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Rasenreport
02.04.2019
Alles offen neben Moisander

Der Dreikampf geht weiter

© nordphoto


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Marco Friedl dürfte sich ein wenig geschmeichelt gefühlt haben: Bald drei Wochen ist es her, dass der Österreicher zuletzt während eines Pflichtspiels auf dem Platz stand, und dennoch wurde wohl kein Werderaner während der Pressekonferenz vor der Pokal-Viertelfinalpartie gegen Schalke 04 (Mittwoch, 20.45 Uhr) ausführlicher gelobt als der junge Österreicher. Kapitän Max Kruse machte den Anfang, als er den Zusammenhang der Mannschaft auch über die Stammspieler hinaus lobte: „Man hat es auch an der Personalie Marco Friedl gesehen“, illustrierte Kruse den Zusammenhalt in der Mannschaft, „der relativ wenige Spiele gemacht hat – aber wenn man ihn gebraucht hat, war er da.“

Wenig später schlug Trainer Florian Kohfeldt in dieselbe Kerbe, der zahlreichen seiner Spieler – und exemplarisch Friedl – zugestand, sogar „teilweise Spiele mitentscheiden“ zu können: „Das würde ich für Marco gegen Leverkusen in Anspruch nehmen, als er eine sehr gute Leistung gezeigt hat.“ Aus dem Zweikampf um den Platz neben Niklas Moisander in der Innenverteidigung ist endgültig ein Dreikampf geworden. „Alle drei haben einen absolut berechtigten Anspruch, zu spielen“, bestätigte Kohfeldt. Auch gegen Schalke befindet sich der Werder-Coach in der angenehmen, aber gleichsam schwierigen Situation, in Sachen Defensive aus dem Vollen schöpfen zu können.

Harte Entscheidungen, respektvolle Kommunikation

Ungewiss bleibt, wann Kohfeldt seine Entscheidung treffen wird: „Manchmal wissen Spieler es sehr früh in der Woche, manchmal wissen sie es erst, wenn ich das Plakat umdrehe“, erklärte der Werder-Trainer. Zur Partie in Leverkusen, als Veljkovic gesperrt fehlte und Langkamp nur unter Schmerzmitteln auflaufen konnte, war der Fall klar: „Marco Friedl wusste es eine Woche vor dem Spiel“, verriet Kohfeldt. Aber manchmal sei es so früh eben auch gar nicht möglich, für Klarheit zu sorgen – etwa vor dem Spiel gegen Mainz. „Die Entscheidung zwischen Milos und Basti habe ich für mich erst zwei Stunden vor dem Spiel getroffen“, ergänzte Kohfeldt. „Aber ein Führungsspieler wie Basti weiß natürlich schon vorher, dass er gleich nicht auf dem Plakat steht. Das ist eine Frage von Respekt.“

Letztendlich gehe es stets vor allem darum, das zu entscheiden, „was die höchste Wahrscheinlichkeit auf Ergebnisse hat“. Angesichts eines Kalenderjahrs 2019, das trotz ständig wechselnder Konstellationen in der Innenverteidigung bislang ohne Bremer Niederlage auskommt, scheinen auch für diesen Zweck die Optionen vielfältig. Ob es in dieser Saison noch einmal einen echten Stammspieler auf der rechten Innenverteidigerposition geben würde, konnte Kohfeldt zumindest noch nicht sagen: „Ich hoffe, dass ich sonst relativ planvoll wirke und immer eine Idee habe, aber ich weiß es noch nicht.“

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