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Rasenreport
06.12.2018
Langkamp und Friedl

Ein ganz besonderes Spiel für ein ganz besonderes Duo

© nordphoto


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Es gibt einen einfachen Grund dafür, warum Florian Kohfeldt den Fußballprofi Sebastian Langkamp besonders schätzt. Sebastian Langkamp ist ein Führungsspieler und als Typ so gefestigt, dass er kein Problem damit hat, einen Fehler zuzugeben. Am Donnerstag auf Werders Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf hat der Spieler ein schönes Beispiel dafür gegeben.

Sebastian Langkamp wird am Freitag (20.30 Uhr) gemeinsam mit Marco Friedl die Innenverteidigung von Werder bilden. Als die beiden zum letzten Mal in einem Bundesliga-Spiel von Beginn an zusammen verteidigt haben, verlor Werder mit 2:6, gegen Leverkusen war das, man erinnert sich. Nun hätte Langkamp Ausreden dafür finden können, dass das Leverkusen-Spiel so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Langkamp hätte zum Beispiel auf Friedl zeigen können, der bei den drei Gegentoren der ersten Halbzeit nicht gut ausgesehen hatte und vom Trainer zur Pause ausgewechselt worden war. Stattdessen sagte Langkamp aber: „Ich gebe mir eine große Teilschuld dafür, dass es gegen Leverkusen nicht geklappt hat. Wenn ein 30-Jähriger neben einem 20-Jährigen spielt, dann gilt es, besser zu kommunizieren.“

Langkamp ist der 30-Jährige, Friedl der 20-Jährige – und gegen Düsseldorf soll nun alles besser werden. „Es geht für uns beide auch um persönliche Wiedergutmachung“, sagte Langkamp. Tatsächlich hat es die Aufgabe, die Werder am 14. Bundesliga-Spieltag gestellt wird, in sich. Es kommt zwar „nur“ Fortuna Düsseldorf, also der Aufsteiger und aktuelle Tabellenletzte. Aber Werder muss gegen diesen Gegner mindestens auf die halbe Abwehr verzichten. Wenn Ludwig Augustinsson nicht rechtzeitig fit wird, fehlen sogar drei von vier Stammspielern aus der letzten Reihe.

Kohfeldt sieht Risiko in Sachen Abstimmung

Florian Kohfeldt gab am Donnerstag zu, dass besonders die Innenverteidigung „natürlich ein Bereich ist, in dem man ungern wechselt, er lebt von seiner Eingespieltheit“. Das Abwehrzentrum macht die Mitte dicht, dort, wo sich in der Regel die Torjäger des Gegners besonders gern bewegen. Und aus dem Abwehrzentrum heraus wird in der Regel auch das eigene Spiel aufgebaut. Der gegen Düsseldorf gesperrte Niklas Moisander gilt darin als Meister, und der verletzte Milos Veljkovic versucht es mit seinen langen Pässen auch sehr häufig.

Jetzt springen Langkamp, vier Einsätze in dieser Saison, und Friedl, zwei Einsätze, ein. „Das ist ein Risiko in Sachen Abstimmung und Eingespieltheit“, sagte Kohfeldt. Allerdings kennen sich Langkamp und Friedl fußballerisch trotzdem ganz gut, vor allem durch unzählige Trainingseinheiten, denn im Training spielen sie – notgedrungen, weil sie zweite Wahl sind – oft im B-Team Seite an Seite. „Wir wissen um unsere Stärken und Schwächen im Miteinander“, sagte Langkamp.

Fortuna Düsseldorf wird vermutlich mit Dodi Lukebakio angreifen, Lukebakio hat sich vor allem durch seine drei Tore gegen die Bayern einen Namen gemacht. „Der kann gefährlich werden“, sagte Kohfeldt, „er hat eine gute Geschwindigkeit.“ Werder dagegen hatte zuletzt in der Vor- und Rückwärtsbewegung ein Geschwindigkeitsdefizit. Moisander und Veljkovic sind nicht die schnellsten Abwehrspieler im Werder-Kader. Das sind nach Einschätzung des Trainers Friedl und Langkamp, „gemessen am Gegner haben wir die schnellsten Innenverteidiger auf dem Platz“, sagte Kohfeldt, „und das ist bestimmt kein Nachteil bei der Konterstärke des Gegners.“ Jetzt muss das Duo dies nur noch bestätigen.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

fh_king am 06.12.2018, 18:18
Die Aussage, man habe die schnelleren IVs auf dem Platz, kann eine Andeutung Richtung 3er-Kette sein...
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