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Rasenreport
17.01.2019
Bargfrede vor Rückkehr in Startelf

Ein Phänomen für mindestens 70 Minuten

© nordphoto


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Florian Kohfeldt wirft nun wahrlich nicht mit Superlativen um sich, für Philipp Bargfrede macht er dann aber doch eine Ausnahme. "Er ist für mich ein Phänomen", adelte Werders Coach seinen Mittelfeldmann am Donnerstag. Dabei ging es jetzt erst einmal nur bedingt um die sportlichen Qualitäten des 29-Jährigen, sondern eher um dessen körperlichen Zustand. "Ich bin grundsätzlich ein Verfechter von ausreichend Spielpraxis und einem gewissen Rhythmus, aber Bargi ist da eine absolute Ausnahme", sagte Kohfeldt. "Er kann ein halbes Jahr verletzt sein und spielt, als hätte er keine Partie verpasst.“

Zuletzt hat Bargfrede nicht ganz so lange pausieren müssen, Achillessehnenprobleme sorgten aber immerhin dafür, dass er seit dem 25. November fehlte. Am Sonnabend gegen Hannover 96 (15.30 Uhr) winkt nun die Rückkehr. Hinter seinem Einsatz steht allerdings ebenso ein Fragezeichen wie bei dem einen oder anderen Spieler auf der einen oder anderen Position. Immerhin, für Bargfrede gilt: „Er könnte von Anfang an spielen, 70 Minuten hat er auf jeden Fall drin“, sagte Florian Kohfeldt. Im Kader stehe er auf jeden Fall, die jüngsten Belastungstests unter der Woche seien allesamt gut verlaufen.

Veljkovic oder Langkamp? Oder beide?

Sollte Bargfrede tatsächlich auf die Sechserposition zurückkehren, muss er sich eventuell auf verändertes Personal in seinem Rücken einstellen. Über weite Teile der Hinrunde war das Zentrum der Viererkette nicht einmal für den Ansatz einer Diskussion geeignet. Abwehrchef Niklas Moisander war ohnehin gesetzt, an Nebenmann Milos Veljkovic führte auch kein Weg vorbei. Doch dann musste der Serbe auf der Zielgeraden des Jahres dreimal wegen einer Hüftverletzung passen, was Sebastian Langkamp zu nutzen wusste. Erst am 17. Spieltag gegen Leipzig kehrte Veljkovic in die Startelf zurück – allerdings auch, weil Moisander verletzt ausfiel. Der Nimbus der Unantastbarkeit, er bröckelte weiter, weil Konkurrent Langkamp nicht nur solide agierte, sondern auch in Südafrika gefiel. Unter anderem in der Startelf bei der Generalprobe gegen Bidvest Wits (2:2) vor einer Woche. Nicht grundlos sagte Kohfeldt danach: „Wenn wir heute gegen Hannover gespielt hätten, hätte auch Basti begonnen.“

Knapp sieben Tage später sieht die Welt in der Defensive schon wieder etwas anders aus. Milos Veljkovic darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz gegen die Niedersachsen machen. Ein gutes Gefühl für den 23-Jährigen, der sich zuletzt durchaus hatte umstellen müssen, wie Florian Kohfeldt registriert hat: „Es hat sich in der Vorbereitung gezeigt, dass sich Milos erst damit arrangieren musste, dass er nicht einfach eine Einsatzgarantie hat“, meinte Werders Cheftrainer. In der Folgezeit habe Veljkovic aber genau die richtige Reaktion gezeigt. Auch er habe ein „sehr gutes zweites Testspiel“ abgeliefert, was im Umkehrschluss bedeutet: „Er macht mir die Entscheidung sehr schwer.“

Allerspätestens am Sonnabend will sich Kohfeldt entscheiden, wen er aufbietet. Ein Hintertürchen hält er sich allerdings bereits jetzt schon offen, da der Gegner häufig mit einer Dreierkette agiert. „Das ist auch für uns eine Option“, sagte der Bremer Coach. „Es könnte also sein, dass beide spielen.“

Auch im Angriff tobt der Konkurrenzkampf

Bleibt die Offensive. Auf wen wird Florian Kohfeldt dort setzen. Johannes Eggestein? Vielleicht sogar Josh Sargent? „Beide haben den Spielern, die bisher gespielt haben, sehr viel Druck gemacht und es sich verdient, in der Startelf zu stehen“, meinte Kapitän Max Kruse zur Leistung seiner Kollegen, der sich aber vor allem über den daraus resultierenden Konkurrenzkampf freue. Die Aufstellung, die mache am Ende ohnehin immer der Trainer. „Johannes hat sich offensiv und defensiv sehr gut entwickelt und ist deshalb immer wieder ein Startelf-Kandidat“, sagte dieser kurz darauf.

Bei Sargent gestalte sich die Situation etwas anders: „Er hat zuletzt noch mal richtig Fahrt in seine Entwicklung gebracht“, sagte Kohfeldt. „Sein Anspruch muss es jetzt sein, immer wieder in den Kader zu kommen. Er kämpft dafür und muss diesem Anspruch jetzt gerecht werden.“ Allerdings gibt es da ja auch noch seine Mitspieler. „Martin Harnik hat bärenstark trainiert, Claudio Pizarro will seinen Platz nicht abgeben und Yuya Osako kommt demnächst vom Asien-Cup zurück. Die jungen Spieler müssen sich also weiterhin extrem reinhauen.“

Die Umfrage zum Hannover-Spiel gibt es hier: 

fred01 am 17.01.2019, 15:50
Endlich ist unser. Weltmeister wieder fit, nun geht es nur noch bergauf.
Mit Baggy ist jetzt auch noch Platz 1-3 drin.
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wolfgramm am 17.01.2019, 17:16
Das macht @Sweetwater besser....
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HSV am 17.01.2019, 18:44
Philipp ist leider nicht fit. Er hat keine Spielberechtigung. Es dürfen nur Topfitte Spieler eingesetzt werden. Es ist eine Demütigung aller die täglich am Training teilnehmen. Lasst endlich die Jugend ran. Die punkteausbeute der letzten 9 Spiele sind sensationelle 5 Pünktchen. Bei einer weiteren Niederlage geht wohl wieder gegen den Abstieg.
Viel Glück Herr Professor Kohfeldt
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WERDER2016 am 17.01.2019, 20:48
Ganz genau: 5 Punkte aus 9 Spielen ist viel zu wenig. Aber in diesen Spielen hat eben auch Bargfrede gefehlt.
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delles.wiki am 18.01.2019, 00:47
Alle Statistiken sprechen für Bargi, und das nicht erst seit dieser Saison. Zweikampfstark, passsicher, hohes Antizipationsvermögen und ein gutes Auge, wobei letztere beiden Eigenschaften die vielleicht fehlende Schnelligkeit kompensieren. Eigengewächs und Integrationsfigur ohne Allüren. Chapeau, Philipp Bargfrede, da können die kratzbürstigen Foristen unken wie sie wollen, der Leistungsträger ist zurück!
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Sweetwater am 18.01.2019, 08:55
Welch eine frohe Botschaft! Er ist wieder da! Wie "Phönix aus der Asche" kommt das "Phänomen" zurück, um den gewogenen Anhang zu verzücken. Für mich ist Werders geniale Abräumer und Antreiber auf der 6 einer der besten defensiven Mittelfeldspieler auf diesem Planeten. Eine Augenweide wie filigran und technisch versiert er dem Gegner spielerisch den Ball abnimmt, um anschließend in höchster Umschaltgeschwindigkeit die eigenen Offensivkräfte passgenau zu bedienen. Dazu eine Beweglichkeit, bei denen selbst die Künstler des Chinesischen Zirkus staunend Anschauungsuntericht nehmen und gegen den ein Nuri Sahin in seiner Flexibilität eher an eine Bahnschranke erinnert.
Ich, der selbst mein größter Kritiker bin, muß nun ein wenig zurückrudern. Jetzt, wo der von einigen Foristen so jovial genannte "Bargi" wieder seinen Dienst antritt, wird Werder mit hoher Wahrscheinlichket wieder zum Licht geführt. Denn selbst der sonst so zurückhaltende Herr Kohfeldt sieht sich ausnahmsweise genötigt, nicht mit Superlativen zu geizen. Und auch ich, der bei dieser Nachricht vor Freude und auch Demut über die Rückkehr des Herrn Bargfrede seinem Tränenfluß freien Lauf ließ, sage auch mal kumpelhaft in Richtung Herrn Bargfrede: toi, toi, toi Philipp, mögen wir uns alle nun an Ihren Spiel erquicken und noch viel wichtiger, mögen Sie viele Monde mehr verletzungsfrei bleiben, denn Sie sind zumindest für mich die tragende Säule, um Werder aus den fiesesten Gefilden zurück an die Spitze zu führen.
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delles.wiki am 18.01.2019, 14:24
Da haben Sie sich ja wieder einen aus der Tastatur gequält. Wenn nur diese leidigen Fremdwörter nicht wären! Vielleicht sollten Sie sich mal die Mühe machen, gelegentlich, wenn Sie sich nicht sicher sind (...), ach was, auch wenn Sie meinen, sich ganz sicher zu sein, doch lieber nochmal nachzuschlagen. Das ist ja ein immerwährendes Fettnäpfchen, in das Sie da treten. Womöglich denkt noch jemand, Sie wären ein Blender. Das wollen Sie doch ganz sicher nicht!
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