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Rasenreport
11.01.2019
Die Werder-Highlights der Hinrunde

Einer, der auszog, das Fürchten zu lehren

© nordphoto


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Hell beleuchtet vom Flutlicht stand Philipp Bargfrede im Mittelkreis. Den Ball in der Hand, drei Wölfe zu seinen Füßen, die sich auf dem Rasen wälzten. Klar, es waren keine echten Wölfe, sondern Fußballer. Und bissig war vor allem einer gewesen: Bargfrede selbst. Doch es war diese Momentaufnahme, die diesen Abend im Weserstadion zu meinem persönlichen Highlight der Hinrunde machte – und Bargfrede zum Symbol des neuen Werder.

Es gab viel zu bejubeln beim 2:0 über Wolfsburg im Oktober 2018. Claudio Pizarro hatte gerade seinen 40. Geburtstag gefeiert, Johannes Eggestein feierte nach einer Pizarro-Vorlage sein Tor-Debüt in der Bundesliga. Und es gab die Unbesiegt-Serie Florian Kohfeldts, der noch kein Heimspiel verloren hatte. Dazu der starke Saisonstart, die Euphorie in der Stadt – all das gipfelte in diesem Moment, als Bargfrede eine Schneise durch das Wolfsburger Mittelfeld pflügte. Er grätschte nach rechts, blockte links und warf seinen Körper in die Zweikämpfe, erst gestoppt durch den Schiedsrichter, der den ungleichen Kampf beendete. Die Gegner am Boden, die Botschaft angekommen: Die Festung Weserstadion wird mit unbändigem Willen verteidigt. Für die Wölfe aus Niedersachsen gibt es an diesem Abend nichts zu holen, dafür würde Bargfrede sorgen.

Natürlich wissen wir, wie es in der Folge weiterging. Bargfrede verletzte sich, die Mannschaft rutschte in die erste kleine Krise. Aber geblieben ist das Bild vom erleuchteten Bargfrede im Mittelkreis. Bald steht er wieder auf dem Platz – bereit, seinen Kontrahenten das Fürchten zu lehren.

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