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20.12.2018
Möhwald überzeugt gegen Hoffenheim

Endlich wichtig

© nordphoto


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Wer es nicht wusste, der hätte am Mittwochabend wohl niemals gedacht, dass Kevin Möhwald gerade erst seinen zweiten Startelf-Einsatz in der Bundesliga absolvierte. Beim 1:1 gegen Hoffenheim dirigierte er seine Mitspieler, wirkte unheimlich selbstbewusst und gehörte sogar schon zum Kreis der möglichen Freistoßschützen, die sich um den Ball versammelten. „Kevin war sehr präsent im Mittelfeld“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. Und auch von Sportchef Frank Baumann gab es ein Lob: „Er hat uns immer wieder angetrieben.“

Möhwald selbst vermied nach seiner gelungenen Darbietung derweil eine Kampfansage. Dass er sich nun in der ersten Elf festgebissen habe, wollte er nicht behaupten. Eines sagte der 25-Jährige dann aber doch: „Ich habe gezeigt, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Gegen Hoffenheim kamen 80 Prozent von Möhwalds Pässen beim Mitspieler an, er gab vier Torschüsse ab und hatte mit 77 Ballaktionen den drittbesten Wert bei Werder hinter Theodor Gebre Selassie (80) und Max Kruse (100). Diese Zahlen unterstreichen, dass Möhwald ein echter Aktivposten war. „Ich bin selbstbewusst an die Sache herangegangen“, kommentierte der Ex-Nürnberger seine Leistung selbst.

Selbstbewusst und selbstkritisch

Dass dieses Selbstbewusstein bei ihm vorhanden ist, obwohl Möhwald in den ersten Monaten der Saison zeitweise nicht einmal im Kader stand und maximal zu Kurzeinsätzen kam, ist bemerkenswert. Der Mittelfeldspieler hat es geschafft, trotz der schwierigen Anfangszeit in Bremen positiv zu bleiben. Er habe immer gewusst, dass die Konkurrenz bei Werder größer ist als in Nürnberg. Deswegen sei er schließlich gewechselt, betonte Möhwald und gab sich zudem selbstkritisch: „Ich habe mich sportlich und als Mensch weiterentwickelt. In Phasen, in denen man nicht eingesetzt wird, lernt man dazu. Ich hätte gerne mehr gespielt, aber es lag an mir.“

Dass er aktuell auf dem Sprung zum Stammspieler ist, liegt ebenfalls an ihm. Mit seinem Tor beim Startelf-Debüt gegen Düsseldorf setzte Möhwald gleich ein Ausrufezeichen. In Dortmund wurde er früh für den verletzten Davy Klaassen eingewechselt und bot eine solide Vorstellung. Gegen Hoffenheim war er nun ein echter Lichtblick, auch wenn er beim Gegentreffer den Torschützen Leonardo Bittencourt kurz aus den Augen verlor.

Dass Möhwald überhaupt spielte, lag auch daran, dass Nuri Sahin kurzfristig ausgefallen war. Der Mittelfeldspieler hatte im Training einen Schlag auf das Sprunggelenk bekommen, könnte aber in Leipzig am Sonnabend wieder im Aufgebot stehen. „Kevin muss jetzt dran bleiben“, forderte Kohfeldt von Möhwald. „Dann bekommt er auch seine Chance, wenn andere wieder dabei sind.“

Wer war euer „Man of the Match“ gegen Hoffenheim? 

wolfgramm am 20.12.2018, 13:01
Möhwald war neben Kruse Werders Bester.Kruse scheint sein Tief überwunden zu haben,die Pause kommt deshalb für ihn ungelegen.
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Greenkeeper10 am 20.12.2018, 13:31
Er kann ein großer werden seine Pässe in die Tiefe grandios
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klarerBlick am 20.12.2018, 13:37
hat mich bisher überzeugt

sicher besser als Sahin, Bargfrede oder Eggestein
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Rautenjungen am 20.12.2018, 14:04
Sehe ich auch so zumindest bei Sahin.
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WERDER2016 am 20.12.2018, 16:56
Alles in allem ein gutes Spiel vön Möhwald. Kritikpunkte: beim Gegentor trabt er Bittencourt leider nur hinterher. Mit einem ernergische Sprint hätte er diese Tor verhindert. Den Abpraller bei der einen Chance von Rashica kann man auch mal machen.
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wolfgramm am 20.12.2018, 17:08
Mit ihren Kritikpunkten haben Sie Recht.
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susanneundjens am 20.12.2018, 19:39
@werder2016: Ja, das stimmt. Im Mittelfeld sehe ich ihn aber als gute Kombination aus Sahin und Bargfrede. Von den dreien ist er für mich der kompletteste Spieler. Ich würde ihn mit Eggestein und Klassen auf Dauer in die erste Elf stellen.
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