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Rasenreport
08.04.2019
Mäurer reagiert auf Kritik der DFL

„Ein schlechter Verlierer“

© Frank Thomas Koch


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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer sieht die Deutsche Fußball Liga (DFL) als „schlechten Verlierer“ und sie habe nichts dazugelernt, wie der SPD-Politiker dem WESER-KURIER auf Anfrage sagte. Zuvor hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“ nach dem verlorenen Streit um die Kostenbeteiligung von Fußballvereinen an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen heftige Kritik an Mäurer geübt und dessen Forderung nach einer bundeseinheitlichen Regelung strikt zurückgewiesen.

Wenn die DFL künftig einen Flickenteppich mit Gebührenordnungen in den Ländern verhindern wolle, solle sie endlich bereit sein, einen Solidarfonds aufzulegen, meinte Mäurer. Dabei könne die DFL zum Beispiel reiche und weniger reiche Vereine entsprechend ihrer Möglichkeiten an den Kosten beteiligen. Es gebe die unterschiedlichsten Modelle, die man sich vorstellen könne. „Aber offenbar ist der Begriff ,Solidarfonds‘ nicht im Wortschatz der DFL-Geschäftsführung vorhanden.“

Christian Seifert sagte, Bremen profitiere indirekt von den Gewinnen, durch seine Beteiligung an der Stadiongesellschaft. Mäurer hält dieses Argument für abwegig und die Behauptung für nicht haltbar. „Vielmehr geht es darum, gemeinsam erhebliche Lasten und Risiken zu tragen. Wenn jemand davon profitiert, dass die Stadt an der Gesellschaft beteiligt ist, dann ist das der SV Werder Bremen“, so der SPD-Politiker.

Der Aufforderung von Werders Sportchef Frank Baumann, zu helfen, kommt Mäurer im Gespräch mit dem WESER-KURIER nach. „Ich stehe zu meinem Wort. Ich bin bereit, mich umgehend mit den Verantwortlichen des SV Werder Bremen zusammenzusetzen, um mit ihnen ihre Vorschläge zu erörtern, wie sie ihre Interessen gegen die DFL durchsetzen können.“

m-zlotorzenski@t-online.de am 09.04.2019, 13:59
armselig seine Argumentation, will die Schulden der Stadt damit reduzieren, typisch für eine desolate SPD-Politik. Keine Berechtigung für Stadtstaat für Bremen !!!
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klube am 09.04.2019, 15:36
Ich verstehe Werder und die DFL da einfach nicht. Ihnen bleibt jetzt noch der Gang vor das Bundesverfassungsgericht. Das ist ihr gutes Recht. Aber Stand heute hat das Gericht entschieden, dass eine solche Kostenbeteiligung das gute Recht der Länder ist.

Und es gehört sich nicht jetzt gegen die Stadt Bremen nachzutreten, nachdem ein Gericht die Position der Stadt bestätigt hat. Wo bleibt da der Respekt vor unserem Rechtsstaat?

Diese Wertschöpfung über 300 Mio. von denen Seifert da spricht. Das ist ja kein Betrag der in die Kassen der Stadt fließt. Das umfasst z.B. die Umsätze die Gastronomie und Hotels durch Fußballtouristen machen die nach Bremen kommen. Umgekehrt profitiert aber Werder auch sehr stark davon, dass sich die Menschen in Bremen maximal mit dem Verein identifizieren. Diese Wertschöpfung wird also auch wieder an den Verein zurückgegeben! Stichwort Wonderwall, ohne diesen totalen Rückhalt der Menschen in Bremen wäre Werder 2016 wahrscheinlich runter gegangen. Und das hätte ein vielfaches gekostet!

Jetzt also zu argumentieren, dass es eine Frechheit der Stadt ist, trotz einer allgemeinen Wertschöpfung die Rund um Werder entsteht Gebühren zu erheben, das ist wirklich scheinheilig und unsachlich!
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alanya_fuchs am 09.04.2019, 20:14
klube am 09.04.2019, 15:36
Ich verstehe Werder und die DFL da einfach nicht. Ihnen bleibt jetzt noch der Gang vor das Bundesverfassungsgericht.

Werder ist da raus, weil Mäurer ausschliesslich die DFL verklagt hat.

Die Wertschöpfung fliesst durchaus an die Stadt, z.B. durch zu zahlende Steuern auf Umsätze und Löhne.
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klube am 10.04.2019, 08:46
Nein, Werder ist leider nicht raus. Die DFL hat angekündigt die Rechnung der Stadt Bremen zu 100% an Werder weiterzuleiten. Werder wird sich nun also mit der DFL auseinandersetzen müssen, vielleicht auch juristisch, um nicht die kompletten Kosten tragen zu müssen.

Und ja, ein Teil der Wertschöpfung fließt auch wieder an die Stadt zurück. Jetzt kommt aber das große Aber: Die Stadt hat natürlich auch Kosten durch Werder! Es werden ja nur Gebühren für die 2-4 Hochrisikospiele pro Saison weiterberechnet. Für die restlichen (mit Pokal) 13-17 Spiele pro Saison muss die Stadt aber auch für die öffentliche Ordnung sorgen. Das machst du auch nicht mit 10 Polizisten. Diese Kosten bleiben komplett bei der Stadt.

Und: Die Wertschöpfung die die Wirtschaft in Bremen durch Werder generiert kommt natürlich auch Werder wieder zu gute. Die Angestellten im Hotel die Ihr Gehalt zum Teil dadurch verdienen, dass Fußballfans bei Ihnen übernachten, die gehen dann vielleicht selbst ins Weserstadion oder kaufen Fanartikel oder haben das Sky-Abo und bringen das Geld damit wieder zurück zu Werder.

Diese 300 Mio. Wertschöpfung sind also mit nichten eine Größe die man den Gebührenbescheiden 1:1 entgegenrechnen kann. Das ist Äpfel mit Birnen verglichen!
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Marko am 09.04.2019, 19:11
So sieht also SPD-Politik in Sachen Fußball aus. Ok , ich wußte ja das mit dem Mäurer es keinen normalen Beschluss geben wird,aber das dieser sich dann noch so hinstellt und sich selbst auf die "Schenkel klopft das, Zeigt mir das dies genau diese am Spielfeldrand in der Kindheit gestanden haben ,weil,Sie KEINER Gewählt hat.
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