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Rasenreport
25.04.2019
Sportmediziner über Füllkrugs Verletzung

Das ist nach einem Knorpelschaden wichtig

© Imago Images


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Es ist noch nicht lange her, dass ein Knorpelschaden im Knie für einen Fußballer oft das Karriereende bedeutete. Bundesliga-Profis wie Karsten Bäron, Markus Schroth oder Christoph Preuß mussten deswegen aufhören. Inzwischen lässt sich ein Knorpelschaden aber deutlich besser behandeln als noch vor einigen Jahren. Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel von Werder-Zugang Niclas Füllkrug, der aktuell bereits zum dritten Mal an dieser Verletzung laboriert, aber keinen Gedanken an ein Karriereende verschwendet. Spätestens zur kommenden Saison will der 26-Jährige nach eigener Aussage wieder topfit sein, dennoch stellt sich die Frage: Wie groß ist das Risiko, dass er wegen des Knorpelschadens immer wieder ausfällt?

Dr. Klaus Pöttgen ist Sportmediziner und sorgte als Mannschaftsarzt von Darmstadt 98 für Aufsehen, weil es beim damaligen Bundesligisten relativ wenige Verletzungen gab. Mit einem Knorpelschaden lasse sich weiter Profi-Fußball spielen, sagt Pöttgen. Allerdings sei besondere Vorsicht geboten. „Wenn der Knorpel fehlt, reiben die Knochen, vereinfacht gesagt, aufeinander. Diese Stellen dürfen sich auf keinen Fall entzünden“, verdeutlicht der Arzt. „Zwei Dinge sind daher ganz wichtig: Eine Stabilisierung der Haltemuskulatur durch gezieltes Training und eine entzündungshemmende Ernährung, also viel Gemüse, Fisch, Omega-3-Fettsäuren und genügend Eiweiß.“ Zudem müsse die Belastung des Spielers gesteuert werden.

Nomolas am 25.04.2019, 19:13
Und ein fähiger Sportmediziner sollte auch wissen, dass sich mit Glucosamin, Polynucleotid-Gel und Hyaluronsäre ein Knorpel sogar wiederherstellen lässt... 😉
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WERDER2016 am 25.04.2019, 21:49
Belastungssteuerung - wie bei Bargfrede. Na hoffentlich geht das gut.
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bode79 am 26.04.2019, 00:04
@ Nomolas: Glucosamin, Polynucleotid-Gel und Hyaluronsäure helfen bei einem richtigen Knorpelschaden nur dem behandelnden Arzt. Die kaputte Knorpelstelle muss entlastet werden und das geht meistens nur durch eine Korrekturosteotomie, indem operativ aus einem O-Bein ein X-Bein gemacht wird. Dazu muss das Schienbein angesägt, um einige mm gespalten werden und dann mit Platten verschraubt werden. Dadurch verändert sich die mechanische Achse auf eine komplett bisher unbelastete Stelle im Kniegelenk.
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Nomolas am 26.04.2019, 11:26
Was bezeichnen Sie denn als "richtigen" Knorpelschaden?
Fakt ist, dass sich ein Knorpel wiederherstellen lässt. Nicht mehr und nicht weniger war meine Meinung zur Aussage von Dr. Pöttgen.
Darüberhinaus gibt es in der Tat in der BL Spieler welche sich einer Knorpelregeneration unterzogen haben und wieder problemlos spielen können. So lange der Knorpel das Gelenk noch nicht vollständig geschädigt hat, ist dies auch kein Problem.
Wäre bei Füllkrug das Gelenk in diesem Grad geschädigt, glaube ich kaum dass die Mediziner den Medizincheck als bestanden deklariert hätten.

Und: Nur weil eine Behandlungsmethode nicht zur regulären Methodik gehört, so heisst es nicht dass nur der Mediziner davon profitiert.
Davon abgesehen ist eine Korrekturosteotomie schon recht invasiv und kann die Rekonvaleszenszeit verlängern, vor allem müsste Ihrem Vorschlag nach, nach Abschluss der Plattenosteosynthese ein weiterer Eingriff vorgenommen werden um die Platten zu entfernen.
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bode79 am 26.04.2019, 22:06
Fakt ist, dass sich ein Knorpelschaden 3. oder 4. Grades nicht wieder regenerieren lässt. Die in den Medien publizierten Ansätze einer natürlichen Knorpelregeneration beruhen derzeit nur auf einer 1-Jahres- Studie bei 20 Patienten aus dem Jahr 2011. Man kann den Schmerz und auch die Belastung durch eine physiotherapeutische Behandlung in den Griff bekommen. Aber liegt der Knochen erstmal frei bei einem Schaden 4. Grades, besteht das Risiko einer massiven Wassereinlagerung im Knochen, die sich dann zu einer Entzündung entwickeln kann.
Eine Beinachsenkorrektur ist kein ungewöhnlicher Eingriff, nach ca. 6 Monaten ist i.d.R. die 100%ige Sportfähigkeit wiederhergestellt. Die eingesetzten Platten werden nach ca. 1 Jahr wieder entfernt, was im Vergleich zum vorigen Eingriff nur eine kleine OP ist.
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alanya_fuchs am 26.04.2019, 08:47
Auha, Spezialisten und Fachärzte unter sich?
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