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18.12.2018
Werder demonstriert Lockerheit

Das Anti-Druckspiel

© nordphoto


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Es ist angerichtet: 20.30 Uhr am Mittwochabend gegen Hoffenheim, letztes Heimspiel des Jahres, ein Weihnachtsbaum statt Raute auf dem Trikot, und das Flutlicht brennt im Weserstadion. Florian Kohfeldt weiß, was das bedeutet: „Eine besondere Atmosphäre, die uns anspornt. Es ist ein besonderes Spiel.„ Und natürlich will die Mannschaft die Zuschauer beschenken: „Wir wollen uns mit Punkten von unseren Fans verabschieden.“

Wir wollen, sagte Kohfeldt, von müssen war nicht die Rede. Das letzte Heimspiel davor, ebenfalls um 20.30 Uhr unter Flutlicht gegen Fortuna Düsseldorf, war auch etwas Besonderes. Aufgrund der Atmosphäre, und aufgrund der klaren Zielsetzung: es war ein Spiel, das unbedingt gewinnen werden musste. Kohfeldt forderte das vor der Partie gegen Düsseldorf deutlich ein, er sprach von einem Pflichtsieg in einem Druckspiel. Jetzt, vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim, ist die Situation ähnlich, und doch eine andere für den Trainer.
„Ich habe ein Spiel hervorgehoben, das gegen Düsseldorf. Da habe ich offen gesagt, dass wir gewinnen müssen. Damit ist das abgeschlossen„, sagt Kohfeldt. Düsseldorf war Düsseldorf, eine Zuspitzung der Bedeutung der Partie gegen Hoffenheim lehnt er ab. „Ich möchte das Spiel nicht zu hoch hängen. Wie alle Spiele ist auch das ein wichtiges für uns.“

Nur die Ruhe

Kohfeldt und auch Frank Baumann waren auf der Pressekonferenz zum letzten Heimspiel am Dienstag darum bemüht, Druck herauszunehmen statt zusätzlichen aufzubauen. Es sei ein besonderes Spiel, aber mehr wegen des Drumherum als der sportlichen Bedeutung. „Natürlich ist es schön, Weihnachten mit einem guten Gefühl feiern zu können„, sagt Baumann. Ein Gefühl, dass durch einen Sieg gegen Hoffenheim entstehen würde. „Aber für unsere Ausrichtung der gesamten Saison spielt das keine Rolle.“

Auch bei einer Niederlage gegen Hoffenheim und in Leipzig gilt es, das Ganze im Blick zu behalten, wollte Baumann damit sagen. Kohfeldt und Baumann wollen bei noch zwei ausstehenden Spielen keine Bilanz ziehen, was durchaus verständlich ist. Sie wollen aber auch keine negative Bilanz ziehen, falls keiner der sechs noch zu vergebenden Punkte auf dem Bremer Konto landet. „Wir werden, unabhängig von den letzten beiden Spielen, besser dastehen als vergangenes Jahr", sagt Baumann. Und es klang ein Ausrufezeichen am Ende des Satzes mit.

Wohin führt der Weg?

Das ist ohne Zweifel richtig. Vor einem Jahr hatte Werder nach 17 Spieltagen 15 Punkte auf dem Konto und steckte tief im Abstiegskampf. Holt Werder gegen Hoffenheim und Leipzig keinen Zähler mehr, wären es nach Abschluss der Hinrunde 21 Punkte, sechs mehr als vor einem Jahr. Die Frage ist, ob das eine gute Bilanz wäre angesichts der Investitionen des Sommers und formulierten Ziele, oder doch eher eine mäßige. Werder würde dann nicht um den Klassenerhalt bangen, Werder wäre aber auch weit entfernt vom Ziel Europa League. Werder wäre Mittelmaß.

Das wissen auch die Verantwortlichen Kohfeldt und Baumann, weshalb es wenig überraschend ist, dass sie der Frage nach einer Bilanz ausweichen versuchten. „Wir sind in einer Position, die alle Möglichkeiten offen lässt„, sagt Kohfeldt, um kein negatives Szenario zuzulassen. Trainer und Sportchef verweisen darauf, was aufgrund der aktuellen sportlichen Lage noch möglich ist: “Wir können mit einem Sieg ein Spitzenteam wie Hoffenheim in der Tabelle hinter uns lassen„, sagt Baumann. Und Kohfeldt fügt an: “Das haben wir thematisiert, und es ist ein Ansporn für die Mannschaft.„ Vor allem aber zeige die sportlich gute Ausgangslage eines: „Es eine Bestätigung des Weges, den Werder in letzter Zeit genommen hat“, sagt Kohfeldt. Mit einem Erfolg gegen Hoffenheim oder Leipzig würde Werder auf diesem Weg ein gutes Stück weiter vorankommen.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

Greenkeeper10 am 18.12.2018, 18:40
Huh kein plus Artikel
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pavla am 18.12.2018, 20:22
Diese plus Artikel nerven echt
Hört mal auf mit dem Mist kann die wirklich spannenden teile nicht mehr lesen
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WERDER2016 am 18.12.2018, 20:54
Es stehen zuviele Konjunktive im Raum. Ebenso scheint man nach außen hin trügerisch selbstzufrieden zu sein. Positiv zu denken schadet normalerweise nicht, aber unter dem Strich fehlt zuviel Zählbares. Haltungsnoten gibt es nur in anderen Sportarten, nicht in der Fußballbundesliga. 4 Punkte aus 7 Spielen ist viel zu wenig, nur 96 und Nürnberg waren in dieser Zeit noch schlechter. Ein Abschluss der Vorrunde mit 6 Punkten mehr als im letzten Jahr wäre aus meiner Sicht dann doch etwas wenig vor allem bei dem betriebenem Aufwand und mit einem deutlich besseren Kader. Und wer garantiert eigentlich, dass der Abwärtstrend im neuen Jahr aufgehalten wird? Die zugegeben mutige und ansehnliche Spielweise jedenfalls nicht, solange die individuellen Fehler weiter an der Tagesordnug bleiben.

Warten wir ab, was die beiden Spiele am Ende hergeben. Ich befürchte nicht viel, der Spannungsbogen ist mir nicht groß genug. Jetzt schon eine mehr oder wenige positive Bilanz zu ziehen könnte bei dem einen oder anderen Profi zu einem Motivationsproblem werden. Nach der Klatsche gegen LEV war man ähnlich positiv gestimmt. Was folgte war das schlechteste Saisonspiel gegen Mainz.
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susanneundjens am 18.12.2018, 22:09
6 Punkte mehr in nur einer Halbserie wären sehr wohl schon ein ziemlicher Schritt nach vorne. Ansonsten sehe ich das ähnlich. "Eigentlich waren wir ja ganz gut"..höre ich zu oft. Mal ein, zwei Spiele ok, aber in der Tat gab es in einem langen Zeitraum nur einen Sieg. Mit der Einstellung vom Samstag und mit weniger Schläfrigkeit sollte Hoffenheim zu schlagen sein. Und wenn man nach Europa will, tja, dann muss man zuhause auch mal direkte Konkurrenz putzen.
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Werderstern68 am 19.12.2018, 08:28
Also total unzufrieden bin ich mit 21 Punkten bisher nicht aber 6 Punkte mehr gegenüber der mit Abstand schlechtesten Hinrunde der Bundesligageschichte ( selbst iin der Abstiegssainson 79/80 hatten wir mehr Punkte) sind dann doch relativ und eben nicht ein ziemlicher Schritt nach vorn.
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delles.wiki am 18.12.2018, 23:56
Ist mir deutlich zu negativ, diese Sichtweise. Natürlich ist es gut, Druck vor diesem Spiel rauszunehmen, so wie dies Florian Kohfeldt tut. Hoffenheim ist mitnichten ein Selbstgänger, offensiv ungemein stark. Warum sollte man sich da weit aus dem Fenster lehnen und verkünden: "Die müssen wir unbedingt schlagen! ", um nachher womöglich in Sack und Asche zu gehen? Genau richtig, was die Verantwortlichen machen. Und mit einem möglicherweise vermuteten Einstellungsproblem hat das überhaupt nichts tu run. Unsinn, das alles. Spannungsabfall etc. hat es unter Kohfeldt meiner Ansicht nach überhaupt noch nicht gegeben. Kann man auch an den einzelnen Spielen sehen, dass Werder immer alles versucht hat, mit Abstrichen vielleicht gegen Mainz. Und Düsseldorf war eine ganz andere Situation, das war ein Pflichtsieg und entsprechend hat es der Trainer im Vorfeld der Partie kommuniziert. Man stelle sich vor, was los gewesen wäre, wenn in diesem Spiel nicht gepunktet worden wäre, und entsprechend hat es eben Kohfeldt vor der Partie kommuniziert. Dieses ganze negative Gerede geht mir auf die Nerven, von wegen 7-Spieltage-Tabelle usw. Als wenn die Siege gegen die anderen Mannschaften, die vor uns stehen und die vorher eingefahren wurden, nichts zählten (Frankfurt, Wolfsburg, Hertha).Und überhaupt, dieses "Das muss man aber gewinnen! "- Gerede kann man sich abschminken, wie es Düsseldorf auch eben gegen Dortmund gezeigt hat. Jedes Spiel ist schwer und muss gespielt, jede Mannschaft niedergerungen werden, und wenn man nicht 100% fokussiert ist, geht's daneben, wie in Mainz. Aber ein Mentalitätsproblem haben wir mitnichten, das hat die Mannschaft auch in Dortmund wieder gezeigt. Nuancen geben den Ausschlag, deswegen muss man hier nicht unangebrachte Katerstimmung verbreiten. Aber mir ist schon klar, das diese Sichtweise nicht besonders ausgeprägt ist hier im Forum.
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Netzorath am 19.12.2018, 13:07
@delles.wiki
Volle Zustimmung zu diesem und Ihren beiden nächsten Beiträgen. "Albern" ist die richtige Bezeichnung. Was man hier lesen muss, hat nichts mit einer Mannschaft zu tun, die soeben dem Tabellenführer auf Augenhöhe alles abverlangt hat. Es lohnt sich eigentlich nicht, solche Beiträge zu lesen.
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fh_king am 19.12.2018, 00:46
Ich male jetzt mal ein noch düstereres Szenario: Nach der Niederlage gegen Hoffenheim und Leipzig sind es 4 Punkte aus 9 Spielen. Eine Statistik, bei der damals VS schon lange weg war und AN so gut wie weg war...und beide hatten mMn einen schlechteren/mehr Verletzungspech im Kader...(PS: Keine Ahnung, warum der Kommentar hier auftaucht, sollte er sich doch auf WERDER2016 beziehen)
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delles.wiki am 19.12.2018, 07:05
Na, das wird ja immer abenteuerlicher. Deutlich besserer Kader? Ich denke, Delaney und Belofodil beweisen gerade, dass sie eigentlich richtig schmerzhafte Verluste für Werder sind. Dagegen haben sich Osako und Klaassen hier, nach jeweils wenig erfolgreichen Vorsaisons, gut entwickelt, das stimmt. Könnte man aber auch dem Trainerteam zugute halten. Aber "deutlich besserer Kader ", um das als Argument gegen den Trainer zu verwenden, verkehrt das oben genannte in sein Gegenteil, das ist ja albern! Unter den von Ihnen angeführten neun Begegnungen sind meiner Ansicht nach mit Leverkusen, Gladbach, Bayern, Dortmund und nun eben Hoffenheim und Leipzig sechs Teams gegen die, schaut man sich deren Kader an, Werder keineswegs als Favorit gelten darf / durfte. Und von den übrigen drei Spielen ging nur das gegen Mainz verloren. Zumindest merkwürdig, dieses Anspruchsdenken, als wenn bei den anderen nur Bratwürste unterwegs wären. Und Haltungsnoten können wir sehr wohl verteilen, denn die Mannschaft glaubt an sich, das hat man doch jetzt gegen Dortmund wieder gesehen. Sie, das Trainerteam und das Team drumherum haben jede Unterstützung verdient, sie machen einen guten Job!
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WERDER2016 am 19.12.2018, 10:39
Für mich geht es nicht darum, dem Trainerteam und den anderen Verantwortlichen die Unterstützung abzusprechen. Natürlich haben sie diese verdient. Das Anspruchsdenken haben aber gerade auch die sportlich Verantwortlichen geschürt und die Ziele dabei auf eine höhere Stufe gelegt. Sie und die Medien waren es doch, die den Kader über das vergangene Personal gestellt haben. Belfodil vermisst man erst, seit er in Hoffenheim gute Leistungen bringt, Klaassen galt doch lange Zeit als der bessere Delaney und wird bei einem drohenden Ausfall von Baumann als w i c h t i g s t e r Spieler hochgelobt.

Sie führen auch das gestrige Spiel von Düsseldorf gegen den BVB an. Genau dieses Spiel zeigt, dass Werder nicht zufrieden sein darf. Ich habe eine Düsseldorfer Mannschaft gesehen, die in solchen Spielen ein anderes Konzept verfolgt, auch spielerisch, aber auf Konter ausgerichtet. Ich denke immer noch, dass man gegen die Topteams auf diese Art und Weise eher zu Punkten kommt. Und das, was gestern von der Fortuna zu sehen war, war alles andere als destruktiver Fußball. So haben sie schon bei RB, den Bayern sowie Hertha und 1899 gepunktet. Darüber hinaus waren sie gegen S 04 und LEV über lange Strecken die bessere Mannschaft.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, auch ich sehe die derzeitige Spielweise von Werder als positive Entwicklung. Aber im Moment wird dieser Weg als alternativlos verkauft. Leider wird man damit von Spiel zu Spiel aber auch berechenbarer, denn dieser Ballbesitzfußball ist auf Dauer doch durchschaubar geworden. Außerdem fehlt Werder hierfür auch das entsprechende Tempo. Die Ballstaffetten bei Ballbesitz wenn der Gegner hinten drin steht sind mitunter sehr statisch und mit wenig überraschenden Elementen.
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jamal0781 am 19.12.2018, 11:09
4 Punkte aus 9 Spielen wäre echt Wahnsinn.
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djhg am 19.12.2018, 12:28
„Werder ist eine Mannschaft, die unheimlich variabel und schwer zu analysieren ist. Sie spielen sehr viele Grundordnungen – sowohl mit Ball als auch bei gegnerischem Ballbesitz", sagte der Coach am Dienstag auf der Spieltags-Pressekonferenz der Kraichgauer. "Es gibt zwar klare Muster, aber die werden immer wieder unterschiedlich bespielt. Das ist nicht ganz so einfach zu verteidigen."

Also ganz so einfach und ausrechenbar, wie Sie (WERDER2016) das hier schreiben und zu wissen glauben, scheint Werder dann doch nicht zu sein. Würde Herrn Nagelsmann jetzt mal eine gewisse Fachkompetenz unterstellen...
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Netzorath am 19.12.2018, 13:15
Strategisch halte ich es für falsch, gegen die Topmannschaften nicht zu versuchen, spielerisch mitzuhalten. Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir so spielen. Sonst bleiben wir immer die Underdogs, die Fußballverhinderer. Bekanntlich war das schon mal ganz anders.
Wenn Dortmund in Düsseldorf so aufgetreten wäre wie gegen Werder, hätte es eine Klatsche für die Fortuna gegeben - wenn Dortmund so pomadig wie gestern gegen Werder aufgetreten wäre, hätte Werder dort drei Punkte gemacht. Es stehen immer zwei Teams auf dem Platz, bitte nicht vergessen.
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am 19.12.2018, 00:46
Der Kommentar wurde durch die Verfasserin / den Verfasser gelöscht. Sofern Antworten auf diesen Kommentar vorhanden waren, wurden diese ebenfalls entfernt.
chrijunge am 19.12.2018, 10:39
Sehe ich auch so wie die meisten. 21 Punkte bisher sind okay, 24 oder 25 wären sehr gut. Die Serie der letzten 7 Spiele trübt die Stimmung etwas. Auch das schöne attraktive Offensivspiel vom Anfang ist verloren gegangen ( Dortmund konnte ich nicht sehen, wenn es dort zu sehen war, mea culpa ;)

Wir haben uns diese Saison ordentlich verstärkt, so dass es dieses Jahr Gott sei Dank seit Jahren nicht mehr um den Abstieg geht. Für Europa reicht unser Budget und unsere Leistung aber nicht aus, da werden ganz andere Mannschaften landen, vlt auch noch 1-2, die gerade hinter Bremen und Ihren Leistungen stehen...
Einfach so weiter machen, eine glückliche Saison spielen, nach Europa, dann ordentlich in Breite investieren und dann wird es vlt wieder was.
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1-Werder am 19.12.2018, 12:28
Ich denke schon, dass es legitim ist, nach den letzten 7 Spielen mit lediglich 4 Punkten eine eher verhaltene Bilanz zu ziehen. Und SOLLTEN die beiden letzten Spiele keine Punkte zeitigen, nun, dann hat sich das Thema "Europa" erledigt und der Anspruch, zumindestens in Reichweite der Top-6 zu gelangen, kann mE. adacta gelegt werden. Ich gebe jenen Foristen recht, die in Anspruch nehmen, dass Werder sich mit Fokus "E" verstärkt hat. Die Millionen-Investitionen wurden nicht getätigt, um den viertletzten Tabellenplatz zu erreichen. Ergos ist der Anspruch an das Team höher einzustufen, nebst den Investitionen werden mit grösster Wahrscheinlichkeit auch die Honoraraufwendungen einen anderen Charakter haben. Und diesem Anspruch haben sich hochgezahlte Professionals (Management, Trainer und Spieler) zu stellen. Da sind mit Schönwetter-Äusserungen wie, "wir hatten kein Glück, eigentlich war der Gegner nicht viel stärker, eine Minute Verlängerung wurde uns verwehrt" zu wenig. Das kann für 2-3 Spiele gelten, nicht für 7. Drum: bis Ende Woche sind 2 bis 3 Punkte ein MUST. Wenn Professionals nicht mit diesem Druck umgehen können, dann besteht Handlungsbedarf.
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wolfgramm am 19.12.2018, 13:00
Ich bin da ganz bei Ihnen @1-Werder und Leute wie @delles.wiki sollten sich mal hinterfragen,ob man immer nur alles positiv sehen sollte.Man muss kein @sweetwater sein,um die Vorrunde,sollte es bei 21 Punkten bleiben auch mal kritisch zu sehen.Vielleicht ist der Kader nicht viel stärker als letztes Jahr.Auch das wäre dann ja zu kritisieren,weil man ja endlich mal etwas Geld in die Hand genommen hat.Außerdem Belfodil jetzt als schmerzlichen Abgang hinzustellen finde ich abenteuerlich.Lesen Sie meine alten Kommentare,wo ich den Abgang kritisierte,ich erhielt nur negative Antworten,weil hier niemand ihm nachtrauerte.Auch Delaney wurde anfangs nicht vermisst,Klaassen wurde als guter Ersatz empfunden.Ohne die von allen Verantwortlichen(Kohfeldt,Baumann,Bode,Spieler) gesetzten Ziele,also mindestens EL könnte man ja noch zufrieden sein,so wie es @susanneundjens andeutet.Man muss sich aber jetzt dieser Zielsetzung stellen.Und diese ist,2 Niederlagen vorausgesetzt,nicht mehr haltbar.Und dann kann man das nicht mehr schönreden.Ich hatte vor kurzer Zeit schon mal geschrieben:Skripnik,Nouri,Kohfeldt,Hübscher.War natürlich polemisch gemeint,aber @fh_king hat nicht Unrecht,dass Nouri z.B.vielleicht schon weg wäre.Ich stehe immer noch voll hinter Kohfeldt,alleine wegen der Kontiunität wegen schon.3 U23 Trainer innerhalb so kurzer Zeit zu entlassen wäre schon peinlich.Aber ein Platz 14 in dieser Saison könnte man wohl kaum als Erfolg verbuchen.Übrigens sehe ich das wie @susanneundjens,dass man durchaus Hoffenheim schlagen kann,aber eigentlich auch muss.Als ich vor einiger Zeit anmerkte,dass man gegen die direkte Konkurrenz auch mal punkten müsse,hielten die meisten hier die Spiele gegen Freiburg und Düsseldorf für wichtiger.Das wurden aber auch keine 6 PunkteAbschließend sei erwähnt,dass man natürlich manch positives in letzter Zeit erkennen kann,mich stört hier aber dauerhaft,dass manche Leute das Negative ständig ausblenden.Noch ein Wort zu Dortmund:Vor dem Spiel gegen Werder sagte ich,die seien mal fällig.Düsseldorf hat es bewiesen.
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djhg am 19.12.2018, 13:39
"Man muss sich aber jetzt dieser Zielsetzung stellen.Und diese ist,2 Niederlagen vorausgesetzt,nicht mehr haltbar.Und dann kann man das nicht mehr schönreden."

Also kritisch meinet wegen, aber hier zu schreiben, dass bei 2 Niederlagen die Saisonziele nicht mehr haltbar sind, ist ja wohl nicht ihr Ernst. Wenn doch, dann muss ich ausnahmsweise mal sagen, das ist wirklich lächerlich. Ihnen ist aber schon bewußt, dass in der Rückrunde noch 18 Spiele kommen, in den jeweils 3 Punkte zu holen sind oder? Entschieden (egal in welche Richtung) oder gar unhaltbar ist hier noch gar nichts. Dortmund war nach dem Sieg gegen Bremen ja auch schon Meister. Neun Punkte Vorsprung = absolut uneinholbar, etc. Nun haben sie gestern verloren und wenn es am Freitag gegen Gladbach schlecht läuft, sind es auf einmal nur noch 3 Punkte Vorsprung. Das ist ein sehr akutelles Beispiel, dass sich in wenigen Spielen SEHR viel ändern kann. In positive und negative Richtung. Aber hier nach 15 von 34 Spielen und aktuell 4 Punkten Rückstand auf Platz 6 (und WOB hat schon 16 Spiele) von "unhaltbaren Zielen" zu reden ist schlicht ein Witz.

Wenn Düsseldorf jetzt sagt, wir werden 2019 Meister, dann würde ich auch sagen "unhaltbar"...
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Netzorath am 19.12.2018, 12:56
Selbstverständlich wären "6 Punkte mehr in nur einer Halbserie ... sehr wohl schon ein ziemlicher Schritt nach vorne". Dieses Anspruchsdenken, von dem selbst nach meiner Einschätzung so nüchterne Zeitgenossen wie WERDER2016 erfasst sind, macht mich bisweilen fassungslos. Natürlich gibt es keine Haltungsnoten, aber den Fortschritt der Mannschaft ganz allein von einer (nach ganz subjektiver Wertung zu wenig gestiegenen) Punktzahl abhängig zu machen, scheint mir doch zu eng und zu kurz gedacht. Wir haben viele Jahre Abstiegskampf mit wechselnden Trainern und ebenso wechselnden Spielauffassungen hinter uns und sehen nun endlich eine Mannschaft, die in jeder Hinsicht deutlich mehr kann als all die Jahre zuvor, der es aber, und das halte ich eben für absolut normal, noch an einigem, vor allem an Kontinuität fehlt. Ein Spiel, das in die Hose geht wie gegen Leverkusen, schüttelt sie nicht so ab wie Gladbach das gleiche Erlebnis ein paar Tage danach, das war nicht zu übersehen, und am Anfang hatte sie sich noch nicht gefunden und Punkte zuhause verschenkt, alles völlig normal für die Entwicklung, in der sie sich befindet. Aber die deutlich gestiegene Leistungsfähigkeit wird, da lehne ich mich gern aus dem Fenster, sich mittel- bis langfristig sehr deutlich im Tabellenplatz widerspiegeln. Und ihr immer vorzuhalten, dass sie den sechsten Platz als Ziel ausgegeben hat, finde ich sowieso nicht sachgerecht. Ehrgeizige Ziele muss man sich setzen, und nach dem 11. zuletzt konnte das ja nicht etwa der 10. Platz sein.
Wem zu viele Konjunktive im Raum stehen, dem muss ich entgegenhalten, dass der Konjunktiv des Abstiegs, der hier, vielleicht hat das der eine oder andere schon vergessen, einige Jahre nicht nur im Raum stand, sondern grell erleuchtet war, jedenfalls erst mal verschwunden ist und anderen Möglichkeitsformen weichen musste.
Die Bayern und Dortmunder überholen dauert noch ein bisschen, falls jemand das anders für möglich gehalten haben sollte wie diejenigen, die, als wir vorübergehend auf dem 3. Platz gelandet waren, erstmalig seit unzähligen Jahren, das Stichwort Leicester fallen ließen. Das war natürlich reine Träumerei.
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wolfgramm am 19.12.2018, 16:27
Dass man das Wort Abstieg nicht mehr erwähnen muss ist ein Fortschritt,da gebe ich Ihnen Recht.Zu Ihrer Prognose kann man geteilter Meinung sein.Kruse deutete an,dass eine EL-Teilnahme ein wichtiges Kriterium sein könnte,in Bremen zu bleiben.Auch Pavlenka,der mir sogar wichtiger erscheint,könnte es davon abhängig machen.Sollte man das ja nun mal angekündigte Ziel Ziel verfehlen,weiß man nicht was passiert.Die Enttäuschung könnte bei einigen groß sein.Ich fand das Ziel EL eigentlich auch nicht verkehrt,sollte man aber klar daran scheitern könnte es kompliziert werden.Heißt ja nicht,dass ich daran glaube.Ich glaube aber schon,dass es heute schon um einiges geht,es zählen am Ende nämlich doch Punkte und Tabellenstände.53 Punkte brauchte man letztes Jahr für die EL.@djhg meint also,man könne ca.31 Punkte holen in der Rückrunde.Kann man meinen,kann man aber auch nicht meinen.Zu den Fortschritten kann man auch kritisch anmerken,dass man wohl keinen Gegner in Grund und Boden gespielt hat.Ein sehr gutes Spiel gegen Berlin,und sonst?Auch Stuttgart war gut trotz Niederlage.Aber nennen Sie mir ein weiteres Spiel,wo man völlig überzeugte.
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Netzorath am 19.12.2018, 18:18
Ihre Ansprüche sind restlos überzogen. Sie sehen den Werdegang nicht und dass aufgrund dessen die Mannschaft noch nicht "völlig überzeugen" kann, wie Sie es gern hätten. Die Bayern überholen dauert noch, hat Klopp in Dortmund mehrere Jahre gebraucht, Sie erwarten es nach einem Jahr.
Sehr gute Spiele waren für mich in Dortmund, Schalke, gegen Hertha und Wolfsburg. Klar, Stuttgart auch, viele Chancen ausgelassen, anders in Augsburg, wo es dieses Mal nicht so gut war wie im März, als sie das beste Spiel unter Kohfeldt gemacht haben und man erkennen konnte, wohin der Weg geht.
Im Übrigen siehe Herzraute 13.56 Uhr, voll meine Meinung.
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wolfgramm am 19.12.2018, 19:55
Es waren nicht meine Ansprüche,sondern die der Verantwortlichen.Eine Besserung,nämlich die,nicht unmittelbar mit dem Abstieg zu tun zu haben,sehe ich wie beschrieben.Wo habe ich Erwartungen geäußert,mit Dortmund und Bayern zu konkurrieren?Nichts für ungut,gut dass ich mit Ihnen wieder diskutieren kann.Verschiedene Meinungen sind dabei völlig okay.
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Sweetwater am 19.12.2018, 13:41
Was für eine fiese Schönfärberei des Herrn Baumann!

Wenn Werder und die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht mal so gering, die letzten beiden Spiele der Hinserie verliert, wäre die versagende Punkteausbeute aus den letzten 9 Spielen von 27 möglichen erbärmliche 4 - in Worten vier-.
Eigentümlich von einigen Foristen hier eine "Weiterentwicklung" sehen zu wollen. Degeneration zu den untersten Tabellenregionen mit anschließender Stagnation in diesen wäre die richtigere Umschreibung. Werder ist derzeit nur ein fragiles, instabiles Gebilde, das am Anfang der Saison mit Augenwischerei und mit noch mehr Glück, Spiele für sich entscheiden konnte. Bis jetzt verlor man allesamt die Spiele gegen die Mächtigen der Liga, wie die genialen Bayern, den BVB und BMG. Dazu noch keine Erfolge gegen die potentiellen Absteiger H96,Nürnberg, eine Niederlage VFB, überdies Aufbaugegner für B04.
Nach den letzten, schon seit geraumer Zeit gezeigten desaströsen Leistungen, etabliert sich Werder nur wieder in die Tabellenregionen, die in der Symbiose Manager/ Trainer mit Unerfahrenheit logische Folgen sind.
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Herzraute am 19.12.2018, 13:56
Ich sehe die erste Halbserie als gelungen an.
Wir haben 6 Punkte mehr als letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt.
Wir spielen einen deutlich besseren Fußball als letztes Jahr. Wir haben einen Kader der motiviert ist und sich etwas traut.
Wir bauen allmählich junge Talente in den Kader ein. Siehe J.Eggestein und J.Sargent.
Unser Trainer hat es geschafft eine Mannschaft zu formen, die im laufe des Spiels fließend die Spielsysteme wechseln können. Wir sind überhaupt nicht leicht auszurechnen wie manche hier behaupten. Sogar viele andere Trainer gegen die wir gespielt haben bestätigen dies. Da wird schon etwas dran sein.

Ich sehe unseren Kader nicht DEUTLICH besser. Delaney war ein großer Verlust. Gondorf und die anderen Abgänge wurden meiner Meinung nach gut ersetzt. Wir sind meiner Meinung nach gleich stark aufgestellt wie letztes Jahr. Haben aber jetzt schon 6 Punkte mehr und es könnten ja noch welche dazu kommen. Dann reden wir womöglich von 9 oder 12 Punkten mehr als letztes Jahr. Das sind für mich Zahlen die für sich sprechen. Und selbst wenn keine Punkte mehr dazu kommen, so sind wir dennoch besser als letztes Jahr.

Ich vertraue unseren Trainer und unserer Mannschaft. Wir haben den richtigen Konkurrenzkampf in der Mannschaft und jeder ist heiß und gewillt Gas zu geben.
Siehe unser Mittelfeld mit Sahin, M.Eggestein, Klaassen, Möhwald und wenn fit Bargfrede.
Siehe die Offensive mit Rashica, Kainz, J.Eggestein, Kruse, Osako, Harnik, Sargent, Pizarro und wenn fit Bartels.
Das ist Konkurrenzkampf pur!
Natürlich sind einige Spieler wie Kruse gesetzt. Er ist mit Abstand unser bester und wichtigster Spieler. Aber alle anderen Spieler kämpfen um den Platz in der ersten Elf. Und dort sehen wir Spieltag für Spieltag, dass dort Änderungen zu sehen sind. Dort entscheiden die Trainingsleistungen und das Leistungsprinzip. Das ist super denn nur so bleibt eine Mannschaft unter Spannung.

Ich sehe unsere Mannschaft für die Rückrunde gut aufgestellt und bin positiv gestimmt.
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Netzorath am 19.12.2018, 18:31
Großartiger Beitrag, volle Zustimmung!
Der Kader wird noch besser, wenn die Neuen voll integriert sind und die nachwachsenden Spieler wie Rashica, Sargent, Johannes u.a. zu ihrer Leistungsstärke gefunden haben (oder auch nicht, aber dann belasten sie das Team nicht mehr, weil sie dann nicht mehr ausprobiert werden) und die Mannschaft sich richtig gefunden hat und an sich glaubt, dann werden wir mehr Kontinuität haben, die jetzt noch nicht möglich ist.
Ich bin ziemlich sicher, dass es so kommt. Die Ansätze sind einfach da. Aber bei Nouri auch schon, da habe ich kräftig daneben gelegen, den habe ich krass überschätzt, das muss ich zugeben.
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