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11.03.2019
Wie Pavlenka Werders Probleme kaschiert

Dauerstress im Rettungsdienst

© nordphoto


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Keine sechs Minuten der Partie zwischen Werder Bremen und dem FC Schalke 04 waren absolviert, da hielt das Weserstadion bereits kollektiv den Atem an: Ludwig Augus­tinsson hatte den Ball im eigenen Verteidigungsdrittel gegen Breel Embolo vertändelt, der Schweizer spielte geistesgegenwärtig die scharfe Hereingabe in die Mitte, und Guido Burgstaller ergab sich aus sechs, sieben Metern die Riesenchance auf das frühe 1:0 für die Gelsenkirchener. Doch statt des Torschreis aus dem Gästeblock ertönte Sekunden später ein dreifaches „Pavlenka!“ von den Tribünen, geschrien als Antwort auf das dreifache „Jiri!“ von Stadionsprecher Christian Stoll. Er hatte es schon wieder getan: Jiri Pavlenka hatte sich aus seinem Tor in die Eins-gegen-Eins-Situation gestürzt und war einmal mehr siegreich geblieben.

Es war ein Kunststück, das in dieser Saison niemandem so häufig gelingt wie dem Tschechen: 22 Großchancen vereitelte Pavlenka bereits, damit verweist Werders Nummer eins im Bundesliga-Vergleich Hannovers Michael Esser (21) und Freiburgs Alexander Schwolow (19) auf die Plätze. Und auch die prozentuale Quote Pavlenkas ist hervorragend: Insgesamt wehrt der Tscheche 47,8 Prozent aller klaren Torgelegenheiten ab. Nur Augsburgs Gregor Kobel (52,9 Prozent), der bei erst neun absolvierten Saisonspielen wohl auch von der kleineren Stichprobengröße profitiert, und Leipzigs Peter Gulacsi (55,6 Prozent) übertreffen Pavlenka in dieser Hinsicht.

Von der Abwehr im Stich gelassen

Auch Florian Kohfeldt kam nach dem Schlusspfiff nicht umhin, die Leistung seines Torwarts noch einmal hervorzuheben. Eine „Phase, in der wir uns ein, zweimal bei Pavlas bedanken mussten“ taufte Kohfeldt die erste halbe Stunde, als Schalke nicht nur die Führung gelang, sondern auch gut und gerne ein zweites, vielleicht ein drittes Tor möglich gewesen wäre. Trotz einer insgesamt ansprechenden Leistung hatte Werder in der Defensive immer wieder Lücken offenbart. Gerade Augustinsson, der auch beim 2:3-Anschlusstreffer der Schalker nicht gut ausgesehen hatte, ließ Kohfeldt fast verzweifeln: „Bei aller Liebe, das geht nicht, das habe ich noch nie gesehen“, befand ein konsternierter Werder-Coach nach dem Spiel. „So kannst du nicht verteidigen.“

Es ist ein Muster, das sich durch die Saison zieht: Im Kollektiv mag die Bremer Defensive im Grunde die richtigen Abläufe verinnerlicht haben, aber immer wieder schleichen sich kleine Fehler ein. Bei aller Freude über Pavlenkas Paraden: Aufgrund der insgesamt 46 zugelassenen Großchancen hatte der Tscheche auch allerhand Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Lediglich Hannovers Esser (54 Großchancen) wurde häufiger in Bedrängnis gebracht – für einen Europa-League-Anwärter eine bedenkliche Gesellschaft.

Entsprechend steht der Plan, die Zahl der Gegentore im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren, trotz Pavlenkas Leistungen auf wackligen Beinen. Bereits 37 Gegentreffer stehen neun Spieltage vor Schluss zu Buche, 40 waren es am Ende der vorigen Spielzeit. Und noch warten unter anderem die Top Fünf der Liga sowie die TSG Hoffenheim, die bislang die drittstärkste Angriffsreihe der Saison hat.

Kein Puzzleteil darf fehlen

Dass Werder defensiv so viel zulässt, mag damit zu tun haben, dass sich die Bremer Spielweise in eine aktivere, mutigere und letztlich auch risikoreichere Richtung entwickelt hat, seit Florian Kohfeldt das Team im Oktober 2017 von Vorgänger Alexander Nouri übernommen hat. Aber es ist auch die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselspielern, die Werder immer wieder zum Verhängnis wird: Der zuletzt kritisierte Augustinsson hat auf der linken Verteidigerposition keinen echten Konkurrenten, zumal die Zukunft des erst 20 Jahre alten Marco Friedl auf der Innenverteidigerposition liegen soll. Abwehrchef Niklas Moisander, mit 33 Jahren bereits im Herbst seiner Karriere, verpasste in dieser Spielzeit drei Partien. Währenddessen fielen zehn Gegentore. Und Philipp Bargfrede, der einzige echte Abräumer im Bremer Mittelfeld, fehlte bereits in zehn Spielen aufgrund von Verletzungen oder Sperren.

Während im Werder-Angriff acht Spieler um drei Startelfplätze kämpfen, lautete die einzige Frage in der Viererkette in dieser Saison, ob Sebastian Langkamp oder Milos Velj­kovic den Vorzug auf der rechten Innenverteidigerposition erhalten würde. Entsprechend groß ist der Druck auf die Unersetzlichen, Woche für Woche ihre Leistung zu bringen – eine Aufgabe, die umso schwieriger wird, sobald verletzungsbedingte Trainingspausen den Rhythmus stören. Auch Jiri Pavlenka war davor in der Vergangenheit nicht gefeit: Im Sommer hatten den Keeper Rückenprobleme geplagt, nach dem Hinrundenspiel gegen Frankfurt hatte eine Gehirnerschütterung den Tschechen zur Pause gezwungen. Mittlerweile ist Pavlenka seit einigen Monaten wieder durchgängig fit – und bringt die nötigen Spitzenleistungen, um Werder trotz der löchrigen Defensive weiter in Schlagdistanz zum Saisonziel zu halten.

Denn nicht nur im DFB-Pokal, in dem Pavlenka gegen Borussia Dortmund mit zwei Paraden im Elfmeterschießen das Weiterkommen sicherte, sondern auch in der Bundesliga besteht für Werder noch eine kleine Chance, sich für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Ein Sieg beim derzeitigen Tabellenfünften Bayer Leverkusen wäre dafür Gold wert. An das Aufeinandertreffen in der Hinrunde haben die Bremer keine guten Erinnerungen: Das 2:6 war die höchste Saisonniederlage. Damals fehlten mit Bargfrede und Moisander zwei Säulen der fragilen Defensive, dieses Mal stehen mit Langkamp und Veljkovic beide Kandidaten für die rechte Innenverteidigerposition nicht zur Verfügung. Bleibt aus Werder-Sicht also, auf weitere Großtaten Jiri Pavlenkas zu hoffen – dass der Tscheche Niederlagen fast im Alleingang abwenden kann, hat er schließlich schon oft genug bewiesen.

Trooper am 11.03.2019, 20:10
Auf diese Analyse hab ich schon länger gewartet...im Sommer muss da wohl was passieren.
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wolfgramm am 11.03.2019, 20:17
Um so erstaunlicher ist,dass Pavlenka aktuell nur auf Platz 12 im Kicker rangiert,und in der Kicker Jahresrangliste Platz 13 belegte.
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susanneundjens am 11.03.2019, 21:13
Ist mir auch unklar. Zwar sind seine Abschläge verbesserungswürdig, aber in seinem Kerngeschäft ist er top und das zählt. Er ist im 1-1 absolut überragend. Ich wüßte nicht, wer da im Werder-Tor im 1-1 besser war.
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Andrea59 am 12.03.2019, 01:40
Tim Wiese hat bei 1-1 Situationen zumindest mehr "verbrannte Erde" hinterlassen :-)

Pavlenka ist jedenfalls seit Wiese der mit Abstand Beste im Werder Tor. Ich finde sogar, dass er ein weing besser ist als Wiese seinerzeit. Zumindest mag ich sein ruhiges, sachliches Auftreten lieber als das Extrovertierte bei der Maschine.

Werder hat in der Bundesligageschichte immer nur (mit kleinen Unterbrechungen) Klasse-Keeper gehabt:
Bernhard, Burdenski, Reck (zumindest später), Rost, Wiese, Pavlenka - alles Nationalspieler.
Die direkten Nachfolger von Rost und Wiese brachten jeweils nicht dieses Niveau (Borel, Mielitz, Wolf). Reinke und Wiedwald sehe ich dazwischen.
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WERDER2016 am 11.03.2019, 21:14
Das ist eben nur der Saisondurchschnitt. Werder weiß, was man an Pavlenka hat, die obige Analyse belegt dies nur allzu deutlich. Die Fehler, die zu den Chancen führen, passieren vorher und sind manchmal kaum verständlich. Diese haben dann in einigen Spielen auch zu den bedauerlichen Punktverlusten geführt, weil man eben nicht immer solche Abwehrfehler wie gegen S 04 in der Offensive ausgleichen konnte.
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Netzorath am 11.03.2019, 21:03
Allein die Tatsache, dass Pavlenka dort 12. ist, diskreditiert den Kicker natürlich völlig. Es geht dem Kicker nicht um eine faire Bewertung, sondern es wird dort Politik betrieben wird. Als er in der letzten Saison Erster zu werden "drohte", wurde er ein paar Mal eben schlechter bewertet Das ist ziemlich leicht zu durchschauen.

Trooper meint, im Sommer müsse was passieren. Gerade Augustinsson, so der Artikel, der auch beim 2:3-Anschlusstreffer der Schalker nicht gut ausgesehen hatte, ließ Kohfeldt fast verzweifeln.
Kann man so sehen.
Vielleicht liegt es aber gar nicht an Augustinsson, der defensiv sonst bestens steht, vor allem wenn er z.B. in persona Kainz an dessen guten Tagen Unterstützung auf seiner Seite erhielt, vielleicht hat es was mit der Raute zu tun? Die schon eine Generation von Außenverteidigern (und Innenverteidigern) zur Verzweiflung gebracht hat? Bei der die AV allein draußen stehen im Gegensatz zu allen anderen Systemen, was sie, ganz wichtig, heute nicht mehr gewöhnt sind? Kann das vielleicht sein, dass es daran liegt?
Vielleicht bezieht die sportliche Leitung mal den Gedankengang mit ein. Noch zu Schaafs Zeiten kam der international erfahrene, erfolgreiche französische Außenverteidiger Silvestre zu Werder und kam aus dem Staunen nicht heraus, was er freimütig in einem Interview zugab, ganz allein hinten links ohne Absicherung, das kannte er nicht.
Ohne die im Artikel angesprochenen Gründe (Verletzungen etc.) leugnen zu wollen: Es könnte ja auch mal solche Ursachen haben, ich würde es zumindest mal einbeziehen. Wir hatten mal mit Naldo/Mertesacker eine der nominell stärksten Innenverteidigungen, trotzdem aber immer reichlich Gegentore. Wegen der Taktik, da ist man sich heute eigentlich einig. Die jetzigen Leute sind so gut nicht, aber keineswegs schlecht, wie man immer wieder sieht, nicht nur in Dortmund, wo man mit einer ausgeklügelten, variablen Taktik auftrat.
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susanneundjens am 11.03.2019, 21:23
@netzorath: Interessanter Beitrag! Mit dieser grundsätzlichen taktischen Frage befasse ich mich auch, weiß aber bisher noch keine Antwort.... Bei Augustinsson am letzten Freitag handelte es sich aber mehrfach um klare Fehler von ihm. Bei beiden Toren sieht er nicht gut aus und ein weiteres Tor hätte er fast auch noch verschuldet. Er wurde da aber nicht überlaufen und war auch nicht ganz alleine. Er hatte einen schlechten Tag. Ansonsten ist er sonst zumindest immer ziemlich solide, was ein Lob Ist, denn links hinten war Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, DIE Problemposition.
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Andrea59 am 12.03.2019, 01:51
... denn links hinten war Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, DIE Problemposition.

Ein nahezu weltweites Phänomen.
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wolfgramm am 13.03.2019, 17:46
Es gab schon ein paar gute...Wome,Magnin,Stalteri...Aber ist tatsächlich schon die Problemposition.
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WERDER2016 am 11.03.2019, 21:35
@ Netzorath

Die Politik beim Kicker (Sportbild übrigens ähnlich) sehe ich genauso, eine faire Bewertung kann ich ebenfalls nicht erkennen. In der heutigen "Elf des Tages" steht beispielsweise der Schalker Embolo, Rashica oder Kruse dagegen sind außen vor. Leistungsmäßig erscheint mir dies nicht objektiv.
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vpcn am 12.03.2019, 08:06
Da gebe ich Ihnen Recht. Die Medienlandschaft ist stark gefärbt. Wir blicken auch vornehmlich durch eine grün weiße Brille. Aber die Mainstreammedien sind doch zu offensichtlich pro große Vereine, dort wo das Geld auch herkommt. Auch wenn das nicht ganz zum Thema passt, wenn ich in einer AutoBild oder einer AutoMotorSport die Automarken eines Vergleichstestes lese, weiß ich schon vorher, wer immer gewinnt. Zuerst VW/Skoda, Audi, BMW oder Mercedes (Abstufungen letzterer aufgrund des Preises). Volvo zum Beispiel wird immer hinter einem deutschen Fabrikat unterlegen bleiben. Da werden dann auf einmal Sicherheitsaspekte des Wagens nicht so stark bewertet. Genauso wird es mit unserem Pavlas auch sein. Da werden die Abschläge mächtig überbewertet, seine starke 1-1 Fähigkeit nicht so.
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Andrea59 am 12.03.2019, 01:48
Gerade Augustinsson, so der Artikel, der auch beim 2:3-Anschlusstreffer der Schalker nicht gut ausgesehen hatte, ließ Kohfeldt fast verzweifeln.

Mich auch. Beim 0:1 und auch schon in der 6. Minute sah er auch sehr alt aus. Ich denke, er hatte einfach den "ganz schlechten Tag" erwischt. Sonst spielt er in den eineinhalb Jahren bei Werder doch meistens einen soliden Part.

Wir hatten mal mit Naldo/Mertesacker eine der nominell stärksten Innenverteidigungen, trotzdem aber immer reichlich Gegentore.

Stimmt. Im Grunde waren die Defensivprobleme seit der Double-Saison 2003/04 latent da - trotz guter Einzelspieler (Stichwort: Thomas Schaaf).
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delles.wiki am 12.03.2019, 06:43
@Netzorath
Die Dinge, die Sie ansprechen, kann man eigentlich nur verlässlich beurteilen, wenn man selbst im Stadion war. Grundsätzlich ist es aber auch immer die Frage, wie die Spieler ein System mit Leben füllen. So ist ja auch die Fünferkette bei eigenen Offensivaktionen wahlweise eine Dreierkette, wenn die Außenverteidiger weit aufrücken, oder eine Viererkette, wenn sich insbesondere bei Werder Bargfrede dann ins defensive Mittelfeld orientiert. Genauso ist die Raute weniger starr zu sehen. Bei eigener Defensivarbeit wird sie dann eher zu einem 4-3-2-1, zumindest wäre das vernünftig, damit, wie Sie schreiben, die eigenen Außenverteidiger nicht allein auf weiter Flur stehen. Aber wie gesagt, für ein verlässliches Urteil müsste man im Stadion gewesen sein, aber grundsätzlich, würde ich sagen, greift es oft zu kurz, zu sagen, Werder hat mit dem und dem System gespielt, deswegen ist es schief gegangen. Es kommt auf die Umsetzung an, wie die Spieler ein System, das ja nie starr ist, interpretieren.
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delles.wiki am 12.03.2019, 06:53
Genauso übrigens neulich die Diskussion bzgl. der Verantwortung Marco Friedls im LEV-Spiel. Da stand er auch alleine da, weil ihm jegliche Unterstützung fehlte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass Florian Kohfeldt damals davon sprach, dass der ballferne Verteidiger nicht einrückte. Ein klares mannschaftstaktisches Versäumnis also.
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delles.wiki am 12.03.2019, 07:04
Und genauso behauptete @wolfgramm schlankweg, Pizarro habe Freitag ein schlechtes Spiel gemacht, und woanders lese ich, was für ein enormes Laufpensum er abspulte. Das sind alles Dinge, die lassen sich vom Fernsehsessel aus schwer bzw. nur mit äußerster Vorsicht beurteilen, würde ich sagen.
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Netzorath am 12.03.2019, 11:30
"Die Dinge, die Sie ansprechen, kann man eigentlich nur verlässlich beurteilen, wenn man selbst im Stadion war. "
@delles.wiki
Jein, vieles sieht man im Fernsehen besser, nicht nur wegen der Wiederholungen. Bei guter Sitzposition im Stadion kann man die Verschiebungen natürlich besser beobachten, weil man das ganze Feld im Blick hat. Und das Laufpensum von Pizarro, klar. Solche Stellungnahmen hier würde ich nicht überbewerten, kein Tor, kein Assist, also war er schlecht, den Wert, den ein Spieler trotzdem für eine Mannschaft hat, wer sieht das schon. Beispiel Kruse in Wolfsburg. Das erkennt man besser im Stadion, da bin ich bei Ihnen. Wie die Abwehr sich auf jemanden konzentriert, was auch bei Pizarro der Fall ist. Wovon dann andere profitieren.
"Genauso ist die Raute weniger starr zu sehen. Bei eigener Defensivarbeit wird sie dann eher zu einem 4-3-2-1, zumindest wäre das vernünftig, damit, wie Sie schreiben, die eigenen Außenverteidiger nicht allein auf weiter Flur stehen."
Dann ist es aber keine Raute mehr?? Sondern ein sehr defensives System. Wenn die Spieler andererseits ständig wechseln müssen wegen der Anfälligkeit der Raute, sind sie schnell ausgelaugt und ich frage mich nach dem Sinn der Raute.
Dass es auf die Umsetzung ankommt, ist klar. Allein das System sagt noch nichts. Starr geht gar nicht, völlig klar.
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Netzorath am 12.03.2019, 11:41
"...dass Florian Kohfeldt damals davon sprach, dass der ballferne Verteidiger nicht einrückte. Ein klares mannschaftstaktisches Versäumnis also. "

Womit er völlig Recht hatte. Die Arbeit innerhalb der Mannschaft ist oft die Ursache dafür, dass einer so schlecht aussieht.
Die schlechte Spieleröffnung liegt oft an der mangelnden Laufarbeit der anderen etc
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wolfgramm am 14.03.2019, 20:15
Viel laufen macht noch kein gutes Spiel,ist wohl auch nicht Pizarros Hauptkompetenz.
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Trooper am 12.03.2019, 08:09
Sehe ich auch ähnlich. Die Raute wird immer diese Krux der schlechten Flügelabdeckung durch die Mittelfeldspieler beinhalten. Meine Förderung nach Verstärkungen bezieht sich auch eher auf gleichwertige Alternativen, wie es die in der Offensive gibt. Derzeit sind die spielenden Personen, wie der Artikel schon feststellt, alternativlos. Das ist nicht gut...
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Netzorath am 12.03.2019, 11:33
@Trooper
Sie haben die Raute hier ja auch mal plausibel erklärt.
Gegen gute oder gar bessere Alternativen kann niemand was haben.
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OttoOtto am 11.03.2019, 22:45
Ohne den starken Rückhalt von Pavlenka hätten wir bei der Abwehr die wir haben sicherlich einige Punkte weniger auf dem Konto.
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ollersen am 11.03.2019, 23:11
So siehts aus
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Greenkeeper am 12.03.2019, 15:26
Zitat: "Ist mir auch unklar. Zwar sind seine Abschläge verbesserungswürdig, aber in seinem Kerngeschäft ist er top und das zählt. Er ist im 1-1 absolut überragend. Ich wüßte nicht, wer da im Werder-Tor im 1-1 besser war."

Tim Wiese (zumindest in den ersten Saisons) und auch der Andi Reinke. Auch Oli Reck war im 1:1 Weltklasse. So überragend Pavlenka manchmal hält, er hat auch noch erhebliche Schwächen, die allerdings auch mit den Glaubenssätzen der aktuellen Torhüterausbildung zusammen hängen. Damit meine ich das relativ schwache Strafraumspiel bei Ecken und Freistößen aus dem Halbfeld. Früher mussten Torhüter raus, heute wird ihnen beigebracht, auf der Linie zu kleben. Pavlenka macht das und kassiert dann solche vermeidbaren Tore wie das zweite von Schalke. Er ist schon aus dem Kasten raus, doch statt einen weiteren Schriftt raus zu machen und den Ball weg zu fausten, macht er einen Schritt zurück auf die Linie und kann trotz Superreflex das Tor nicht verhindern. Da sollten die Torwarttrainer mal ein wenig weg von Statistik-Tabellen und wieder hin zum Augen aufmachen beim Spiel.

Ebenso ist das Spiel mit dem Ball am Fuß erheblich verbesserungswürdig und die Abschläge sind oft kurz vor grausam. Dazu kommt die auffallend häufig schwache Abdeckung der kurzen Ecke, wie zB. auch bei dem ebenfalls vermeidbaren ersten Schalker Treffer.

Trotzdem bleibt Pavlas ein supertoller Keeper. Aber eben kein Wundertorwart mit 8 Armen, wie man bei einigen Beiträgen manchmal glauben könnte.
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1-Werder am 13.03.2019, 08:58
Eine gute Zusammenfassung der Stärken und Schwächen von J. Pavlenka, @Greenkeeper.
Nach den ersten Einsätzen mit Verpflichtung von JP hatte ich den Verdacht, dass F. Baumann den falschen Torhüter verpflichtet hat, seine Strafraum-Beherrschung und Faustabwehren haben mich nicht überzeugen können. Dann hat sich J. Pavlenka hervorragend entwickelt, hatte eine Mega Saison. Und das unter einem Torhüter-Trainer, der vorher stark in der Kritik gestanden hat, dass sollte nicht vergessen werden.
Vielleicht erreicht er im Mittel dieser Saison nicht mehr die absoluten Spitzenwerte, da bin ich weniger kritisch gegenüber den Medien wie andere User, ist aber eine absolute Stütze der Mannschaft. Was mich wundert und ihm noch nicht zu einen der weltbesten Torhüter prädestiniert, sind seine Spieleröffnungen, die auch Sie bemängeln. Seine Abwürfe, Abschläge und auch die "Behandlung am Fuss" lassen eine wackelige Abwehr immer wieder in Bedrängnis geraten. Da haben viele Konkurrenten, um das Wort "meisten" zu vermeiden, Vorteile aufzuweisen, Sommer, ter Stegen, Neuer und die neue Generation von Torhütern. Daran sollte noch gearbeitet werden; die Reflexe sind nicht mehr verbesserungsfähig. Komplette Torhüter, jene mit super Reflexen auf der Linie, absoluter Strafraumbeherrschung, genialem Verständnis für Spieleröffnungen und dabei noch eine sympathische Ausstrahlung haben sind rar. Und last but not least: Wie kein anderer Spieler auf dem Spielfeld spielt sich beim Torhüter vieles im Kopf ab. Werden Zweifel an seinem Wirken/Fähigkeiten geäussert, wird die Verunsicherung noch grösser, da helfe Psychologen nur beschränkt. Und selbst Meister Ihres Faches wie Neuer und ter Stegen haben nicht nur beste Tage und leben in den Phasen von Vertrauen. M. Neuer macht diese Entwicklung gerade durch; die Position der Nummer 1 in der Nati ist umstritten, M. Neuer hat in der Vergangenheit mehr Souveränität ausgestrahlt. Im "normalen" Berufsleben gilt, fördere die Stärken und versuche die Schwächen übersehbar zu halten. Da haben wir gute Voraussetzungen bei JP, die Stärken sind kaum noch ausbaufähig....
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