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21.03.2018
Zur Sache

Das ist die 50+1-Regel

© dpa


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Die sogenannte 50+1-Regel ist eine deutsche Besonderheit im internationalen Profifußball. Sie soll verhindern, dass ein Investor die Stimmenmehrheit an einem Klub erhält. Die 50+1-Regel besagt, dass 50 Prozent plus eine weitere Stimme im Besitz des Stammvereins bleiben müssen. Wörtlich heißt es dazu in Paragraph 16c Absatz zwei der Satzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): „Eine Kapitalgesellschaft kann nur eine Lizenz für die Lizenzligen und damit die Mitgliedschaft im Ligaverband erwerben, wenn ein Verein mehrheitlich an ihr beteiligt ist (…).“

Ziel ist es, die sportlichen Interessen des Vereins vor möglichen wirtschaftlichen Interessen eines Geldgebers zu schützen. Die DFB-Satzung erlaubt allerdings eine Ausnahme: Hat ein Investor einen Verein mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert, darf er bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) einen Antrag auf Übernahme der Stimmenmehrheit beantragen. Die Regelung wird auch als „Lex Leverkusen“ bezeichnet, weil der Konzern Bayer aus genanntem Grund die Mehrheit am Klub Bayer Leverkusen halten darf. Gleiches gilt für Volkswagen beim VfL Wolfsburg und den Unternehmer Dietmar Hopp bei 1899 Hoffenheim.

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