deutsche Juniorennationalspieler bringt mit 1,89 Meter eine mehr als ordentliche Größe mit und sucht einen Erstligaverein, der ihm eine Perspektive bietet, die seinem Potenzial entspricht. Weil Anton keine Ausstiegsklausel hat, wäre die Ablöse zu verhandeln.

Keine weiteren Stammspieler-Abgänge

Kohfeldt will die Ziele der neuen Saison davon abhängig machen, welcher Kader ihm zur Verfügung steht. Immerhin ist er nach dem Weggang von Kruse, dessen Wechsel ihm „im persönlichen Verhältnis sehr weh tut“, davon überzeugt, dass es keinen weiteren Stammspieler aus Bremen wegzieht. Was ihn da so sicher macht? „Meine Gespräche mit den Jungs“, antwortet Kohfeldt, „und die Vertragslage. Wir müssten ja zustimmen. Ich bin mir sehr sicher, dass kein Spieler, den wir halten wollen, noch den Verein verlässt.“ Im Gegenteil: Dass der Großteil des Teams zusammen bleibe, sei ein Vorteil gegenüber dem Vorjahr, „weil wir in der Saisonvorbereitung nun gezielter arbeiten können“. Zudem sei es „wenigstens kein Nachteil“, durch das Verpassen der Europa-League-Qualifikation nun einen „normale Vorbereitung zu haben“. Die Mannschaft bleibt erwartungsfroh, das wird bei Maximilian Eggestein deutlich: „Die Europa League muss wieder das Ziel sein. Ohne Max Kruse wird es nicht leichter. Wir werden sicher noch jemanden holen. Dadurch wird sich unser Spiel etwas verändern. Und dann greifen wir wieder an.“

langerhagen am 19.05.2019, 19:16
Wenn das wirklich so ist ,wäre das super .
Wenn diese Truppe erstmal blind zusammen spielt,werden wir noch richtig Freude bekommen. Lebenslang Grün-Weiß!!!!!!!
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jamal0781 am 19.05.2019, 19:23
Dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie wir das Geld für 2 Neue als Kruse Ersatz, einen Sechser und noch einen Abwehrspieler herbekommen sollen? Oder sind wir plötzlich reich?
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jamal0781 am 19.05.2019, 19:27
Ich hätte Augustinson für 25 mio verkloppt.Als Ersatz steht Friedel schon bereit.Die 25 mio dann in Ersatz für Kruse gesteckt
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NiDre520 am 19.05.2019, 20:01
Auf jeden Fall mehr Geld als in den letzten Jahre und das Gehalt von Kruse und Johannson fällt weg. Petsos meine ich auch. Das waren schonmal 3 die gut verdient haben...
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Nomolas am 19.05.2019, 20:03
Nun, zum einen sind da die nicht gerade geringen Einnahmen aus dem Pokal, welche Werder traditionell nie einplant. Zum anderen ist das TV Geld für Platz 8 auch höher als in den letzten Jahren.
Dazu kommt das eingesparte Gehalt von Kruse und Johannson, was auch "recht nett" sein dürfte.
Und da man bei Werder ja kein Geld ausgibt, was man auch nicht hat, so dürfte sich die wirtschaftliche Situation weiter verbessert haben.
Darüber hinaus ist es sehr kurzsichtig zu glauben, dass der Ersatz für Kruse, oder ein 6er, oder ein IV zwingend teuer sein müssen.
Baumann wird schon wissen was er tut.
Ach ja: Nach der Saison hätte dummerweise keiner für Augustinsson 25 Mio. hingelegt.
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jamal0781 am 19.05.2019, 20:26
Wir brauchen Spieler, die uns sofort weiterhelfen.Ein durchschnittlicher Bundesligaspieler kostet 5 mio.Woher wissen Sie, dass keiner 25 mio für Augusstinson bezahlen würde? 6 mio sind schon für Füllkrug weg + Friedl.
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Nomolas am 19.05.2019, 23:12
Ob wir Spieler brauchen die uns sofort weiter bringen oder nicht, sollten genau 2 Personen entscheiden: Kohfeldt und Baumann.
Die haben nämlich im Gegensatz zu so manchen die hier Forderungen stellen auch die Fachkenntnisse um das zu beurteilen.
Wenn auch nur irgendein Verein an Ludde interessiert (gewesen) wäre, dann hätte man es scon längst erfahren. Die Presse schläft bei so etwas nicht.
Und alleine schon dass er sagt er spielt nächste Saison definitiv bei Werder, zeigt dass er sich bewusst ist nicht bei anderen Vereinen auf dem Zettel zu stehen. Dafür war seine Leistung nach der WM auch zu durchschnittlich.
Ja, 6 Millionen für Füllkrug sind ausgegeben, jedenfalls wenn man den Medien glaubt... Und nun? Das dürfte ziemlich genau dem entsprechen, was Kruse und Johannsson an Gehalt bekommen haben.
Ändert aber auch nichts daran, dass Werder mehr Einnahmen haben dürfte als letztes Jahr.
Ach ja, im übrigen ist die von Ihnen kolportierte Summe für einen "durchschnittlichen" Bundesligaspieler wohl kaum belegbar. Allein schon da es ja auch Ablösefreie Spieler gibt.
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jamal0781 am 20.05.2019, 09:08
😂😂😂
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Michou am 19.05.2019, 21:20
Ich denke die Entscheidung dass MK sich jetzt entscheiden muss, ist deswegen gefallen, weil sonst die Zeit davonlaufen würde mit dem erfolgreichen Baggern bei denjenigen Spielern zu beginnen, die FB und FK ins Auge genommen haben...um die Mio s dafür mach ich mir keine Sorgen, es wird bestimmt keine Zeit auf wen verschwendet den man nicht zahlen kann, aber ich denke bis zu18 mio haben wir noch im Säckel...vielleicht gibts auch wieder Leasing a la Gnabry ...abwarten und Tee trinken
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jamal0781 am 19.05.2019, 21:44
Ja glaube auch, dass Baumann uns wieder mit nem Kracher überraschen wird
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