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15.05.2019
Wegen Hochrisikospielen

DFL bildet Arbeitsgruppe zu Polizeikosten

© dpa


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In das Thema Übernahme von zusätzlichen Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen der Fußball-Bundesliga scheint Bewegung zu kommen. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch in Offenbach hierzu eine Arbeitsgruppe beschlossen. Die Gruppe setzt sich aus Vertretern der DFL und den Klubs zusammen, die an den Hochrisikospielen beteiligt waren, für die Bremen Gebühren erhoben hat. Neben dem SV Werder Bremen sind dies Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV, Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach. Die Gruppe soll sich mit den Konsequenzen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zu den Gebührenbescheiden Bremens an die DFL befassen.

Wie berichtet hatte Bremen der DFL Gebühren berechnet, die durch den verstärkten Polizeieinsatz bei bestimmten brisanten Fußballspielen von Werder Bremen entstanden waren, wie zum Beispiel mehrfach beim Nordderby gegen den HSV. Die DFL klagte durch mehrere Instanzen gegen diese Gebührenbescheide, scheiterte damit aber Ende März vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Zwar verwiesen die Bundesrichter den Fall noch einmal an das Oberverwaltungsgericht Bremen zurück, gaben aber in allen wesentlichen Punkten des Rechtsstreits der Argumentation Bremens recht.

Fond weiter nicht geplant

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kündigte daraufhin an, alle bislang fällige Gebühren für Risikospiele in Bremen unmittelbar von der DFL einzufordern. Bislang war es lediglich um die Gebühren für ein Spiel gegen den HSV im April 2015 gegangen, alle andere Bescheiden ruhten bis zur Entscheidung über den Rechtsstreit. Insgesamt geht es um eine Summe von rund zwei Millionen Euro.

Die Gründung eines wie auch immer gearteten Fonds zur Finanzierung eines polizeilichen Mehraufwandes bei Risikospielen der Bundesliga und 2. Bundesliga in ganz Deutschland stehe weiterhin nicht zur Debatte, betonte die DFL in einer Mitteilung von Mittwoch. "Ein durch die DFL gespeister Fonds würde mittelbar durch alle 36 Clubs finanziert, also auch durch Clubs, die nicht an Risikospielen beteiligt sind und in deren Bundesland keine gesetzliche Gebührenregelung besteht." Müsse die DFL Gebühren tragen, wären davon aber mittelbar alle Vereine betroffen. Einen anderen Eindruck zu erwecken, sei unredlich. "Ein derartiger Ansatz widerspricht auch nach wie vor unserer Rechtsauffassung. Zudem ist der Gang vor das Bundesverfassungsgericht nach wie vor möglich“, erklärte hierzu DFL-Präsident Reinhard Rauball.

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