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23.04.2019
2. Quali-Turnier für Werders E-Sport-Cup

Bode sichert sich den Sieg

© Christina Kuhaupt


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Die Hände fest am Controller, der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt: So saßen die 32 Teilnehmer des Conblu-Fifa-19-Qualifikationsturnieres im Hudson Eventloft in der Überseestadt. Alle waren höchst konzentriert, jeder wollte sich eines der beiden begehrten Tickets für den Werder-Bremen-E-Sport-Cup sichern. Am Ende waren es Yannik Bode und Corvin Deterding, die sich für den Werder-Bremen-E-Sport-Cup qualifizieren konnten. Dort werden sich die beiden dann mit den besten Hobbyspielern an der Konsole messen. Doch es war ein heißer Wettkampf, den die beiden führen mussten.

Um 17 Uhr begann sich die Location langsam zu füllen. Nach der Anmeldung ging es für die begeisterten Fifa-19-Spieler schon einmal an einen der acht aufgestellten Fernseher. Warmspielen war angesagt. So gab es vor dem offiziellen Start schon die ein oder andere Partie. Aus 170 Bewerbungen durften am Ende 32 Akteure um einen Platz im Werder-Bremen-E-Sport-Cup kämpfen. „Wir haben acht Plätze bekommen und wollten den Spielern die Möglichkeit geben, ins Team Conblu zu kommen“, erklärte Organisator Kolja Pagel. Am Ende entschied das Los über einen Startplatz. „Wir hätten das Turnier auch größer gestalten können, aber so war es etwas familiärer“, sagte Pagel.

Einer der ersten im Hudson Eventloft war Leon Momberg, der für Organisator Kolja Pagel auch zum Favoritenkreis gehörte. Kein Wunder, denn Momberg fällt unter den Spielern gleich auf. Er kommt nicht im typischen Freizeitlook zum Turnier, sondern mit dem Trikot des Habenhauser FV. Dort spielt Leon Momberg in der E-Sport-Abteilung des Vereins und feilt jeden Mittwoch in den Räumlichkeiten des HFV an seinem Spiel. Von der ihm zugeschriebenen Favoritenrolle wollte Momberg aber erst einmal nichts wissen. „Es gibt hier auch noch andere starke Spieler. In erster Linie möchte ich mich für das Final­event qualifizieren“, sagte er.

Die guten Chancen auf eine Teilnahme sind Leon Momberg dennoch nicht abzusprechen, schließlich spielte er vor Kurzem bei einem Turnier gegen den E-Sport-Profi Niklas Heise vom Hamburger SV. „Da habe ich mich gut geschlagen und nur 1:2 verloren“, sagte Momberg. Vor diesem Hintergrund setzte sich der E-Sportler des Habenhauser FV auch in seiner Vorrundengruppe durch und durfte sich nach einer Pause in der K.-o.-Runde weiter Hoffnungen auf einen Platz im Team Conblu machen.

Bittner sorgt für Begeisterung

Dieses Ziel konnte Lena Schumacher nach der Gruppenphase nicht mehr erreichen. Für sie war die Teilnahme aber auch überraschend gekommen. „Mein Chef hatte mich hier angemeldet, ohne dass ich davon wusste“, sagte Schumacher. Eigentlich wollte sie nur zur Unterstützung ihres Chefs Jan van Ahrens kommen, wurde nach einem krankheitsbedingten Ausfall aber kurzerhand angemeldet. „Ich dachte, sie wäre richtig gut“, sagte van Ahrens. Das war darauf zurückzuführen, dass die beiden sich schon einmal zu einem Spiel verabredet hatten und Schumacher einen Erfolg feierte. „Ich habe aber meinen Freund spielen lassen“, sagte sie und lachte. Dabei spielt Schumacher in ihrer Freizeit auch gerne mal eine Partie an der Konsole. Im letzten Spiel der Gruppenphase kam es dann aber noch zum echten Aufeinandertreffen der beiden. 4:1 hieß es am Ende für van Ahrens. „Jetzt kann ich wieder beruhigt ins Büro kommen“, sagte er mit einem Grinsen.

Für Begeisterung sorgte auch der Auftritt von Michael „Mega Bit“ Bittner. Der E-Sport-Profi des SV Werder Bremen ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, die Spieler von morgen kennenzulernen. Bittner stand den Anwesenden dabei Rede und Antwort und gab den ein oder anderen Tipp. Dann ging es für den deutschen E-Nationalspieler aber auch an die Konsole. Seinen Gegner für das Showmatch vor dem Viertelfinale durfte er dabei selbst aus dem Lostopf ziehen. Der glückliche Gewinner war Yannik Bode, der Bittner auch bis zum Schluss die Stirn bot. Am Ende musste sich der Amateur dem Profi aber mit 3:5 geschlagen geben. Den Applaus im Anschluss hatte sich Bode aber mehr als verdient. „Es hat Spaß gemacht. Jetzt versuche ich, dieses Ergebnis als Motivation für das Viertelfinale mitzunehmen“, sagte er.

Dieses Vorhaben setzte Yannik Bode dann auch in die Tat um und schlug in der Runde der letzten Acht Leon Momberg mit 4:0. Damit aber noch nicht genug, denn Bode konnte auch seine letzten beiden Spiele gewinnen und sich somit nicht nur einen Platz im Team Conblu, sondern auch den Turniersieg sichern. „Ich bin mit dem Tag super zufrieden. Jetzt freue ich mich auf das Turnier im Weserstadion“, sagte Bode im Anschluss an die letzte Partie. Mit ihm freut sich Corvin Deterding, trotz der Finalniederlage, auf den Werder-Bremen-E-Sport-Cup.

Qualifikationsturniere fürs Weserstadion

Begeisterte Fifa-Spieler aus Bremen und umzu wollen dabei sein. Am 15. Juni findet im Business-Bereich der Ostkurve das Finale des Werder-Bremen-E-Sport-Cup statt. 128 Gamer haben dann die Chance, auf der Playstation 4 Geldpreise und ein Coaching durch einen E-Sportler zu erspielen. Die begehrten Startplätze für das Event können auf Qualifikationsturnieren von Sponsoren wie Conblu, der Sparkasse Bremen, EWE oder LBS ergattert werden. Die Anmeldung dafür erfolgt im Internet unter www.werder.esport-event.de. Gespielt wird im 85er-Modus, in dem alle virtuellen Spieler mit der gleichen Gesamtstärke auflaufen. Jeder Gamer spielt dabei mit Werder Bremen. Zuschauer können sich das Event im Weserstadion kostenlos ansehen. Die nächste Möglichkeit für eine Qualifikation startet am 25. April in einem Online-Event, bei dem nicht alle Spieler am selben realen Ort sind.

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