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10.04.2019
Maximilian Eggesteins Vertragsverlängerung

Es ist vollbracht!

© nordphoto


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Die Erleichterung war Maximilian Eggestein anzusehen. „Ich bin froh, dass es jetzt vom Tisch ist, es hat sich schon etwas gezogen.“ Es, das war in diesem Fall seine Vertragsverlängerung, die Werder am Mittwoch nun endlich verkündete. Eine echte Überraschung war sie längst nicht mehr – und doch hatte sie sich ordentlich hinausgezögert und somit genügend Platz für Spekulationen gelassen. „Es war etwas nervig, weil ich oft darauf angesprochen wurde und doch nichts sagen konnte“, meinte Eggestein.

Bis jetzt. Nun war der Moment gekommen. Exakt zwei Tage, nachdem sein Bruder Johannes Eggestein ebenfalls seinen Verbleib mitgeteilt hatte. Diese Reihenfolge war bewusst vom Verein und den Spielern gewählt worden. „Wir wollen nicht immer zusammen gesehen werden, sondern einzeln“, sagte Maximilian Eggestein. So sei es auch bei den vorherigen Verhandlungen gewesen. „Jeder hat frei entschieden, wo er glaubt, sportlich am besten Fortschritte machen zu können.“ Gänzlich unwichtig sei das weitere Zusammensein in Bremen jedoch auch nicht gewesen, wie Eggestein zugab. „Die beste Leistung bringt man, wenn man sich wohlfühlt. Ein Familienmitglied mit in der Mannschaft zu haben, ist dabei schon schön.“

Wer die vergangenen Jahre von Maximilian Eggestein miterlebt hat, erkennt schnell, dass er sich in Bremen sehr wohlgefühlt haben muss. Als 14-Jähriger war er vom TSV Havelse an die Weser gewechselt und hatte sich anschließend mit viel Aufwand durch die Nachwuchsmannschaften gearbeitet, um nur kurz darauf ein unverzichtbarer Bundesliga-Profi zu werden, der mittlerweile auch im Dunstkreis der Nationalmannschaft wandelt. „Ich bin einen langen Weg hier gegangen und sehe eine sehr positive Entwicklung mit dem Verein – und ich hoffe, dass die Entwicklung noch nicht zu Ende ist“, sagte Eggestein. „Die Vision ist, weiter gemeinsam zu wachsen und dass beide Seiten davon profitieren können. Ich hoffe, in ein paar Jahren auf einen erfolgreichen Weg zurückblicken zu können.“

Andere Klubs zeigen Interesse

Das klingt zunächst einmal nach einem langfristig angelegten Projekt. Die Wahrheit ist aber auch, dass es schon jetzt Interessenten gab, die Maximilian Eggestein auf dem Zettel hatten. In diesem Zusammenhang war in der jüngeren Vergangenheit immer wieder der Name Borussia Dortmund aufgetaucht. „Ich will nicht von anderen Vereinen sprechen, aber ich habe mir natürlich Gedanken gemacht“, sagte der 22-Jährige. „Für mich war aber relativ schnell klar, zu bleiben.“

Nur für wie lange er das tun wird, das weiß der Mittelfeldakteur selbst noch nicht so genau – ganz unabhängig davon, dass sein bisher bis ins Jahr 2020 datierter Kontrakt nun verlängert wurde. Der Reiz des Großen, eines echten Top-Klubs dürfte auch in ihm schlummern. Die Sehnsucht nach Europa, sie belebt nicht nur Werder derzeit, sondern auch jeden Profi auf diesem Kontinent. Maximilian Eggestein bildet da keine Ausnahme. Und doch bleibt er in Bremen, obwohl ihm dieses Abenteuer genau dort (noch) nicht garantiert werden kann. „In der kommenden Saison international zu spielen, war nicht entscheidend, sondern wichtig ist, dass ich mich weiterentwickeln kann“, sagte er. Was danach passiert, werde man sehen. „Man muss die Situation immer von Jahr zu Jahr beurteilen und kann nicht sagen, dass ich auf jeden Fall so oder so lange bleiben werde, wenn das und das passiert. Es wird im Fußball immer etwas passieren, das man nicht vorhersehen kann.“

Was passiert mit Kruse?

Bei Werder werden sie also auch weiterhin mit dem Risiko leben müssen, dass irgendwann ein potenter Verein mit einem für Eggestein in jeglicher Hinsicht attraktiven Angebot um die Ecke kommt. Der neue, nachgebesserte Vertrag dürfte dafür sorgen, dass auch Werder im Fall der Fälle immerhin finanziell davon profitieren würde. Bis dahin aber dürfen sich die Bremer freuen, dass es ihnen gelungen ist, eines der größten Talente im deutschen Fußball weiter an sich zu binden. Das hilft nicht nur sportlich, sondern erhöht Werders Strahlkraft noch einmal ungemein. Ganz nach dem Motto: Langzeit-Heimat statt Durchgangsstation. Es ist ein Signal für potenzielle Neuverpflichtungen ebenso wie für das bestehende Personal. Zum Beispiel für einen Max Kruse.

Der Kapitän könnte bekanntlich im Sommer ablösefrei wechseln. Bislang hat er stets betont, wie gut es ihm in Bremen gefällt, aus seinen Ambitionen aber auch kein Geheimnis gemacht. Daher ist fraglich, ob der 31-Jährige ebenfalls verlängern würde, wenn es bei Werder nicht für die Teilnahme am europäischen Wettbewerb reicht. Bislang ziert sich Kruse noch – da konnte Maximilian Eggestein seinen Mitspieler noch so häufig zu einer Verlängerung drängen wie er wollte. „Das habe ich ihm schon häufiger gesagt“, sagte Eggestein. „Letztlich ist das natürlich seine Entscheidung. Ich würde mich aber auf jeden Fall sehr freuen, wenn er bleiben würde. Ganz Bremen und die ganze Mannschaft wären sicherlich froh.“ Maximilian Eggestein muss es wissen – bei ihm ist es schließlich ganz genauso.

Trooper am 10.04.2019, 13:00
Playstationabend...so feiert man heute. 😁
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Greenkeeper10 am 10.04.2019, 14:38
Wäre gut wenn wenigstens noch 2 Jahre dann ins Ausland gehen
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rumtreiber am 10.04.2019, 16:26
Wunderbar , jetzt bitte Herr Baumann , noch einen guten Vertrag mit Herrn Kruse und alles wäre in trockenen Tüchern .....
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susanneundjens am 10.04.2019, 19:33
Das ist 50/50. Wie es aussieht geht Thorgan Hazard von Gladbach zu Dortmund für vermutlich 40 Millionen. Gladbach kann Kruse mit Geld also zuschütten und hat vorne Bedarf. Andererseits seh ich bei Gladbach keinen Unterschied zu Werder. Und wenn er geht, ist das eben so. Ich amüsiere mich immer über Leute, die in völligem Irrglauben meinen, Fans hätten regelrecht Angst vor einem Abgang. Wenn es um ein Hobby geht, hat wohl niemand Angst. Da gibt es weiß Gott wichtigeres.
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momaximo am 10.04.2019, 17:56
Ich werde jetzt noch größerer Maxi Fan .
(Was nichtmehr geht)

Folge seinem Beispiel Kruse
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