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Rasenreport
02.03.2019
So lief das Bartels-Comeback bei der U23

Das traumhafte Ende einer Ewigkeit

© nordphoto


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Es war nicht weniger als eine kleine Ewigkeit. 64 Wochen sind es gewesen – oder anders formuliert: 448 Tage lang hat Fin Bartels kein Pflichtspiel bestritten. Zuletzt am 9. Dezember 2017 in Dortmund. Als Werder bei der Borussia einen 2:1-Sieg feierte, begann für Bartels eine quälende Leidenszeit. In eben jenem Spiel hatte er sich einen Achillessehnenriss zugezogen, seither wartete er auf sein Comeback. Und wartete. Und wartete.

Immer wieder traten Schmerzen auf, die eine Rückkehr verzögerten. Erst mit Beginn des Jahres 2019 ging es so richtig bergauf. Der Offensivmann reiste mit den Profis ins Trainingslager nach Südafrika, stieg zuletzt auch wieder in die Teameinheiten ein. Es geht also voran. Endlich, möchte man fast sagen.

Zunächst machte Bartels aber noch einmal einen Schritt zurück. Ende der Woche ging es zur U23, um sich mit den dortigen Spielern auf das Regionalliga-Spiel am Sonnabend beim SC Weiche Flensburg 08 vorzubereiten. „Es war ein besonderer Moment und wird auch am Samstag ein besonderer Moment sein, wenn er dann wieder auf den Platz steht“, sagte Florian Kohfeldt im Vorfeld. „Jeder, der Fin erlebt hat, weiß auch, dass er gelitten hat und jeder hier freut sich, dass er wieder soweit ist.“

In Flensburg stand Fin Bartels dann auch direkt in der Startelf. Alles war eine Nummer kleiner, alles nicht ganz so hochklassig. Aber das war egal, er konnte und durfte endlich wieder Fußball spielen. Und so spulte der 32-Jährige, dessen schnelle Schritte immer ein wenig an eine ratternde Nähmaschine erinnern, etliche Meter ab. Der gebürtige Kieler versteckte sich unweit seiner Heimatstadt keineswegs, mühte sich um Ballkontakte.  Das spielerische Niveau der Partie taugte in Kombination mit einem schwierigen Untergrund jedoch nicht gerade dazu, um so richtig zu glänzen.

Profi-Comeback nach der Länderspielpause?

Die ganz großen Gelegenheiten blieben deshalb zunächst aus. Ein paar Pässe, ein abgeblockter Schussversuch – das war die Bilanz der ersten Hälfte. Gut eine Stunde sollte Fin Bartels spielen, so war es im Vorfeld abgesprochen worden. Und der Mann mit der Rückennummer 22 verabschiedete sich mit einem Paukenschlag. Boubacar Barry schickte Bartels nach 59 Minuten auf die Reise, völlig unaufgeregt und abgezockt brachte der Rückkehrer den Ball im Netz unter. Danach? Feierabend, Bartels machte Platz für Isaiah Young.


In der Folge mühten sich die Flensburger um den Ausgleich – der mit freundlicher Hilfe eines Bremers auch gelang. Julian Rieckmann leistete sich einen bösen Aussetzer am eigenen Strafraum, Weiches Isitan tauchte so völlig frei vor Torhüter Luca Plogmann auf und schob überlegt ein (82.). Bei diesem enttäuschenden 1:1 blieb es, Werders Reserve hatte es wieder einmal verpasst, drei Punkte auf das eigene Konto zu schaufeln.

Und so blieb Fin Bartels an diesem Nachmittag aus Bremer Sicht das erfreuliche Thema Nummer eins. „Was er im Training zeigt, gibt Anlass zur Hoffnung, dass er sehr gut wiederkommt“, hatte Florian Kohfeldt bereits unter der Woche gesagt. „Das können die Jungs bestätigen: Es ist immer noch nicht so schön, im Eins-gegen-eins gegen ihn zu spielen.“ Wer Bartels in Flensburg hat spielen sehen, der bekam eine Ahnung davon, dass der Leidensweg nun tatsächlich ein Ende haben könnte. Und es bald zurück in die Bundesliga geht. „Nächste Woche gegen Schalke wird er noch kein Kandidat sein. Es ist eher wahrscheinlich, dass er noch ein Spiel bei der U23 macht“, sagte Cheftrainer Kohfeldt. „Nach der anschließenden Länderspielpause können wir über Fin Bartels im Weserstadion reden.“ Die Fans dürften das Wiedersehen sehnsüchtig erwarten – gerade nach dem Appetitanreger aus Flensburg. Es wäre das endgültige Ende einer Ewigkeit.

OttoOtto am 02.03.2019, 16:07
Ein Einstand nach Maß. Glückwunsch Fin 👍
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pavla am 02.03.2019, 20:11
So muss das aussehen unser Fini
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alterwaller am 03.03.2019, 14:56
Weiter so. Komm bald wieder richtig auf die Füsse !! Würde bestimmt noch mal frischen Wind bringen. Hoffe ich jedenfalls.
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