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14.05.2019
Klaassen und der Traum von Europa

„Es wäre enttäuschend, wenn es nicht klappt“

© nordphoto


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Es liegen nicht ganz so einfache Tage hinter Davy Klaassen. Gegen Hoffenheim musste Werders Mittelfeldspieler aufgrund einer Gelbsperre zuschauen, was für ihn eine echte Qual darstellte. „Ich war viel nervöser als normalerweise“, gab er am Dienstag rückblickend zu. Zumal das Spiel ja wirklich nichts für schwache Nerven gewesen sei. Aber, und das sei das Wichtigste, es war bekanntlich ein erfolgreiches. Fast zeitgleich verarbeitete Klaassen immer noch das bittere Champions-League-Aus seines Ex-Klubs Ajax Amsterdam. Der 26-Jährige litt ordentlich mit vor dem Fernseher und musste sich dann auch noch die eine oder andere Neckerei seiner Bremer Teamkollegen gefallen lassen. „Ich habe viele Nachrichten von Menschen bekommen, von denen ich dachte, dass sie meine Freunde seien“, erklärte er lachend.

Mit eben jenen Freunden hat er noch einiges vor. Am Sonnabend gegen RB Leipzig (15.30 Uhr) will er mit ihnen irgendwie noch den Traum von Europa verwirklichen. So schwierig dieser Plan bei der aktuellen Tabellenkonstellation auch ist. „Wir wissen, dass wir abhängig sind von anderen Teams“, sagte er. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir es schaffen, ist nicht so groß wie für Wolfsburg und Hoffenheim. Sie sind vorne.“

Reise in unbekannte Länder

Diese vermeintliche Aussichtslosigkeit zu akzeptieren, ist allerdings nicht so die Sache des Bremer Rekordtransfers. Und deshalb wird Vollgas gegeben. Auch und gerade in dieser Woche. Die Vorbereitung auf das finale Heimspiel sei jedenfalls „für uns ganz einfach“, betonte Klaassen. „Wir wissen, dass wir gewinnen müssen.“ Das sei die Basis, danach werde man sehen, was dabei herauskommt. „Am Ende geht es darum, etwas zu erreichen. Es wäre sehr enttäuschend, wenn es nicht klappt, denn Europa war und ist unser Ziel.“

Davy Klaassen kennt die internationale Bühne nur zu gut. Mit Ajax Amsterdam hat er sogar ein Europa-League-Finale bestritten, im Vorjahr war er mit dem FC Everton in der Qualifikation für diesen Wettbewerb unterwegs. „Du kommst in Länder, in denen du sonst nicht im Urlaub bist“, sagte er lachend. Ob er sich noch an die Gegner aus dem Sommer 2017 erinnern könne, wurde er dann prompt gefragt. „Keine Ahnung“, gab Klaassen grinsend zu. Es waren der MFK Ruzomberok (Slowakei) und Hajduk Split (Kroatien), ehe der Einzug in die Gruppenphase feststand. Und genau darauf komme es an. „Du willst die Europa League erreichen, dann musst du da durch. Und alle wissen, wie schön Europa ist. Das haben wir gerade bei Frankfurt gesehen. Das hilft einer Mannschaft und einem Verein sehr viel.“

„Fühle mich wie zu Hause“

Aber natürlich bleibt da im Hinterkopf dieses Was-wäre-wenn-Szenario. Welche Folgen könnte es haben, sollte sich Werder trotz einer guten Saison nicht die Belohnung abholen? Droht gar ein mentaler Einbruch? Davy Klaassen glaubt das nicht. Er prognostiziert gar: „Wir fangen nächste Saison auf einem höheren Level an als letzten Sommer – selbst dann, wenn noch Spieler weggehen würden.“ Momentan wird viel darüber diskutiert, ob Max Kruse einer dieser Spieler ist. Er selbst, das bekräftigte Davy Klaassen noch einmal, werde auch nach der Sommerpause in Bremen sein. „Ich fühle mich wie zu Hause“, sagte er und fügte lachend an: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich auch nächste Saison noch hier bin.“

Wirklich Sorgen muss sich also niemand machen. Trainer Florian Kohfeldt tut das ohnehin nicht, er hob stattdessen Anfang der Woche noch einmal die Wichtigkeit des Niederländers hervor. Er sei „ein Mentalitätsspieler, der in jedem Training und in jedem Spiel immer 100 Prozent gibt“, so Kohfeldt. Entsprechend groß sei der Einfluss auf die Struktur des Teams. „Wenn der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte diese Einstellung jeden Tag vorlebt, dann hat das Wirkung.“

slash1965 am 14.05.2019, 16:48
Erstmal Siegen und dann hoffen......
Dann alles andere!!!
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Hetzer85 am 15.05.2019, 09:13
Die spielen gleichzeitig, mit "erstmal und dann" ist da also nicht viel ;)
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Greenkeeper10 am 14.05.2019, 20:06
Es wäre trotzdem eine tolle Saison
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Rossi52 am 14.05.2019, 23:31
Es IST schon eine tolle Saison, egal wie es ausgeht.
Und EL kommt sicher noch ein Jahr zu früh. Das Team sollte sich erst noch nächste Saison stabilisieren.
Eintracht Frankfurt läuft schon länger auf Reserve.
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Zephier am 15.05.2019, 12:41
Wir haben ein richtig HOCH GESTECKTES Ziel erreicht bei dem wir bis zum letzten Spiel um Europa mitspielen wollten. Und mehrfach betont das dafür einiges an Glück nötig wäre. Genau da sind wir gelandet. Und im Pokal haben wir alle Erwartungen weit übertroffen. Mega geile Saison. Wenn wir es schaffen mit einem unverändertem oder weitgehend unverändertem Kader in die nächste Saison zu gehen, dann trau ich uns sogar noch einiges mehr zu. Dazu haben wir wichtige Verträge verlängert und kriegen dann hoffentlich einen wieder vollkommen fitten Bartels zurück, dem ich ohne weiteres zutraue das er die Qualität nochmal anheben wird. Ich bin bei Werder endlich mal wieder richtig glücklich. Dazu den besten Trainer der Liga (Streich vielleicht mal ausgenommen, aber der ist auch vor allem mit und in Freiburg so toll). Ansonsten sind wir da auch ausser Konkurrenz. Es gilt noch die kleine Chance auf Europa zu packen, aber trotzdem kann ich jetzt schon die neue Saison kaum erwarten
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