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Rasenreport
31.03.2019
Kruse und Rashica werden zum Traumduo

Eine stürmende Symbiose

© nordphoto


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Die Geschichte Werders ist prominent besetzt mit Pärchen, die besonders gut und besonders effektiv miteinander harmonierten. Mario Basler und Andreas Herzog, um in der jüngeren Vergangenheit zu beginnen. Claudio Pizarro und Ailton. Oder Miroslav Klose und Ivan Klasnic. Auf dem Platz stimmte die Chemie (neben dem Platz war das manchmal anders), und als Reaktion ergaben sich wundervolle Kombinationen und Tore.

Jetzt hat sich ein neues Pärchen gefunden. Am Sonnabend, beim 3:1 gegen Mainz, waren es Max Kruse und Milot Rashica, die einander suchten und fanden. Zunächst schickte Kruse Rashica mit einem wunderschönen Pass auf die Reise, den Florian Kohfeldt im Anschluss als „Weltklasse“ bezeichnete. Zum Abschluss war es umgekehrt, Rashica bediente Kruse, der zum entscheidenden 3:1 traf. Werder, so war es nach dem Spiel häufig zu hören, hat wieder ein Traumpaar: M & M, Max und Milot.

Es war nicht nur der Pass, den Kruse exakt in den Lauf Rashicas spielte, der die Harmonie zwischen beiden verdeutlichte. Dass Rashica in einem Moment, der nicht auf einen Angriff Werders hindeutete, richtig stand, erklärt einiges. „Ich weiß, dass Max diese Bälle spielen kann. Deshalb habe ich den Lauf hinter die Abwehr gemacht“, sagte Rashica später zur Entstehung des ersten Treffers. Es sei eine Mischung aus Intuition und einstudierten Abläufen: „Je länger wir zusammenspielen, desto besser kennen wir uns.“

Zwei, die einander brauchen

In der Biologie gibt es die Symbiose, wenn zwei ungleiche Lebewesen sich zum gegenseitigen Nutzen zusammenschließen. Werder hat, wenn man so will, eine stürmende Symbiose. „Max und Milot sind total unterschiedlich, harmonieren aber unglaublich gut“, sagt Martin Harnik. Kruse benötigt einen Spielertyp wie Rashica, weil der mit seiner Schnelligkeit die Räume besetzt, in die Kruse seine Pässe spielt. „Max ist keiner, der zehn Leute ausspielt und den Ball versenkt, er braucht jemanden wie Milot“, sagt Frank Baumann. Und Rashica braucht den richtig gespielten Ball, um seine Geschwindigkeit effektiv zu nutzen. „Milot hat so gute Laufwege, dass er von den Pässen seiner Mitspieler profitiert“, sagt Baumann. „Deshalb ergänzt sich das sehr gut.“

Die Frage ist, wie lange das neue Traumpaar miteinander tanzt. Oder ob es am der Saison schon wieder getrennt wird. Kruses Vertrag läuft aus, nach einer schnellen Entscheidung sieht es nicht aus. Zwar haben die Gespräche zwischen Baumann und Kruses Berater nach Informationen von Mein Werder bereits begonnen und laufen. In Absprache mit Kohfeldt liegt der Fokus des Kapitäns aber derzeit voll auf der Aktualität.

Weckt auch Rashica Interesse?

„Jeder Spieler spielt auch für sich selbst in diesem Geschäft. Aber jetzt sind wir in einer Phase, in der mir das egal ist. Jetzt wollen wir etwas erreichen“, sagt der Trainer. Kruse sagt, dass er noch nichts Konkretes sagen kann, weil sich noch Optionen ergeben könnten, die ihn zum Nachdenken zwingen. „Es gibt natürlich Sachen, die man sich anhören muss. Wenn so etwas kommen würde, müsste man sich damit beschäftigen“, so Kruse.

Auch für Rashica könnten im Sommer Angebote auf Baumanns Tisch landen, mit denen sich Klub und Spieler beschäftigen müssten. Acht Saisontore, sieben davon in der Rückrunde erzielt, sind gute Argumente. Spielertypen wie er sind begehrt und gesucht, die Kaufwut englischer Klubs sorgt immer wieder für Überraschungen. Aber auch für Rashica gelten Kohfeldts Worte: Jetzt gilt es, mit Werder die Chance zu nutzen, etwas zu erreichen. „Mein Job ist es, mich auf den Fußball zu konzentrieren“, sagt Rashica folgsam, und wehrt Fragen nach möglichen Wechselangeboten ab: „Darüber denke ich nicht nach. Da sind andere Leute zuständig, mein Berater, Frank Baumann.“

Es dürfte dauern, bis die Personalplanungen der kommenden Saison abgeschlossen sind. Bis es so weit ist, gibt es bestimmt noch einige symbiotische Momente.

walburga7 am 31.03.2019, 20:12
Man könnte als Mannschaft so zusammen bleiben und eine noch bessere Saison 19/20 spielen.
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Furioso am 31.03.2019, 22:39
Wenn wir es irgendwie schaffen, dass uns kein Stammspieler verlässt, dann wird die nächste Saison ein echter Knaller! Dann haben wir es nämlich noch in die CL geschafft💚 dann allerdings brauchen wir wieder mehr Spieler, gute am Besten😎
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