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Rasenreport
20.05.2019
Kohfeldt lobt die Bundesliga

„Es war ein spannendes Jahr“

© nordphoto


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Florian Kohfeldt will sich nach dieser Saison nicht in die Bundesliga-Kritiker einreihen. „Ich finde, es war ein spannendes Jahr. Wir hatten einen packenden Meisterkampf bis zum letzten Spieltag und auch einen Kampf um Europa bis zum Schluss. Wir haben eine sehr gute Bundesliga-Saison gesehen“, sagte Werders Trainer nach dem Saisonende.

Vor allem freut Kohfeldt die fußballerische Entwicklung: „Der spielerischer Ansatz war wieder mehr vorhanden in dieser Saison. Mehr Mannschaft wollen wieder den Ball haben und nach vorne spielen, als nur zu verteidigen. Das finde ich natürlich sehr gut.“ Zudem hat Bremens Trainer beobachtet, dass es „wieder mehr offene Spiele gibt. Das ist natürlich schöner für die Zuschauer“.

Luckybox am 20.05.2019, 11:58
Naja, man sieht ganz deutlich das die Bundesliga im Vergleich zu den ganz großen Ligen wie England und Spanien den Anschluss verloren hat. Es gibt kein Team mehr, was mit den ganz großen mithalten kann.
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Netzorath am 20.05.2019, 12:16
Nur in der Spitze kann man das so sagen. Was natürlich an den sagenhaften Gehältern liegt, die es hier nicht gibt, was ich aber gut finde. Eine Scheich- und Oligarchenliga will ich nicht haben. Wie Frankfurt aber mit Chelsea oder Inter Mailand mitgehalten hat, spricht für die deutsche Liga, und ich glaube auch nicht, dass der Anhänger einer Mannschaft auf dem Level von Werder in einer anderen europäischen Liga so guten Fußball geboten bekommt wie in Bremen. Da braucht man sich nur mal entsprechende Spiele auf sky anzusehen.
Also insgesamt gesehen sieht der deutsche Fan im Stadion keinen schlechteren Fußball, und zahlt außerdem erheblich weniger. Man darf nicht immer nur auf Real und Barca schauen oder ManCity, wo regelmäßig Begräbnisstimmung herrscht. Liverpool ist sicher die Ausnahme, wo die Leute alles hergeben für den Fußball. Aber wollen wir das so haben?
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Luckybox am 20.05.2019, 13:13
Oh, das sehe ich aber anders. Frankfurt war die einzige Ausnahme. Die hatten einen Lauf in Europa. Nicht nur in der Spitze sind die Spanier und Engländer besser sondern auch in der Breite. Die spanischen Teams sind spielerisch stärker und die englischen Teams haben natürlich durch das viele Geld besseres Einzelspieler. Zudem wird dort ein ganz anderes Tempo gespielt.

Viele vergessen immer gerne, dass es auch in der Bundesliga einige Teams mit einem Investor/Firma oder Autokonzern im Rücken gibt. Da ist 50 plus 1 schon längst gefallen.
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Greenkeeper am 21.05.2019, 13:29
Im Moment fällt schon sehr auf, dass plötzliche viele Medien, die sonst nicht so sehr über Sport bzw. Fussball berichten, auf einmal alle zusammen eine Sau durchs Dorf treiben und die heisst "Die Bundesliga ist schwach und hat den Anschluss verloren" oder "Die Bundesliga ist schlecht, weil der FCB selbst in einer angeblich schlechten Saison noch Meister wird".

So funktioniert die Massenbeeinflussung. Diese vielen Medienartikel werden dadurch, dass sie alle anscheinend von einander abschreiben, nicht richtiger.

Das viel mehr Geld dafür sorgt, dass andere Ligen stärker sind, ist nun mal so, dass sieht man ja auch bei uns, was viele Millionen Euro Vorsprung der Bayern, des BVB, von RB Leipzig, Bayer 04 oder des VFL Wolfsburg ausmachen. Dazu kommt mit Gladbach ein Club, der eher mit Frankfurt und Werder vergleichbar ist, als mit den reichen Clubs.

Das Gladbach und die beiden etwas "ärmeren" Clubs SGE und Werder noch die reicheren Hoffenheimer hinter sich lassen konnten, ist schon eine Erfolgsmeldung.

Die Bundesliga ist besser, als sie gemacht wird, was man u.a. daran sieht, dass hinter den ersten 3 gleich 7-8 Clubs auf einem ähnlich hohen Niveau spielen.

Wenn wir uns darüber unterhalten, dass England, Spanien und Italien wieder vorn dran sind, so war dies auch in den letzten 40 Jahren sehr oft so.
Neu ist, dass sehr sehr viele deutsche Talente oft schon nach einer guten Saison für Irrsinsbeträge an Ablösen und ebensolchen Irrsinsgehältern nach England gehen.

Diese sehr früh weg gekauften Talente können also die Bundesliga nicht, wie es früher der Fall war, qualitativ verbessern.
Der Rest ist eine Wellenbewegung, die Krise der Nationalmannschaft war auch eine Krise der Bundesliga, weil Neuerungen zuerst in den reicheren Ligen statt finden.

Und das speziell in Spanien und Italien mehrere Vereine finanziell hoch überlegen sind, hängt auch mit unfairen Steuervorteilen zusammen und damit, dass diese Vereine Hunderte Millionen Euro Schulden haben können und trotzdem weitere über Hundert Millionen Euro für weitere Transfers ausgeben. In Deutschland undenkbar und diese unfairen Praktiken haben viel mit der Überlegenheit in Spanien zu tun.

Auch in Italien gab und gibt es unfaire Praktiken bei der Behandlung der 3-4 größten dortigen Clubs. Der Rest ist nicht besser als bei uns.
Frankreichs League 1 wurde nicht genannt, dort bestehen die Vorteile hauptsächlich in den hohen Millionenbeträgen von ausländischen Investoren, die keine 50+1 Hemmnisse haben. Es betrifft dort aber nur 2 Teams, alles ab Platz 4 der Liga ist nicht wirklich besser als bei uns.

Was bleibt ist der enorme finanzielle Vorteil der Premier League, der sich dann im Clubsport fort schreibt. Auch dort nicht nur wegen TV-Geldern, sondern auch wegen Investoren, die dort hemmungslos Geld wa... äh investieren können.


Fazit: Die Bundesliga macht gerade eine Krise durch, aber dies liegt an selbst gemachten Problemen, weil man in der Jugendarbeit und den Leistungszentren zu lange nur taktisch und athletisch geschult hat und die individuellen Fähigkeiten am Ball verkümmmern konnten. Es wird schon gegen gesteuert, aber bis das im Profi-Herrenbereich ankommt, vergehen noch ein paar Jahre. Alles ganz normal. Hinzu kommt, dass ein paar der besten deutschen Trainer im Moment im Ausland arbeiten. Auch das kommt hinzu.

Bei Werder ist die spannende Frage, ob der fantastische Aufwärtstrend fortgesetzt werden kann. Ich bin mit 53 Punkten und Platz 8 ehrlich gesagt glücklicher als ich mit Platz 7 gewesen wäre. Denn die Qualispiele hätten die Vorbereitung doch arg gestört und das wäre eine große Hypothek für die Bundesligasaison geworden. Für mich wäre das 1 Jahr zu früh gekommen.

Es wird bei der Leistungsdichte zwischen Platz 4 und Platz 10 der Liga so schon schwierig genug, das sehr gute Saisonergebnis zu wiederholen. Andererseits: Wenn wir nur anstelle der 3 Unentschieden gegen die beiden Absteiger aus Hanoi und Nürnberg Siege geholt hätten, wären wir 4. und würden CL spielen ! Wenn also schon Europa, dann lieber die CL. Da holt man mehr Geld, lernt mehr und hat auch keine höhere Belastung als in der Euro League.

Abgesehen davon: Toller Beitrag von @Netzorath oben !
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