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Rasenreport
15.04.2019
Kohfeldt mit Sonderlob für Osako

„Er wird noch ganz wichtig für uns“

© nordphoto


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In den Emotionen des Freiburg-Spiels ging diese Szene ein wenig unter. Als Florian Kohfeldt in der 63. Minute beim Stand von 0:0 unter lautem Jubel Claudio Pizarro brachte, schlich Yuya Osako relativ unbemerkt vom Feld. Dabei bleib der Japaner jedoch nicht so ruhig, wie man es sonst von ihm gewohnt ist. Auch Florian Kohfeldt wirkte kurz irritiert, seinen Sommer-Neuzugang relativ aufgebracht zu sehen. „Er war sauer über die Auswechslung, aber das spricht für ihn, weil er einfach das Spiel entscheiden wollte“, erklärte der Trainer späte. „Yuya ist so ein ruhiger Mensch. Ich war schon überrascht, dass er bei der Auswechslung überhaupt geredet hat. Er ist ein super Junge, das zeigt das ja auch: Er wollte nicht raus. Ich musste mich ja selber dazu zwingen. Ich hätte ihn gerne drauf gelassen. Aber ihn jetzt wieder zu verlieren, das wäre noch dümmer gewesen. Das muss man einfach so sagen.“

Schließlich stand Osako erstmals seit seinen langwierigen Rückenbeschwerden wieder in Werders Startelf und bestätigte vor allem in der ersten Halbzeit den guten Eindruck, den er schon beim Abschlusstraining am Freitag hinterlassen hatte. Oft in schnelle Doppelpässe eingebunden, viel unterwegs, einige flinke Haken – Kohfeldt, der diesen feinen Fußballer ohnehin sehr schätzt, war mit der Darbietung mehr als zufrieden. „Ich glaube, dass er jetzt schon wieder für jeden sehr unangenehm zu verteidigen ist“, sagte der Trainer, „in jedem Spiel wird er aus meiner Sicht noch einmal besser werden und uns weiterhelfen. Die letzte Explosivität, die kommt erst wieder über Spiele und Rhythmus.“

Halten die Muskeln?

Auch im Hinblick auf die beiden Partien gegen Bayern München und das anspruchsvolle Restprogramm mit den weiteren schweren Aufgaben gegen Dortmund, Hoffenheim und Leipzig habe man deshalb am Abend vor dem Freiburg-Spiel eigens zusammengesessen und den Plan besprochen: Nur 60 Minuten gegen den Sport-Club, dann ist Schluss, um auf keinen Fall ein Risiko einzugehen. Kohfeldt: „Nach dem ersten Eindruck ist Yuya ohne Probleme rausgekommen aus dem Spiel, aber nach drei Monaten Pause muss man auch muskulär aufpassen, wenn du wieder in die Vollbelastung gehst.“

In der Öffentlichkeit muss sich Osako eine größere Wertschätzung noch erarbeiten, bei seinem Trainer nicht, das wurde nach diesem Startelf-Comeback deutlich. „Ich bleibe dabei: Was uns da drei Monate für eine individuelle Qualität verloren gegangen ist, das ist schon bemerkenswert“, schwärmte Kohfeldt, „ich bin sehr sehr froh, dass er wieder da ist und es sukzessive weitergeht. Ich hoffe, er bleibt gesund, dann wird er noch ganz wichtig für uns.“ Idealerweise schon in den Duellen mit dem FC Bayern, wenn Osakos Muskulatur sein Mitwirken in beiden Spielen zulässt.

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