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Ballköniginnen
05.12.2018
Werder unterliegt zu ungewöhnlicher Zeit

Deutliche Heimpleite gegen Freiburg

© imago


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Wirklich stark war der Gegner nicht. Aber er war zu stark für die Kickerinnen des SV Werder: Mit 0:3 (0:1) verlor das Team von Carmen Roth gegen den SC Freiburg. „Sie ­waren heute besser“, räumte die Trainerin denn auch ein. Die Bremerinnen verloren am Ende, weil sie einmal mehr die bekannten Schwächen zeigten: Der durch den Ausfall von Katharina Schiechtl (Oberschenkelverletzung) und Lina Hausicke (Gelb-Rot-Sperre) geschwächten Defensive fehlte die Qualität für eine konzentrierte Leistung über 90 Mi­nuten, und nach vorn ging so gut wie gar nichts.

Es hatte allerdings nicht so schlecht begonnen. Die ersten Minuten waren geprägt von einem ausgeglichenen Spiel. Dabei leisteten die Bremerinnen viel Laufarbeit und betrieben ein gutes Positionsspiel. Es schien fast so, als ob Werder mit einer Chance versehen sein sollte. Es schien so. Denn noch bevor eine Viertelstunde gespielt war, schlug es zum ersten Mal ein: Auf der linken Abwehrseite traf die Grätsche von Michelle Ubrich ausgerechnet Guilia Gwinn, und in der Mitte kam Rachal Avant zu spät gegen Sandra Starke, die aus acht Metern traf.

Der Plan der Grün-Weißen war damit über den Haufen geworfen. Nun mussten sie sich um die Offensive bemühen – und das zählt bekanntlich nicht zu den Stärken des Teams. Bis zur Pause verzeichnete Werder denn auch nur einen richtigen Schuss, als Selina Cerci aus 22 Metern mit einem Heber scheiterte (25.). Eine Kombination über Rena Wichmann und Verena Volkmer brachte wenig später noch Stefanie Goddard in Position, deren Schuss allerdings abrutschte (31.).

„Uns fehlt die Durchschlagskraft“

Es half angesichts der mangelnden Torgefahr nur wenig, dass auch der SC aus Freiburg nicht so richtig zum Zug kam in der Offensive. Einmal brachte Lisa-Marie Scholz mit einem leichtsinnigen Dribbling die Gäste-Stürmerin Janina Minge in Position, und es bedurfte einer Rettungstat von Anneke Borbe (19.). Später parierte die Keeperin noch stark gegen Jung-Nationalspielerin Giulia Gwinn (39.). „Uns fehlt die Durchschlagskraft im letzten Drittel, daran müssen wir unbedingt arbeiten“, kommentierte Lisa-Marie Scholz später.

Daran sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern. Die einzige Chance hatte Scholz selbst, als sie nach einem Ulbrich-Freistoß im Nachschuss scheiterte (75.). Das reichte nicht gegen einen Gast, der keineswegs überzeugte, seine wenigen Möglichkeiten aber deutlich effektiver nutzte.

Werder - Freiburg 0:3 (0:1)

Werder Bremen: Borbe - Avant, Ulbrich, Wensing, Tóth - Wichmann, Scholz, Volkmer (77. Calò), Goddard, Kersten (70. Kofler) - Cerci (69. Horvat)

SC Freiburg: Nuding - Van Lunteren, Schöne, Kirchberger, Lahr - Gwinn, Minge, Naomoto (46. Knaak), Starke - Beck (67. Hegenauer), Bühl (84. Müller)

Tore: 0:1 Starke (12.), 0:2 Schöne (67.), 0:3 Lahr (90.)

Schiedsrichterin: Hussein (Bad Harzburg)

Zuschauer: 279

Gelbe Karten: Cerci, Volkmer / -

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