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Rasenreport
15.04.2019
Kohfeldt adelt Pizarro

„Der Schlüssel zum Sieg“

© nordphoto


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Am liebsten würden sie Claudio Pizarro diese Woche bei Werder in Watte packen, damit dem 40 Jahre jungen Angreifer bloß nichts passiert vor den beiden wichtigen Spielen gegen Bayern München. Auch wenn Pizarro beim 2:1-Sieg gegen Freiburg trotz einiger guter Möglichkeiten kein eigenes Tor gelingen wollte, war er für Trainer Florian Kohfeldt dennoch „der Schlüssel zum Sieg“, denn „mit ihm hatten wir mehr Ruhe auf dem Platz“. Die Reporter des ZDF-Sportstudios teilten Werders Spiel am Wochenende sogar in zwei Teile auf – in den zähen Teil ohne Pizarro, und in den furiosen Endspurt nach seiner Einwechslung in der 63. Minute.

So kann man das durchaus sehen. Die Zuschauer gingen mal wieder schon aus den Sitzen, als Pizarro vor seiner Auswechslung zur Bank lief - und die Freiburger ahnten in diesem Moment, was ihnen blüht. „Einen wie Claudio kannst du nämlich als Gegner nicht vorne stehen lassen“, weiß Kohfeldt, der deshalb im vereinseigenen Werder-TV gleich mal den roten Teppich ausrollte: „Claudio ist ein wahnsinniges Phänomen. Wenn er eingewechselt wird, verändert er die Statik des Spiels. Ich möchte ihm ein großes Kompliment aussprechen – für seine Lebensleistung, aber auch dafür, wie er uns immer noch hilft.“

Hilfreich könnte Pizarro natürlich auch gegen die Bayern werden, wenn das Spiel hier ebenfalls einen neuen Impuls braucht oder die Zuschauer in der Flutlicht-Atmosphäre des Pokalspiels am Mittwochabend (24. April) noch einmal zusätzlich gepusht werden sollen. Diese magischen Pizarro-Momente tun Werder einfach gut, und seine fußballerische Klasse reicht ohnehin weiterhin aus, entscheidende Situationen im Strafraum blitzschnell einzuleiten oder selbst abzuschließen. Auch wenn Pizarro natürlich keine drei Spiele mehr über 90 Minuten in Folge machen kann, lobte Kohfeldt seinen erfahrenen Peruaner am Wochenende bei Sky: „Er macht die Mitspieler besser. Er gibt dem ganzen Stadion dieses Gefühl: Jetzt passiert wieder etwas.“ Dabei sagte Kohfeldt auch diesen Satz, der viele Fans hellhörig macht: „Ich bin sehr froh, ihn mindestens noch dieses Jahr bei uns zu haben.“

Entspannte Verhandlungsposition

Mindestens – was für ein schönes Wort bei dieser Werder-Personalie. Wenn Pizarro in den nächsten Wochen für sich entscheidet, dass sein Körper noch eine weitere Saison erlaubt, dann dürfte es für den Verein kaum triftige Gründe geben, dieses so romantische wie erfolgreiche Fußballmärchen nicht noch einmal zu verlängern. Sportchef Frank Baumann sieht bei Pizarro „gar keinen Zeitdruck“ und erinnert an den vergangenen Sommer: „Da haben wir erst Ende Juli entschieden, dass wir ihn wieder dazu nehmen.“ Damals jedoch konnte niemand mit Gewissheit sagen, wie erfolgreich diese vierte Pizarro-Amtszeit in Bremen verlaufen würde. Heute wissen alle, dass es in der Kabine und auf dem Platz hervorragend funktioniert. Die Fans liegen ihm ohnehin zu Füßen.

Pizarro selbst lässt sich noch keine Tendenz entlocken. Er freut sich, ganz Profi, auf das Spiel in München – neben Lima und Bremen seine dritte Heimat, wo auch seine Familie lebt. „Wir sind auf jeden Fall bereit für die beiden Spiele gegen die Bayern“, sagte Pizarro nach seiner Klasse-Leistung gegen Freiburg, „wir wollen in der Liga punkten, am besten gewinnen. Und im Pokal wollen wir ins Finale.“ Man möchte hinzufügen: mindestens!

Brandenburg03 am 15.04.2019, 13:26
Pizarro ohohoho immer wieder gern
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