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Rasenreport
11.06.2019
Die Spielerbilanz: Maximilian Eggestein

Der Meister der Details

© nordphoto


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Ähnlich wie bei Jiri Pavlenka war die spannende Frage: Wird Maximilian Eggestein seine starke letzte Saison zumindest bestätigen können? Florian Kohfeldts Lieblingsschüler schaffte mehr als das, Eggesteins Entwicklung war phasenweise überragend und dürfte auch in der kommenden Saison nach Max Kruses Abgang nochmal einen Schub bekommen.

Die Zahlen:

34 Saisonspiele, 3052 Spielminuten, 409,2 Kilometer Laufleistung, 2677 intensive Läufe: Maximilian Eggestein setzte in der abgelaufenen Saison Maßstäbe. In den genannten Kategorien war kein Bremer Spieler besser, Eggesteins Laufleistung war sogar in der gesamten Liga unerreicht. Es war in jeglicher Hinsicht Eggesteins bisher beste Saison als Profi, auch fünf Tore und fünf Assists bedeuteten eine signifikante Steigerung im Vergleich zu seiner Durchbruch-Saison 2017/18.

Die Saison:

Nach dem achten Spieltag lag Werder hinter Dortmund und Gladbach auf Platz drei und damit noch vor den Bayern. Maximilian Eggestein war der Spieler der frühen Saisonphase. Max Kruse war nicht richtig fit, Davy Klaassen noch nicht so dominant, Milot Rashica noch nicht mal Stammspieler. Eggestein bestimmte das Bremer Spiel und erzielte auch die wichtigen Tore. Von der Achter-Position aus brachte Eggestein seine Qualitäten hervorragend ein, ohne dabei zu überdrehen.

Eggesteins Verhalten in der Positionierung und in der Raumfindung hat sich noch einmal enorm stark verbessert, der Spieler nutzt sein gutes Raumgefühl und macht sich sicht- und anspielbar für die Mitspieler und ist gegen den Ball in der Antizipation und im Anlaufen des Gegners ebenso stark. Eggestein war von Strafraum zu Strafraum der klassische Verbindungsspieler und entdeckte mit Fernschüssen auch eine ganz neue Torgefährlichkeit. Unübersehbar waren auch die körperlichen Fortschritte, Eggestein ist massiver geworden und noch robuster, ohne dabei seine Gewandtheit zu verlieren.

In der internen Hierarchie hat der immer noch junge Spieler einen enormen Schritt nach oben gemacht. Eggestein ist ein Führungsspieler, er zeigt das in vielen kleinen, eher unscheinbaren Momenten und war bei den nicht wenigen Bremer Aufholjagden gerade in der Rückrunde auch immer einer, an dem sich die Mannschaft aufrichten konnte - ganz ohne große Gesten. Rund um seiner Vertragsverlängerung bei Werder gab es einen minimalen Einbruch, die Einladung zur A-Nationalmannschaft dürfte aber erst der Anfang gewesen sein bei Joachim Löw.

Eggestein hat das Schwierigste überhaupt geschafft: Er hat sein Niveau nicht nur bestätigt, sondern sich nach seiner Durchbruch-Saison noch einmal in riesengroßen Schritten nach vorne entwickelt. Und das in wirklich allen Belangen.

Der Ausblick:

Eggestein ist schon recht weit, die nächsten Steps dürften deutlich kleiner werden. Aber sie werden kommen: Bisher hat er sich als ein Profi gezeigt, der durch harte Arbeit und Fleiß das eine oder andere Defizit wettgemacht hat. Mit dem Abgang von Max Kruse wird jede Menge Raum frei: Für eine veränderte Spielanlage, innerhalb der Mannschaftsstruktur. Maximilian Eggestein wird noch mehr Einfluss nehmen, er wird noch wichtiger werden. Und vielleicht wird er auch Werders neuer Kapitän?

j.micoud am 12.06.2019, 03:45
Er muss kein Kapitän sein, der ist auch so ein Antreiber und Organisator des Spiels. Aufm Platz richtet er oft das Spiel, seine Mitspieler wissen sich dementsprechend zu Verhalten (Jojo lauert immer^^). Klaassen wäre meiner Meinung nach ein Anwärter auf das Amt des Kapitäns, oder man setzt auf die Defensive und macht Moisander zum Chef.
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