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Rasenreport
16.02.2019
Zu Pizarros Rekord-Tor

Eine Liebeserklärung an eine Legende

© nordphoto


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Claudio Pizarro ist ein Phänomen. Nun gut, das ist keine großartige Neuigkeit – und doch sorgt diese Märchenhaftigkeit, mit der dieser Peruaner den Spätherbst seiner Karriere vergoldet, für Erstaunen. Und ganz viel Freude. So wie jetzt in Berlin, wo der alte Mann mal eben mit einem Geniestreich die Alte Dame verärgerte. Noch einmal zur Erinnerung: Dieser charismatische Herr, der den Werder-Fans zum wiederholten Male das Leben versüßt, ihnen mit spielerischer Leichtigkeit den Kopf verdreht, ist 40 Jahre und 136 Tage alt. Das ist im Fußball ein schier biblisches Alter. Kein Torschütze in der langen Bundesliga-Historie war älter. Und genau das macht diese Geschichte so unglaublich. So einzigartig.

Denn Pizarro ist ein Zauberer. Er hebelt die Gesetze des Normalen aus. Das war schon so, als er noch ein junger Mann war. Seither gilt: Dort, wo Pizarro im Strafraum auftaucht, ist alles ein wenig anders. Es gibt kaum einen anderen Spieler, der derart elegant mit dem Ball umgehen und ihn zugleich so unorthodox im Tor unterbringen kann. Bei Werder schon gar nicht. Und darum wird er geliebt. Nicht nur in Bremen. Aber eben ganz besonders dort. Wenn es jemandem im deutschen Fußball gibt, der sich den Titel „Legende“ verdient hat, dann ist er es. Und zwar vollkommen zurecht.

Ein Fußballgott und Weltverbesserer

Claudio Pizarro genießt Heldenstatus, er wird regelrecht verehrt und zur Ikone verklärt. Es genügt, dass er sich von seinem Platz auf der Bank erhebt, um ein ganzes Stadion in Ekstase zu versetzen. Die Fans liegen ihm zu Füßen, tausendfach schreien und singen sie seinen Namen. Eine derartige Vergötterung kann schnell gefährlich werden, doch bei Pizarro ist alles anders. Ihm ist das alles nicht zugeflogen. Werders Rekordtorjäger hat über Jahre hinweg mit Leistung überzeugt. So wie er es auch jetzt tut. Er hat in menschlicher Hinsicht fast immer den richtigen Ton getroffen, sich zudem diese spielerische Kindlichkeit bewahrt und ein Lächeln parat, das die Welt ein kleines bisschen unbeschwerter erscheinen lässt.

So einen wie ihn, wird es so schnell nicht wieder geben. Nicht bei Werder. Und nicht anderswo. Man müsste im Grunde deshalb schon jetzt damit anfangen, Claudio Pizarro ein Denkmal zu bauen. Seit jeher steht der Roland im Schatten des Bremer Rathauses, dem Angreifer ist zuzutrauen, dass er das Wahrzeichen der Hansestadt irgendwann einmal ablöst. Zugegeben, das klingt reichlich unwahrscheinlich, fast wie im Märchen. Aber wenn es einer schafft, dann Claudio Pizarro.

Die ältesten Torschützen im Überblick:

1. Claudio Pizarro (Werder Bremen - 40 Jahre, 136 Tage)

2. Mirko Votava (Werder Bremen - 40 Jahre, 121 Tage)

3. Manfred Burgsmüller (Werder Bremen - 39 Jahre, 226 Tage)

4. Morten Olsen (1. FC Köln - 39 Jahre, 202 Tage)

5. Günter Sebert (Waldhof Mannheim - 39 Jahre, ein Tag)

Brandenburg03 am 16.02.2019, 22:42
Es war schon immer etwas besonderes ein Stürmer bei Werder Bremen zu sein, denn die ersten 3 waren ja bei Werder Bremen
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Pit88 am 16.02.2019, 22:45
Er ist einfach ein feiner Mensch- ganz unabhängig davon, dass er ein toller Fussballer ist. Eine ganz besondere Kombination. 👍💚
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Greenkeeper10 am 17.02.2019, 00:27
Sollte jetzt zum Ehrenbürger von Bremen ernannt werden bringt viel Sonne in die Herzen aller Fans
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Deltator1 am 17.02.2019, 09:43
Mein Kommentar ohne Pizza wäre der SVW nichts wert kein anderer Spieler kann das was Pizaro bringt im Moment bringen
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jamal0781 am 17.02.2019, 13:35
Pizza ist ist eine Rakete, keine Frage.Das soll aber nicht davon ablenken, dass das Spiel gestern wieder absolute Scheiße war.
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WERDER2016 am 17.02.2019, 16:21
Ich gönne Pizarro diese Tor von ganzem Herzen, das hat er sich mehr als verdient.

Auf der anderen Seite ist diese Geschichte bezeichnend für den derzeitigen Zustand des Teams: man kann mit einem Sieg Berlin hinter sich lassen und der Konkurrenz, die bereits vorgelegt hat, nacheilen, wenn man eine ordentliche Leistung zeigt - und diese hätte gestern gereicht. Dass dann der Metusalem dieses Kackspiel noch mit einem Punkt rettet, ist eine schöne Geschichte, spricht aber nicht für den überwiegenden Rest der Mannschaft.

Und noch eins: wenn man das Tor genau analysiert, ist es ein Eigentor. Lazarro geht aktiv mit der Hacke zu dem abgefäschten Ball, der wohl neben das Tor gekullert wäre. Die Regelhüter der DFL oder wo das sonst entschieden wird, werden das hoffentlich nicht mehr korrigieren. Pizarro wird noch 2 Buden machen in dieser Saison, dann ist er ältester, zweitältester und drittältester Torschütze der Liga, ein Trple sozusagen mit Gold, Silber und Bronze.
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