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08.04.2019
Johannes Eggestein über Bruder und Vertrag

„Er hat mir zu Werder geraten“

© dpa


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Johannes Eggestein kam mit einem breiten Grinsen im Gesicht in den Medienraum des Weserstadions. Er wünschte den Journalisten einen schönen Tag und war bester Laune. Dazu hatte der Werder-Angreifer auch allen Grund, denn seine Zukunft ist geklärt. Am Montagmorgen, kurz vor der Medienrunde mit Eggestein, hatte der Verein die Vertragsverlängerung des 20-Jährigen bekannt gegeben. „Ich habe im Laufe der Saison gemerkt, dass ich bei Werder die nächsten Schritte gehen kann“, erläuterte der U 21-Nationalspieler seine Entscheidung.

Am Anfang der Saison war diese Entwicklung nicht abzusehen gewesen, doch Eggestein hat seitdem den Sprung zum Fast-­Stammspieler geschafft. In 20 Bundesligaspielen (drei Tore, zwei Torvorlagen) und vier Pokalpartien (ein Tor, eine Torvorlage) kam er zum Einsatz. „Meine Entwicklung ist positiv verlaufen“, fasste Eggestein zusammen. ­Trainer Florian Kohfeldt betonte: „Johannes ist ein sehr intelligenter Spieler mit einem ausgeprägten Torinstinkt. In unseren Planungen für die Zukunft trauen wir ihm eine große Rolle zu.“

Wenn solch ein talentierter Spieler ablösefrei zu haben ist, werden fast zwangsläufig andere Klubs hellhörig. „Es gab Interesse von anderen Vereinen“, bestätigte Johannes Eggestein. Ernsthaft beschäftigt habe er sich damit aber nicht. „Werder war mein erster Ansprechpartner und ich war mit keinem anderen Verein in Verhandlungen“, erklärte er.

Details zu klären

Dass sich die Vertragsverlängerung trotzdem recht lange hinzog, habe zwei Gründe gehabt. Zum einen wollte Eggestein seine weitere Entwicklung abwarten: „Gegen Ende der Hinrunde habe ich dann gesehen, dass ich immer mehr Einsätze bekomme und mir ein gewisses Standing in der Mannschaft erarbeitet habe.“ Zum anderen seien noch ein, zwei vertragliche Details zu regeln gewesen. Näher darauf eingehen wollte Eggestein nicht. In Bezug auf die Vertragslaufzeit teilte Werder nur mit, dass der 20-Jährige „auch in den kommenden Jahren“ in Bremen auf Torejagd gehen werde. Der neue Kontrakt läuft also mindestens bis 2021, wahrscheinlich eher bis 2022.

Ein wichtiger Faktor bei der Vertragsverlängerung war Florian Kohfeldt. Ihn kennt Eggestein, der 2013 vom TSV Havelse in die Werder-Jugend wechselte, schon lange. „Wir haben ein besonderes Verhältnis“, unterstrich der Stürmer. „Er ist ein Trainer, der mir vertraut und bei dem ich nach einem schlechten Spiel nicht gleich raus bin.“ Kohfeldt war es auch, der Eggestein vor dieser Saison umschulte. Der gelernte Mittelstürmer kommt nun als Außenstürmer und manchmal auf der Achter-Position im Mittelfeld zum Einsatz. Für den 20-Jährigen war das ein großer Schritt, doch inzwischen ist die Vielseitigkeit Eggesteins großer Vorteil im Konkurrenzkampf in Werders voll besetzter Offensive. Er mache sich daher auch keine Sorgen, dass er künftig zu wenig Einsatzzeiten bekommen könnte, erklärte der Stürmer. „Der Trainer hat mir den Weg aufgezeigt, den er mit mir gehen möchte.“

Zieht Maximilian Eggestein nach?

Am liebsten würde er diesen Weg weiterhin an der Seite seines älteren Bruders Maximilian beschreiten. Der 22-jährige Mittelfeldspieler soll seinen bis 2020 laufenden Kontrakt verlängern und hatte bereits Ende März erklärt, er habe eine Entscheidung getroffen. Nun verkündete Werder trotzdem zuerst die Vertragsverlängerung des jüngeren Bruders, doch vieles deutet darauf hin, dass der ältere bald nachzieht. Natürlich habe er sich mit seinem Bruder beraten, berichtete Johannes Eggestein. „Und er hat mir gesagt, dass Werder für meine Entwicklung der beste Verein ist.“

Was er im Gegenzug dem älteren Bruder empfahl, behielt der jüngere Bruder dagegen für sich. Er sagte nur: „Ich würde mich freuen, wenn wir weiter zusammenspielen könnten. Wir sind aber auch nicht so naiv, zu glauben, dass das immer so sein wird.“ Johannes Eggestein machte am Montag allerdings nicht den Eindruck, als würden sich die Wege der beiden Brüder schon bald trennen. Dafür war er einfach zu gut gelaunt.

OttoOtto am 08.04.2019, 14:07
Endlich einer der sich zu Werder bekennt. SUPER 💚💚💚
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momaximo am 08.04.2019, 16:36
Geil,Jojo I Love you
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Daneris am 08.04.2019, 18:29
Ich sage jetzt einfach mal:

Zu 99% hat sich Maxi auch für Werder entschieden!
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Lebenslang am 08.04.2019, 19:52
Sehe ich anders, denke er wird uns verlassen... aus der Sicht des großen Bruders, weiß er das werder seinen kleinen Bruder stark machen wird, so wie es bei ihm auch der Fall gewesen ist... glaube das unser maxi versuchen wird den nächsten großen Schritt zu machen... wünsche mir lieber das er bleibt, aber wenn er sich für uns entschieden hätte, dann hätte er es mit seinem Bruder zusammen verkündet...
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Daneris am 10.04.2019, 10:37
Jetzt können wir zu 99% noch 1 Prozent hinzunehmen, und sagen, er hat sich zu 100% für Bremen entschieden :)
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Deltator1 am 08.04.2019, 18:38
Es gibt noch Mehrere die sich zu Werder bekennen die sagen das nur nicht laut
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Greenkeeper am 09.04.2019, 13:03
Das mit dem "Bekennen" ist bei Spielern sowieso total überschätzt.
Ich finde, solche Wortmeldungen sind in der heutigen Zeit nur noch naive Fan-Romantik.
Ein Profispieler "bekennt" sich, wenn überhaupt, in einer Kirche, Moschee, Tempel oder Synagoge.
Wie oft gab es schon Treueschwüre, die dann kurz darauf schon nicht mehr zählten ?
Und manch einem hat man nicht mal das übel genommen, ich erinnere an Ailton oder "Monsieur Treueschwur" Ismael.
Die Zeiten eines Höttges, Schütz, Kamp, Burdenski, Schaaf, Bracht und all die anderen, die nur bei Werder großen Fussball spielten, ist vorbei.

Wenn es sich um seinen Arbeitgeber handelt, sucht ein Profi sich das beste Angebotspaket raus und Geld spielt dabei bis kurz vor Schluss einer Karriere immer eine große Rolle und sehr oft eine entscheidende.
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Schrammr am 08.04.2019, 20:38
Ich denke schon, dass Maxi auch bei uns bleibt. Man sieht einfach auch, dass er sich wohl fühlt bei uns. Hier bekommt er auch seine Einsätze, da hat schon auch der Trainer seinen Einfluss und das ist auch gut so.
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Greenkeeper am 09.04.2019, 12:55
Ich befürchte, dass Kollege "Lebenslang" leider Recht behalten dürfte.
Denn sonst hätte es nahe gelegen, die Verlängerungen beider Brüder gemeinsam bekannt zu geben. Auch die lange Zeit, die seit Ende März (als die Entscheidung gefallen sein soll) schon vergangen ist, deutet für mich eher nicht darauf hin, dass es bei Werder mit Maxi weiter geht, sondern darauf, dass man es nicht verkündet, um im Saisonendspurt keine negative Stimmmung im Umfeld aufkommen zu lassen. Was bedeuten könnte, dass es ins Ausland geht. Denn ein Bundesliga-Konkurrent (Dortmund war im Gespräch) hätte es eher schon jetzt verkündet.

Aus dem Gesicht eines Spielers sollte man sowas nicht ablesen. Das sind heute Medienprofis, die als 20 jährige schon intensiv im Umgang mit der Presse und Fans geschult sind. Da ich allerdings auch nicht mehr weiß, als alle anderen hier und nur rate, lasse ich mich sehr sehr gerne vom Gegenteil überraschen.
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susanneundjens am 09.04.2019, 22:02
Interessante Gedanken! Könnte so sein.
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