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Rasenreport
02.06.2019
Die Spielerbilanz: Ludwig Augustinsson

Der Unermüdliche

© nordphoto


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Ludwig Augustinssons zweite Saison in Bremen war geprägt von starken Leistungen, einem Qualitätssprung in der Offensive - aber auch einigen schwer erklärbaren Patzern. Trotz dieser kleineren Dellen hat sich der Schwede in verschiedenen Rollen bewährt und dürfte mit einer „richtigen“ Vorbereitung in der kommenden Saison noch wertvoller werden.

Die Zahlen

Neben Maximilian Eggestein war Ludwig Augustinsson der einzige Bremer Feldspieler, der in jedem Bundesligaspiel von Beginn an auf dem Platz stand. Augustinsson war tatsächlich nie verletzt, immer gesetzt und wurde nur zweimal ausgewechselt. Nur Eggestein hat mehr Spielminuten absolviert als der Schwede (3027), nur Eggestein und Bayerns Joshua Kimmich haben mehr Kilometer abgespult als Augustinsson (401,6), nur Max Kruse ist öfter gesprintet als Augustinsson (764 Sprints) - aber keiner im Bremer Team hatte mehr Ballbesitzphasen als der Linksverteidiger (2325) und keiner hat mehr Flanken geschlagen (95). Dazu kommen ein Tor und fünf Assists, auch das eine klare Steigerung im Vergleich zur letzten Saison, als der Spieler nur auf zwei Scorerpunkte kam.

Die Saison

Augustinssons Hinserie war einigermaßen holprig. Gegen Frankfurt, Augsburg, Leverkusen und die Bayern leistete er sich einige teilweise böse Patzer. Von den drei Bremer WM-Fahrern kehrte Augustinsson als letzter nach Bremen zurück, dem Spieler war die kurze Sommerpause in einigen Spielen deutlich anzumerken. Rund um diese vereinzelten Aussetzer zeigte er dann aber auch wieder erstaunlich reife Leistungen und es war nicht immer ganz klar, wie Augustinssons Entwicklung einzuschätzen sei.

Die Rückrunde verlief stabiler und auf einem insgesamt höheren Niveau, was einerseits eine erfreuliche Erkenntnis war - auf der anderen Seite aber auch ein kleiner Beleg dafür, dass sich Augustinsson vielleicht noch eine Spur zu sehr an den allgemeinen Zustand der Mannschaft anpasst: Läuft es gut, ist auch der Schwede gut. Die Aussetzer wurden weniger, verschwanden aber nicht ganz. Im Gedächtnis bleibt seine eigenwillige Interpretation des Abwehrverhaltens im Spiel gegen Schalke, als Augustinsson weder den Gegenspieler noch den Ball im Blick hatte.

In Werders bevorzugter Offensivstrategie ist Augustinsson aber ein sehr wichtiger Baustein. In der Regel schiebt er deutlich höher als sein Pendant Theo Gebre Selassie auf der rechten Seite. Ob als „echter“ Linksverteidiger in der Viererkette oder als Flügelverteidiger seitlich der Dreierkette hat Augustinsson einen enormen Offensivdrang entwickelt, der in vielen Läufen bis an die Grundlinie mündet oder in Flanken. Ein paar Mal fehlte dann noch der Mut, noch aggressiver auch in den Strafraum zu ziehen und selbst den Abschluss zu suchen. Aber die spielerische Entwicklung mit dem Ball, der Zug durch den Halbraum oder die Linie entlang sind starke Attribute, die Werders linke Angriffsseite fast immer zu einer echten Gefahr für den Gegner machten.

Der Ausblick

In seiner zweiten Saison bei Werder profitierte Augustinsson von Florian Kohfeldts Idee vom Fußball. In der Offensive bringt der Schwede seine Qualitäten sehr gut ein und hat ein paar Schritte nach vorne gemacht, ohne dabei schon an seine Grenzen zu stoßen. Da liegt noch Potenzial, das genutzt werden will.

Wynton01 am 03.06.2019, 09:56
Ein sehr sympathisher Spieler der immer viel arbeitet. Seine Qualität wird mMn aber etwas überschätzt. Ich würde mal gern die Zahl der 95 Flanken sehen, die angekommen sind, ich glaube nicht, dass es 20 sind...
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Jonice_123 am 03.06.2019, 13:49
Laut Onefootball hat er insgesamt 105 Flanken geschlagen mit einer Quote von 26%,dass heißt ca. 25 angekommene Flanken
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