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19.05.2019
Werders Lehren der Saison

Die Suche nach zwei Punkten

© imago images


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Florian Kohfeldt kennt sich nur zu gut. Er weiß, dass es auch ihm so gehen wird. Vielleicht beim Grillen oder bei einem Strandspaziergang. Oder „auf einer Liege“, wie er sagt, da werde auch er sich „das ein oder andere Mal dabei ertappen, wie ich mich auf die Suche nach diesen fehlenden Punkten mache“. Er kann jetzt schon einige Momente aus dieser Saison aufzählen, wo eine einzige Szene vielleicht ein oder zwei Zähler mehr hätte bedeuten können. Hier ein Pfostentreffer, dort eine Rettungstat auf der Linie. Solche Sachen. „Aber diese Suche nach den beiden Punkten bringt uns nichts“, sagt Werders Cheftrainer.

53 Zähler erreichte sein Team nach 34 Spieltagen. „Das ist ein Brett“, meint Kohfeldt, „darauf können alle stolz sein“. Diese Ausbeute hätte in so manchem Jahr das Ticket nach Europa bedeutet. Diesmal nicht. Maximilian Eggestein erinnert daran, dass „vor der Saison jeder diese 53 Punkte genommen hätte“ und findet es „schade, dass es trotzdem nicht gereicht hat. Damit werden wir sicherlich noch ein, zwei Tage zu kämpfen haben. Aber in der nächsten Saison geht es weiter“.

Und zwar „wieder ambitioniert“, wie Kohfeldt schon eine Stunde nach Abpfiff des letzten Spieltages ankündigte. Auch wenn er kurz schmunzeln musste, dass sein Führungsspieler Niklas Moisander wenige Minuten zuvor bereits so trotzig wie angriffslustig „Europa“ als Ziel für die Saison 2019/20 ausgerufen hatte. Kohfeldt: „Das ist das Privileg als Spieler, da kann man sehr impulsiv Aussagen treffen. Als Trainer sollte man sich zurücknehmen. Wir werden es halten wie im vergangenen Jahr: Wir werden den Kader zusammenstellen und uns dann ein ambitioniertes, aber durchaus auch realistisches Ziel setzen.“ Denn eines müsse man im Rückblick klar sagen, betont der Trainer: „Dieses Ziel Europa war nur in ganz wenigen Momenten eine Belastung für uns, in vielen Momenten war es ein Ansporn, immer wieder zurückzukommen.“

Zu viele Punktverluste gegen Kellerklubs

Dass es denkbar knapp nicht reichte, lag vordergründig an zwei Faktoren. Zum einen daran, dass Werder am letzten Spieltag von der Konkurrenz abhängig war. Hoffenheim patzte tatsächlich wie erhofft in Mainz, dafür kam Augsburg aber überraschend deutlich mit 1:8 in Wolfsburg unter die Räder, was alle Bremer Hoffnungen zerstörte. Kohfeldt nahm dieses Resultat „in der Höhe erstaunt wahr“, sauer auf Augsburg will er aber nicht reagieren. „Wenn man sich wie wir in die Situation begibt, dass man von anderen abhängig ist, dann ist das einfach blöd.“  Das 1:8 müssten „die Augsburger mit sich selber ausmachen“, sagt der Trainer, „von mir wird da nichts kommen“.

Den zweiten Faktor für Werders knappes Scheitern im Kampf um Europa erklärt Moisander so: „Wir haben uns gut entwickelt, aber wir haben das Problem, dass wir gegen Mannschaften wie Hannover und Nürnberg zu viele Punkte verloren haben.“ Wenn man so will, sorgte vielleicht schon der 25. August dafür, dass Werder am Ende vergeblich auf Schützenhilfe hoffen musste. Schon jenes 1:1 am ersten Spieltag gegen den späteren Absteiger Hannover kostete die zwei Punkte, die heute fehlen. Gegen Nürnberg, Stuttgart und Düsseldorf lief es nicht viel besser. Kohfeldt will das zum zentralen Bestandteil der Saisonanalyse in dieser Woche machen, wobei das Hadern „mit einzelnen Ergebnissen nicht hilfreich“ sei. Es geht mehr ums Grundsätzliche. Denn Werder schlug reihenweise Topteams der Liga, ob Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg, Leipzig, auch Dortmund im Pokal. Kohfeldt: „Ist das eine mentale Sache, weil diese Teams in der Tabelle weiter oben stehen? War da bei den Jungs eine andere Anspannung? Das könnte eine Argumentation sein. Persönlich glaube ich: nein.“

Auch Sportchef Frank Baumann sagt mit Blick auf die fehlenden Punkte gegen die Kellerkinder: „An der Einstellung und der Mentalität hat es definitiv nicht gelegen, denn das hat die Mannschaft gezeigt, dass sie da top ist.“ Deshalb geht die Analyse der Werder-Macher nun tiefer. Kohfeldt will Dinge finden, „die systematisch nicht so geklappt haben. Denn es ist wichtig, dass wir weiter unser Spiel verbessern. Dazu müssen wir sehen, welche Merkmale es uns schwer gemacht haben.“ Eindeutig war es für Werder gegen tief stehende Gegner schwieriger, das lässt sich schon vor der Analyse sagen. Gegen die Spitzenteams der Liga, die agierten und dadurch Räume boten, tat sich die Mannschaft leichter.

Mit Füllkrug neuer Stürmertyp im Kader

Kohfeldt nennt es „die Art und Weise von Fußball“,  auf die man besser reagieren müsse, und verweist auf die ersten Veränderungen bei der Kaderplanung, die genau damit zu tun hätten: „Jetzt haben wir Niclas Füllkrug geholt. Da erwarte ich schon, dass wir einen anderen Stürmertypen im Kader haben, als wir ihn bislang hatten.“ Nämlich einen, der im gegnerischen Strafraum Präsenz zeigt und Qualitäten als Abschluss-Spieler in der Box besitzt. Der also hilft, tief stehende Gegner zu knacken und in diesen Spielen mehr Punkte zu holen. Einen Claudio Pizarro in jung, wenn man so will, denn im vergangenen Sommer ließen Werders finanzielle Möglichkeiten es nicht zu, auch diese Lücke im Kader mit einem Spieler zu beheben, der regelmäßig in der Startelf agieren kann. Auch deshalb musste Pizarro viel öfter als gedacht ran, nämlich in 26 Spielen. Oft kam er nach der Pause, um eine Partie noch zu drehen.

Wobei Kohfeldt aber wichtig ist, diese verständliche Streben nach Mehr und nach Besser und Weiter schon lange vor dem Start der neuen Saison zu relativieren: „53 Punkte – das ist schon eine stolze Zahl. Wir bewegen uns jetzt so langsam auf einem Niveau, wo wir keine großen Sprünge mehr erwarten dürfen. Aber wir werden trotzdem weiter an uns arbeiten.“ Denn Profifußball ist letztlich ein gnadenloser Ergebnissport. „Wir müssen einfach schauen, dass wir nächste Saison noch mehr Punkte holen“, meint Baumann, „aber das wird nicht leicht“. Zunächst überwiegt jedoch der „Stolz auf diese Saison und all ihre besonderen Momente“, wie Moisander betont: „Man darf nicht vergessen, dass wir die letzten beiden Jahre im Abstiegskampf waren. Es war ein Schritt nach vorne. Wir haben nie aufgehört, immer unser Bestes gegeben.“

Gästetrainer Ralf Rangnick hatte vor der Partie im Interview mit Mein Werder erklärt, Werder und das gesamte Umfeld seien in dieser Saison „wach geküsst“ worden. Ein stimmiges Bild. Deshalb unterstreicht auch Baumann nach Abpfiff der Spielzeit: „Wir können dennoch zufrieden sein mit der Saison, wie wir zusammengehalten und bis zum Schluss um unser Ziel gekämpft haben. Die Mannschaften, die vor uns rangieren, haben mehr und größtenteils sehr viel mehr Möglichkeiten. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten. Wir werden uns richtig gut vorbereiten und nächstes Jahr wieder angreifen.“ Damit es, wenn möglich, nicht mehr an zwei fehlenden Pünktchen liegt, ob man feiern darf oder eben nur stolz sein kann. Und man auch nicht mehr darauf angewiesen ist, dass die Konkurrenz am letzten Spieltag eben nicht mit 1:8 untergeht. 

Wer war euer „Man of the Match“ gegen Leipzig?

alanya_fuchs am 19.05.2019, 09:26
Am letzten Spieltag fehlen die verschenkten Punkte vom ersten Spieltag. Das kann man durchaus so sehen.
Vielleicht reichen in der nächsten Saison 53 Punkte für Europa, also erst einmal die Leistung bestätigen und dann sehen, was noch geht.
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NickNameless am 19.05.2019, 10:35
Dass kann man überhaupt nicht so sehen!

Am 25. August stand weder fest, dass Werder die Punkte zum erreichen eines EL-Platzes benötigt, noch das 96 absteigen wird.

Am 1. Spieltag sind alle mit 0 Punkten und 0:0 Toren angefangen und wollten Antworten auf die Frage, wie gut die Vorbereitung verlaufen ist und taktische Vorgaben mit dem vorhandenen Personal umgesetzt werden. (Schließlich sind Transfers zu dem Zeitpunkt ja meist auch noch möglich.)

Am Ende der Saison also zu sagen, dass man an den ersten fünf, sechs Spieltagen Punkte gegen "Absteiger' liegen lässt, halte ich für Quatsch.

Nichtsdestotrotz gehört 96 natürlich zu den Mannschaften, die in der Vorsaison auch nicht um Klassen besser war als Werder und die man - gerade Zuhause - auch schlagen muss!

Viel schlimmer finde ich, wie man sich eine Serie und das damit erarbeitete Selbstvertrauen in einem - als Höchststrafe auch noch - Heimspiel so kaputtschießen lässt. In meinen Augen hat man in den Spielen nach der Leverkusen-Klatsche ein besseres Saisonergebnis verspielt. Unabhängig davon, wie die Gegner hießen!
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alanya_fuchs am 19.05.2019, 10:44
Am 1. Spieltag sind alle mit 0 Punkten und 0:0 Toren angefangen

Wenn das man nicht 3 € kostet. 😁
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Altobelli am 19.05.2019, 10:19
Man konnte allerdings auch sehr gut beobachten, dass die Mannschaft in der Hinrunde noch nicht so gefestigt aufgetreten ist wie in der Rückrunde. Gerade zum Saisonbeginn musste man sich noch finden. Aber das Team ist reifer geworden. Ich denke nicht, dass man Spiele wie in Leipzig oder daheim gegen Hoffenheim in der Rückrunde noch verloren bzw. nur unentschieden gespielt hätte.
Und es gab eigentlich nur im Heimspiel gegen Leverkusen eine richtige Klatsche, weil man dort nach dem 2-3 Anschlusstreffer zu kopflos gespielt hat.

Meine Hoffnung ist, dass Füllkrug gut einschlägt. Es fehlt in der Mitte einer, der mal eine hohe Flanke verwerten kann und mal zwei Gegenspieler bindet. Viele Flanken von den Außenbahnen finden im Zentrum keinen Abnehmer.
Gerade gegen die vermeintlich "Kleinen" wie in dieser Saison Nürnberg, Hannover und auch Stuttgart hat man sich ja doch sehr schwer getan. Letzten Endes hat man gegen diese Teams die Punkte liegenlassen, die am Ende für Europa gefehlt haben. Sei's drum!
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delles.wiki am 19.05.2019, 12:08
Ja, gerade gegen die sogenannten "Kleinen", die tiefstehend die Angriffe erwarten, ist eine "Kante" vorne drin wichtig. Von daher macht der Transfer Füllkrugs Sinn. Aber auch, wenn er Platz vor sich hat, das hat er letzte Saison in Hannover gezeigt, ist er richtig gut. Das ist ein spannender, wenn auch nicht ganz günstiger, Transfer.
Mal gucken, wie der Kader dann schlussendlich zu Saisonbeginn aussieht. Werder wird die nun fehlende Qualität Max Kruses auffangen müssen, insbesondere als Ideengeber und Mann der überraschenden Momente. Aber vielleicht wird ja noch einer mit kreativem Potential geholt bzw. müssen auch jetzt andere in die Verantwortung und den nächsten Entwicklungsschritt machen (mal gucken, was mit Schmidt passiert, der ja offenbar eine richtig gute Runde in Wiesbaden gespielt hat). Im Übrigen wird das Trainerteam die schon gut anleiten und begleiten, da bin ich zuversichtlich.
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Greenkeeper10 am 19.05.2019, 11:09
Ich meine, die Punkte aus dem Nürnberg Spiel, zweimal kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert, fehlen und tun jetzt weh.
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NiDre520 am 19.05.2019, 12:40
Die liegen im Kölner Keller...
Der (nicht) Elfmeter in Dortmund hätte zum Ende hin den Europapokal gesichert...

Trotzdem fehlen zu viele Punkte... Nürnberg, Düsseldorf...
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Frank1969 am 19.05.2019, 13:37
Habe ich mir heute auch schon gedacht.... Das war ein klarer Elfer. Mit zwei Punkten mehr wären wir sicher in der Gruppenphase der Euroleague gewesen.
Die verschenkten Punkte gegen Nürnberg und Stuttgart Schmerzen am meisten. Düsseldorf hat eine bärenstarke Saison gespielt. Keine Schande dort zu verlieren aber1:4 hätte dennoch nicht sein müssen.
Niederlagen in Mainz und Stuttgart waren überflüssig....
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Frank1969 am 19.05.2019, 13:33
Es ist ja nicht so, dass alles auf links gedreht werden muss. Das Fundament steht. Der Kader muss noch hie und da sinnvoll ergänzt werden.
Habe schon mal erwähnt dass nach Kruses Abgang ein anderer Fussball gespielt werden kann. Athletischer und schneller. Ich würde nach einem 6er schauen plus Innenverteidiger. Offensiv können wir Max durch das Kollektiv ersetzen. Spielerische Substanz ist vorhanden. Kruse kann man nicht 1:1 gleichwertig ersetzen. Er war die letzten drei Jahre unser herausragender Offensivspieler
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delles.wiki am 19.05.2019, 13:56
Max hat sich oft fallen lassen müssen, um von hinten heraus das Spiel zu machen. Teilweise war er ja sogar die erste Anspielstation für Pavlenka. Ich denke, fehlende Athletik und Schnelligkeit in Werders Spiel kann man Max Kruse am wenigsten ankreiden. Manches Mal war er mit seinen überraschenden und öffnenden Pässe derjenige, der erst Schnelligkeit und Zug in Werders Spiel brachte. Sicherlich hat er auch das eine oder andere Mal den Ball länger gehalten, aber das lag mit Sicherheit nicht an seiner fehlenden Qualität oder daran, dass er das Spiel verschleppt hätte. Zuständig für die Pässe sind schließlich auch die, die die entsprechenden Laufwege machen. Es ist für Werder ein großer Verlust, den aufzufangen eine große Herausforderung darstellen wird. Er hat Verantwortung für den Spielaufbau übernommen und kann nicht gleichzeitig vorne in Regelmäßigkeit die Buden machen.
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delles.wiki am 19.05.2019, 14:55
@Frank1969

Womit ich Ihnen recht gebe ist, dass sich Werder wird, wie so oft nach dem Abgang großer Spieler, neu erfinden müssen. Wenn das dann dazu führt, dass das Spiel athletischer und schneller wird, wäre das natürlich schön. Letztlich hängt es aber an der Qualität der Spieler und der Weg zu einer solchen idealen Spielweise wäre meiner Ansicht nach mit Max Kruse deutlich einfacher gewesen als ohne ihn. Orientiert man sich an den Besten, muss man sagen, dass es schlicht atemberaubend war, was zuletzt Barca und Liverpool auf den Rasen gezaubert haben. Grundschnelligkeit, Handlungsschnelligkeit, Zweikampfstärke, technisches Vermögen, das ist wahnsinnig, was die Spieler in der Weltspitze heute leisten.
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Johnny_Lawrence am 19.05.2019, 14:11
Es gab viele Gründe warum es am Ende nicht gereicht hat.
Mit Verwunderung stelle ich bei den Artikeln über Werder fest, dass stets über die Offensive und dort nötige Verstärkungen geredet wird. Viel wichtiger sind mMn die nötigen Verstärkungen in der Defensive. Davon mache ich es abhängig wohin die Reise bei Werder geht, nach oben oder nach unten. Die IV werden nicht jünger, Werder ist da mMn dünn besetzt. Ferner ist ein große Problemstelle mMn die 6er Position. Bargfrede fällt mal wieder länger aus und es hat sich gezeigt, dass man nicht mit ihm über einen längeren Zeitraum planen kann. Scheinbar ist sein Körper nicht gemacht für Leitungssport.
Mit Kruse geht der Dreh-und Angelpunkt in der Offensive. Trotzdem hat Werder mMn noch viel Qualität in der Offensive. In der Defensive wiederum nicht und genau da braucht es mMn dringend Verstärkungen.
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Trooper am 20.05.2019, 18:10
Sehe ich ähnlich. Mindestens ein IV, wenn nicht zwei wären gut. Moisander wird 33, Vejlkovic stagniert, Langkamp wird 32 und ob Friedl wirklich Stammspieler wird zeigt sich erst noch.
Und auf der 6 sieht es mit Bargfrede und Sahin ähnlich aus. Einzig auf Eggestein zu setzen, der als 8er auch noch wertvoller ist derzeit ist nicht gut...
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sefinho am 19.05.2019, 14:55
Um die fehlende 2 Punkte zu suchen, muss man nicht so weit zurück. 32. Spieltag gg BVB, wird der Elfer gegeben, haben wir die 2 Punkte. Aber selbst die wären nicht ausreichend, da das Torverhältnis nicht gestimmt hat.
In den letzten Jahren waren 50+ Punkte stets austeichend für die EL.
Wir können jetzt in die Vergangenheit und diese Punkte suchen, oder die Fehler, die diese verursacht haben. Das hat Kohfeldt gut gesagt, analysieren, daraus lernen, in Zukunft es besser machen.
Unter dem Strich bleibt fest zu halten, es hat nicht sein sollen.
Vielleicht war es auch gut so. Man hat in den Wochen der Doppelbelastung gemerkt, dass die Mannschaft am WE darauf nicht so frisch wirkte.

Jetzt heist es, weiterentwickeln, Leistung bestätigen und nächste Saison den Stier von Anfang an bei den Hörnern packen...
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Rossi52 am 19.05.2019, 15:30
Macht keinen Sinn über "verlorene" Punkte zu spekulieren. Es gab sicher eben soviel unverhoffte Punktgewinne. Z. B. in Frankfurt Siegtreffer in der 96. Min., usw.
Fakt ist dass Werder deutlich stabiler und selbstbewusster ist. Spiele mit Rückstand wie beim 0:2 gegen Dortmund wären vor nicht allzu langer Zeit noch in einer Katastrophe geendet, 0:5, 0:6 o. ä.
Und Kohfeldt wird ein Mittel finden auch gegen "schwächere" Teams ausreichend zu Punkten.
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WERDER2016 am 19.05.2019, 20:57
Sich jetzt auf die Suche nach verlorenen Punkten zu begeben ist am Ende müßig. Im Prinzip sind es die beiden Spiele gegen Nürnberg und die beiden Heimspiele gegen 1899 und die Eintracht.

Auf der anderen Seite sollte man aber durchaus berücksichtigen, dass diese Saison nicht typisch verlaufen ist. Werder hat eine solide Vorrunde und eine überdurchschnittliche Rückrunde gespielt. In jeder Saison gibt es dabei in jedem Team Phasen, in denen es nicht so läuft oder die Ergebnisse nicht passen. Möglicherweise waren es dann 2 Spiele zuviel. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man die EL mit 53 Punkten das letzte Mal 2009 verpasst hat, steht man am Ende einer guten Saison. Vielleicht ist es ja auch ein Vorteil, nicht schon im Juli wieder in den Wettbewerbsmodus einsteigen zu müssen, sondern mit mehr Vorbereitungszeit gezielt an den Defiziten zu arbeiten. Mal sehen, was die Eintracht daraus macht.

Je nachdem wie man sich verstärken kann, sind diese 53 Punkte ein ordentlicher Richtwert, mit dem man sich in den nächsten Jahren für die EL wird qualifizieren können. Die Luft nach oben wird dünner und bei 4 bis 5 Punkten mehr spricht man dann schon über die CL.
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Trooper am 20.05.2019, 18:14
Müßige Suche. Wenn man so argumentiert muss man auch die glücklich erzielten Siege erwähnen und gegenrechnen (Augsburg in der Hinrunde z.B.). Aber es zeigt sich doch: jeder verlorene Punkt (oder zwei) wird am Ende immer wichtig. Deshalb ist jeder davon ärgerlich. Immer, egal ob am 1. Spieltag oder am 34. Im Grunde hätte man nach dem 1:1 gegen Hannover im letzten August sich schon richtig ärgern müssen...
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