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21.01.2019
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D wie Djilobodji, Papy

© nordphoto


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Assani Lukimya war auf dem Sprung in die chinesische Super League, Werder in der Winterpause mal wieder tief drin im Abstiegskampf und stellte mit 32 Gegentoren nach dem VfB Stuttgart die Schießbude der Liga – es lag also auf der Hand, dass in der Innenverteidigung dringend Hilfe benötigt wurde. Fündig wurde Sportchef Thomas Eichin beim großen FC Chelsea. Dort versauerte Papy Djilobodji auf der Bank, für den Senegalesen war im bestens aufgestellten Kader der Londoner kaum mal Platz, um wenigstens das eine oder andere Spiel zu bestreiten. Mit einer einzigen Minute Spielpraxis gegen den Drittligisten FC Walsall im Gepäck reiste Djilobodji nach Bremen, wurde dort aber in der Rückrunde auf Anhieb nicht nur zum Stammspieler, sondern auch zum Leistungsträger.

In 14 der 17 Spiele stand Djilobodji von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz, die restlichen drei Partien verpasste er wegen Sperren, unter anderem sperrte ihn das Sportgericht wegen einer Kopf-ab-Geste und damit „krass sportwidrigem Verhalten“ für zwei Spiele. Am letzten Spieltag drohte Werder im Endspiel gegen Eintracht Frankfurt der direkte Abstieg in die zweite Liga, in diesem wichtigsten Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte wurde dann der Leihspieler zum Retter. Zwei Minuten vor dem Ende stocherte Djilobodji den Ball nach einer Ecke irgendwie über die Linie, Werder vermied den Abstieg und sogar noch die drohende Relegation – und schickte Frankfurt dafür in die beiden Entscheidungsspiele.

Gerne hätte Werder den Spieler auch nach Ablauf der Leihe behalten, Djilobodji ging aber zurück nach England – und wurde dort alles andere als glücklich. Mit Sunderland stieg er erst in die zweite, dann sogar in die dritte Liga ab. Djilobodji meldete sich danach fast drei Monate lang nicht zum Dienst, erzwang so mehr oder weniger die Auflösung seines Vertrags bei den „Black Cats“ und war ein halbes Jahr arbeitslos. Mittlerweile hat er mit EA Guingamp aus der Ligue 1 wenigstens wieder einen Klub gefunden.

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