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Rasenreport
28.11.2018
Pavlenka im Mediengespräch

„Ein Spiel beendet noch keine Krise“

© nordphoto


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Vielen Grün-Weißen war die Erleichterung anzumerken, nachdem Werder dem SC Freiburg am vergangenen Sonntag in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt abgetrotzt hatte. Ludwig Augustinssons Ausgleichstreffer ließ bei Coach Florian Kohfeldt an der Seitenlinie die Emotionen förmlich herausplatzen, Kapitän Max Kruse sprach nach Abpfiff gar von einem „sehr guten Auswärtsspiel“. 

Besten Blick auf Werders Last-Minute-Ausgleich hatte ein Mann, der in den vorangegangenen 90 Minuten einiges dafür getan hatte, dass seine Mannschaft sich doch noch über einen Zähler freuen durfte: Jiri Pavlenka, mit acht teils höchst anspruchsvollen Paraden der Mann des Tages auf Seite der Bremer, war mit in den gegnerischen Strafraum geeilt. Wäre Augustinsson nicht zur Stelle gewesen, womöglich wäre er sogar an den Ball gekommen. Nach einem durchschnittlichen Start in die Saison sichert der Tscheche Werder wieder Punkte. Das möchte Pavlenka am Sonnabend (15.30 Uhr) beim Heimspiel gegen den FC Bayern München gerne wiederholen. 

Von Krisen und Serien

“Ein Spiel beendet noch keine Krise. Das macht erst eine Serie”, betonte der 26-Jährige während einer Medienrunde am Mittwochmittag. Ein Ausspruch, der durchaus zweideutig zu verstehen ist: Angesprochen worden war Pavlenka auf den 5:1-Erfolg der Bayern am Vorabend in der Champions League, als Benfica Lissabon mühelos auseinandergespielt werden konnte. Pavlenkas Botschaft: Vor diesem Rekordmeister muss man keine Angst haben. “Bayern ist nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor.” Und deswegen könnte es auch ein anderes Ergebnis geben als in den Jahren zuvor: Der letzte Werder-Sieg gegen die Münchner datiert aus dem September 2008.

Andererseits hat auch Werder an einer Serie zu knabbern: Seit vier Spielen ist man selbst in der Bundesliga sieglos. Der Punktgewinn in Freiburg war in diesem Zeitraum der einzige. Dank des starken Saisonstarts stehen die Bremer immer noch auf einem respektablen siebten Tabellenplatz, müssen nun aber gegen besser platzierte Kontrahenten nachlegen. Das Ziel hat sich dabei nicht verändert. “Wir brauchen die Punkte genauso wie Bayern, um im Europapokal zu spielen”, erklärte Pavlenka.

Geschmeichelt, aber nicht wechselwillig 

Das könnte dem Tschechen eines Tages vielleicht auch jenseits des Weserbogens gelingen: Mit seinen starken Paraden machte Pavlenka weit über die Bremer Stadtgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. Im Sommer machten etwa Gerüchte über ein Interesse des FC Barcelona die Runde. “Natürlich liest man so etwas gerne”, äußerte sich Pavlenka zu den Gerüchten um seine Person. Sorgen machen müssten sich die Fans jedoch nicht: “Ich hatte schon in der vergangenen Saison den Wunsch, in Bremen zu bleiben. Und zurzeit konzentriere ich mich auf meine Leistung und Werder.”

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