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Rasenreport
06.03.2019
Nach Langkamp-Ausfall

Chancen für die zweite Abwehrreihe

© nordphoto


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Manchmal wird die Zukunft schneller Gegenwart als man denkt. Als Florian Kohfeldt Milos Veljkovic vor wenigen Wochen auf die Bank verbannte und stattdessen Sebastian Langkamp zu Niklas Moisanders Partner in der Innenverteidigung beförderte, betonte Werders Trainer, dass Veljkovic auf jeden Fall die Zukunft bei Werder gehöre, Langkamp aber die bessere Wahl für die Gegenwart sei.

Nun fehlt Langkamp Werder aufgrund einer Schulterverletzung für mindestens zwei Spiele, es ist die Chance für Veljkovic seinen Stammplatz zurückzuerobern. Gegen Wolfsburg durfte der serbische Nationalspieler kurz vor der Pause für den verletzten Langkamp rein, sein Trainer attestierte ihm im Anschluss eine gute Leistung: „Milos hat es gut gemacht, als er reingekommen ist“, sagte Kohfeldt. Mindestens gegen Schalke am Freitag und gegen Leverkusen in der darauffolgenden Woche hat Veljkovic nun die Gelegenheit, seine Qualitäten einzubringen und sich neu für die Rolle des Stammspielers zu empfehlen. Schließlich ist das Rennen in der Innenverteidigung ein enges. Langkamp habe aber „keine Luft dran gelassen, obwohl Milos immer dran war. Es war ja auch keine Entscheidung gegen Milos, sondern eine für Basti. Er ist von Spiel zu Spiel besser geworden“, bewertete Kohfeldt den Konkurrenzkampf in der Abwehr.

Neue Gelegenheit für Friedl?

Während von dem Ausfall Langkamps nun in erster Linie Veljkovic profitieren dürfte, könnte aber auch Marco Friedl unter Umständen Nutzen aus der Situation ziehen. Denn Veljkovic geht mit der Hypothek von vier Gelben Karten in die kommenden Spiele. Eine mehr, und der 23-Jährige wäre im darauffolgenden Spiel gesperrt. Friedl, der in der Innenverteidigung und auf der linken Abwehrseite spielen kann, wäre der logische Ersatz. „Marco wird demnächst mehr Spielpraxis bekommen“, sagte Kohfeldt gegenüber der „Bild“, sicherlich ohne davon auszugehen, dass Veljkovic sich möglicherweise bald eine Sperre einfängt.

Für Friedl, der noch bis zum Sommer von den Bayern ausgeliehen ist, läuft die Saison keinesfalls nach Plan. „Es ist in dieser Saison etwas ungünstig für ihn gelaufen“, so Kohfeldt weiter. Tatsächlich stand Friedl in dieser Spielzeit erst dreimal auf dem Platz, was auch daran liegt, dass er mit Moisander und Ludwig Augustinsson überaus starke Konkurrenz hat. Dennoch ist man bei Werder vom Potenzial Friedls überzeugt. Friedl genieße „eine hohe Wertschätzung im Verein. Ich halte ihn schon jetzt für einen guten Profi und ich bin mir sicher, dass aus ihm ein Top-Spieler wird“, urteilte Kohfeldt. Die Wertschätzung für Friedl ist so hoch, dass man sich vorstellen kann, ihn über den Sommer hinaus bei Werder zu behalten. Zumindest haben Kohfeldt und Frank Baumann das zuletzt immer mal wieder betont. Es sieht also so aus als wäre nicht nur Veljkovic ein Mann für die Zukunft.

Die Aussagen von Florian Kohfeldt zu Marco Friedl gibt es in der aktuellen Ausgabe der „Bild“.

wyntonrufer am 06.03.2019, 09:29
Es ist ja gut, wenn ein Trainer seine Reservisten stark redet. Hier wird aber deutlich über das Ziel hinausgeschossen. 1. Veljkovic Schwächen sind seit mindestens einem Jahr stark auffällig und bekannt. Was nicht bedeutet, dass es auch gute Spiele gemacht hat. Die Fehlerquote ist auf dem Niveau nicht akzeptabel. 2. Friedl ist fast alles schuldig geblieben. Hier eine Ablösesumme an die Lederhosen zu zahlen, bitte nicht! Beide werden nicht die Lösung der Zukunft sein. Werder hat in der IV eine absehbare Großbaustelle. Das muss so nicht artikuliert werden, andererseits wird hier ein Eindruck vermittelt, der mich ziemlich nachdenklich macht.
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wolfgramm am 06.03.2019, 12:25
@wyntonrufer-Ich stimme Ihnen speziell zu Veljkovic zu,Friedl ist schwer zu beurteilen.Allein,dass Bayern ihn auf dem Zettel hatte,spricht für ihn.Er hat nicht oft gespielt,und dabei extrem unterschiedlich.Bei Veljkovic,der sehr gut begann,zeigt die Leistungskurve leider nach unten.Dass er Potenzial hat,hat aber auch er schon bewiesen.Zu Kohfeldts "Starkreden" von Spielern habe ich so meine eigene Meinung.Ich glaube,die meisten Spieler wissen ganz genau,ihre eigene Verfassung einzuschätzen.Es bringt wenig jemanden in dieser Hinsicht "stark" zu reden.Man muss natürlich auch keinen Spieler in der Öffentlichkeit "runtermachen"Heute kommt durch die Medien vieles an die Öffentlichkeit,was eigentlich hinter den Kulissen bearbeitet werden sollte.
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ikebod am 06.03.2019, 12:30
Dass Friedl, der diese Saison, s.o., nur drei Spiele gemacht hat, jemandem der nicht beim Training dabei ist einiges schuldig bleibt ist natürlich eine ziemlich flockige Aussage.
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