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01.04.2019
Kommentar zu Aussage von Hess-Grunewald

Billiger Populismus

© nordphoto


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Es klang wie der klassische Aprilscherz, doch die Worte waren bereits am vergangenen Sonnabend gefallen. Werders Präsident Hubertus Hess-Grunewald muss sie also wirklich ernst gemeint haben – süffisantes Lächeln hin oder her. Zumal er selbst nur zu gut wissen dürfte, dass der Streit um die Polizeikosten nicht wirklich dazu taugt, um Scherze darüber zu machen.

Und so stand er also nach dem gewonnenen Mainz-Spiel im Medienbereich des Weserstadions und verknüpfte plötzlich im Gespräch mit dem NDR den Verbleib von Leistungsträger Max Kruse mit Werders Schicksal vor Gericht („Man muss sehen, ob wir vielleicht mit Max Kruse nicht verlängern, damit wir diese Kosten bezahlen können.“). Es ist verständlich, dass der Verein mit den jüngsten juristischen Entwicklungen nicht glücklich ist – vor allem aus finanziellen Gründen: Hinter den Bremern liegen sportlich wie wirtschaftlich anstrengende Jahre, da möchte der Klub sein Geld wirklich nur dann ausgeben, wenn es nach eigenem Gutdünken auch sein muss.

Das rechtfertigt allerdings nicht im Ansatz eine Aussage wie die aktuelle. Im Gegenteil: Wenn Hess-Grunewald einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Kruse-Zukunft und den drohenden Zusatzkosten herstellt, betreibt er nicht weniger als peinlichen Populismus. Es ist ein billiger Versuch, um doch noch eine breite Öffentlichkeit für die eigene Sache zu gewinnen..

Werder hat einen solchen Stil nicht nötig, schadet obendrein dem eigenen (hervorragenden) Image und spielt unverständlicherweise mit den Gefühlen der eigenen Fans. Wer in wichtigen Angelegenheiten das Nachsehen hat, begibt sich nicht selten in eine Opferrolle. Werder bildet da nach dem jüngsten Urteil keine Ausnahme. Hubertus Hess-Grunewald ist dabei allerdings weit über das Ziel hinausgeschossen.

klarerBlick am 01.04.2019, 13:57
das war wirklich unterste Schublade von Hess.

Man kennt ihn als profilierungssüchtig. Aber jetzt betreibt er noch Spalterei.

Die Lösung muß innerhalb der DFL gefunden werden, deren vereine Hunderte von Millionen bewegen.

Der Steuerzahler muß hier rausgehalten werden
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Trooper am 01.04.2019, 14:05
Guter und richtiger Kommentar. Natürlich ist es Sch.. . für Werder, wenn sie zur Kasse gebeten werden, auch und gerade, weil es für andere Vereine offensichtlich (noch) kein Thema ist. Aber diese Aussage ist Blödsinn. Das sollte Hess-Grunewald wissen...
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raezel am 01.04.2019, 14:25
Hr. Hess Grunewald überzeugte schon immer mit purer Inkompetenz und Hinterwäldlerischem Gehabe, peinlich
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Kello am 01.04.2019, 14:29
Herr Hess-Grunewald sollte schleunigst die Rechtssprechung akzeptieren und sich für eine zeitgemäße Fonds - Lösung bei der DFL einsetzen, sonst gehen noch mehr Werder - Einnahmen für Polizeikosten bei Risikospielen verloren.
s. auch www.sueddeutsche.de/sport/fussball-dfl-polizeikosten-urteil-bremen-1.4388633
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alterwaller am 01.04.2019, 14:37
Mal abgesehen davon das das eine dumm-populistische Aussage ist. Es bedeutet das Werder so klamm ist das die 2 Millionen nicht gestemmt werden können. Und gut für die Vereine die Interesse an Werder-Spielern haben sollten. Wir machen ein Angebot und fertig. Nachgebessert wird nicht. Wenn Werder so klamm ist werden die über kurz oder lang anbeissen (müssen ).

Danke dafür Herr Präsident ! Kluges und umsichtiges Handeln sieht anders aus !! Manche Leute sollten sich ihre Statements einfach sparen und in der zweiten Reihe bleiben.
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Nomolas am 01.04.2019, 15:20
Und wieder eine Aussage die mit unzureichendem Wissen getätigt wurde.
Die erste Rechnung wurde 2015 gestellt und es wurden für die vergangenen Spiele 1,5-2 Mio. PRO SAISON veranschlagt.
Sollte Werder also zur Kasse gebeten werden, reden wir hier also von bis zu 6 Mio. Euro, die fällig werden könnten.

Zitat:
Manche Leute sollten sich ihre Statements einfach sparen und in der zweiten Reihe bleiben. ;-)
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alanya_fuchs am 01.04.2019, 16:19
alterwaller am 01.04.2019, 14:37
Es bedeutet das Werder so klamm ist das die 2 Millionen nicht gestemmt werden können.

Werder hat lt. Mitgliederversammlung im letzten Geschäftsjahr 700 000 € Gewinn nach Steuern gemacht. Das Eigenkapital beträgt erwas mehr als 13 Mio.
Da können Sie sich doch vorstellen, dass es ziemlich frustrierend sein muss, wenn man große Teile des mühsam erwirtschafteten Geldes rausrücken soll. Als Verein, der um jeden Sponsor kämpfen muss, ist das nicht einfach. Rund 2 Mio p.a. sind für Werder wahrlich kein Pappenstiel und müssen erst einmal brutto erwirtschaftet werden.
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Greenkeeper10 am 01.04.2019, 16:51
Rechtzeitige Maßnahmen statt reden hätten die Kosten vermeiden können
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alanya_fuchs am 01.04.2019, 17:17
Sie scheinen doch hier der Schlauberger zu sein.
Dann lassen Sie uns teilhaben an Ihrem Wissen, wie die Vereine das bewerkstelligen sollen.

Es handelt sich hier ausschließlich um Maßnahmen der Polizei außerhalb des Stadions. Ein großer Teil von den Hooligans geht gar nicht ins Stadion, das sind reisende Prügelhorden. Wie soll ein Verein außerhalb der Möglichkeit zur Ausübung des Hausrechts auf randalierende Horden Einfluss nehmen?
Personalisierte Tickets halte ich nicht für wirksam, denn wenn die wirklich mit dem Ausweis abgeglichen werden, dauert es ewig, bis man im Stadion ist. Bei Großkonzerten gibt es zwar personalisierte Tickets, die aber nur sporadisch kontrolliert werden.
Die Polizei muss da einfach effektiver werden. Wenn Hooligans sich am Spieltag zur Anstoßzeit an ihrem Wohnort auf der Polizeiwache melden müssen, könnte man deren Reihen ziemlich lichten. Nur dazu muss man erst einmal die Personalien haben.

Ich erinnere mal daran, wie schwierig es war, die Gewalttäter vom G20 zu ermitteln. Ein großer Teil blieb unentdeckt.

Wie soll das der SV Werder also regeln?
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Greenkeeper10 am 02.04.2019, 10:44
Man bekommt das Gefühl, Ihnen ist die Sicherheit egal und es ist Aufgabe des Staates an Spieltagen für Ordnung auf Staatskosten zu sorgen. Auch das unschuldige Fans bzw. Bürger verletzt werden gehört dazu. Nehmen Sie mal die Grün Weiße Brille ab und stellen Sie sich vor Sie geraten zwischen die Fronten und bekommen ordentlich was ab. Die Vereine haben es versäumt sich mit der Sicherheit im und außerhalb des Stadions zu befassen nun kommt die Quittung in Form von Bußgeldern. Die Idee mit Shuttlebus vom Bahnhof hat doch schon funktioniert nun nich Alkoholverbot an Problem Spielen ist ein Anfang oder
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alanya_fuchs am 02.04.2019, 12:58
Zuerst einmal ist es kein Bußgeld, sondern eine Aufwandsentschädigung. Alkoholverbot im Stadion nützt nichts, weil diese Klientel schon alkoholisiert dort ankommt. Außerhalb des Stadiongeländes hat Werder keine gesetzliche Grundlage mehr Maßnahmen zu ergreifen.
Wie will man jemanden zwingen, mit einem Shuttlebus zum Stadion zu fahren? Dann teilen Sie mal 3000 Fans, die mit dem Zug anreisen durch 150 Busplätze. Wieviele Fahrten und Busse sind nötig? Vor allem, wer soll die Fahrzeuge fahren? Diese Zusatzleistungen werden von Freiwilligen als Überstunden erbracht, dann suchen Sie mal welche.
Behalten Sie im Hinterkopf, dass die Wartenden am Bahnhof oder auf dem Rückweg am Stadion in Schach gehalten werden müssen.

Das war also nichts, machen Sie bitte neue Vorschläge.
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Greenkeeper10 am 02.04.2019, 17:12
Von Ihnen kommen wirklich die besten Vorschläge wow Ihre Mithilfe ist wirklich überzeugend
Macht kein Sinn mit Ihnen zu Diskutieren
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alanya_fuchs am 02.04.2019, 17:22
Sorry, Vorschläge machen Sie hier ständig. Ich zeige nur auf, wie es nicht geht.
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hirschmann am 01.04.2019, 14:47
Eines Präsidenten unwürdig. Ich an Kurses stelle würde jetzt erst recht nicht verlängern. Das würden dem Herrn Doktor hoffentlich den Job kosten. U. G.
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SvK am 01.04.2019, 15:04
Populistisch ist dieser Kommentar von Malte Bürger. Hess-Grunewald hat einfach nur zugespitzt aufgezeigt, welche Konsequenzen sich ergeben könnten, wenn nur Werder solche Kosten zu tragen hat. Wer das nicht erkannt hat, ist entweder dumm oder böswillig.
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alanya_fuchs am 01.04.2019, 15:44
Ich dachte schon, es gibt hier gar keinen mit klarem Blick.
Ist doch klar das Herr Hess-Grunewald zu 100% Werders Interessen vertritt, typische Anwaltsformulierung eben.
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Boskop am 01.04.2019, 15:58
Tut mir leid, aber diese angebliche Zuspitzung ist unwürdig und kommt bei Außenstehenden peinlich an. Die Rechtssprechung nicht akzeptieren zu wollen und, genau wie es im Kommentar geschrieben wird, das Thema zu emotionalisieren, ist unterste Schublade. Was HHG hier betreibt erwarte ich sicherlich von der DFL. Aber nicht von meinem Verein. Peinlich.
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Greenkeeper10 am 01.04.2019, 16:53
Wo das der Mann ist völlig untauglich als Präsident des ruhmreichen SV Werder
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1-Werder am 01.04.2019, 15:12
Ich würde nicht so weit gehen, HHG als inkompetent und profilierungssüchtig einzustufen. An der Mitgliederversammlung im Nov. l.J. hat er eine überwältigende Mehrheit erzielen können und bereits dannzumal seine Meinung zum Thema Kostenübernahme bei Risikospielen kund getan, mit einem klaren NEIN. Mit diesem Interview ist er aber weit über das Ziel hinausgeschossen. Ich denke es wäre nun an ihm, seine Aussage im Nachgang zu relativieren, die allenfalls aus einer Emotion erwachsen ist. Ich begrüsse es sehr, dass der Weser-Kurier hierzu eine klare Haltung eingenommen hat. Zumal die handelnden Personen des Senates klar signalisiert haben, dass man Kompromisslösungen anstreben wird, um den Verein Werder nicht als einzigen BL-Verein zu Zahlungen verpflichten möchte. Das Strafen dieser Art nicht das wirksamste Mittel sind, gegen Vandalismus vorzugehen, ist mir bewusst. Als Aktiv-Mitglied des Vereines und Steuerzahler votiere ich dafür, dass dem DFL eine Mitverantwortung nicht abgesprochen werden kann und ergos an den Kosten zu beteiligen ist. In der Vergangenheit wurde viel zu verhalten mit den Randalierern umgegangen; im Verband aber auch in den Vereinen. Letztlich liegt es an uns Fussball-Interessierte, wieviel Risikospiele zukünftig als solche einzustufen sind. Und da hoffe ich auch mit Blick auf die vielen heranwachsenden Jugendlichen, dass sich die Vernunft durchsetzen wird. Man kann nicht T-Shirts "Gegen den Rassismus" tragen, und gleichzeitig gewaltbereit gegnerischen Mannschaften gegenüber stehen. Das verträgt sich nicht. Insofern stören mich im Forum gelegentlich Äusserungen/Kommentare gegen unseren anderen Nordverein. Man muss nicht deren Vereinspolitik unterstützen oder verstehen wollen, um trotzdem gute und anständige Fussballspiele beider Vereine anzusehen. Ansonsten gilt für potentielle Randalierer: Daheim vor dem TV die Spiele ansehen und die Familie oder das selbst gewählte Umfeld in Unruhe versetzen....
Also Herr H. Hess-Grundwald, stellen Sie die ausgezeichnet Reputation des SV Werder mittels einer klaren Aussage wieder her, die Mannschaft und der Verein haben es verdient.
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chrijunge am 01.04.2019, 15:21
Ich war fest von einem Aprilscherz ausgegangen... Ich war noch nie Fan von ihm, aber diese billige populistische Aussage schadet Werder und kommt bei Kruse bestimmt auch nicht ganz so lustig an....
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alanya_fuchs am 01.04.2019, 16:07
„Meine Aussagen sind keinesfalls eine populistische Reaktion auf die Urteilsbegründung der Leipziger Richter", sagte Hess-Grunewald auf Mein-Werder-Nachfrage. "Ich will sehr deutlich machen, dass hier einerseits Forderungen in Millionenhöhe im Raum stehen, andererseits die Ankündigung der DFL, solche Rechnungen an Werder Bremen weiterzuleiten. Das würde einen relevanten Wettbewerbsnachteil mit sich bringen. Darauf habe ich mit einer zugegeben zugespitzten Formulierung aufmerksam gemacht."

So habe ich die Sätze auch eingeordnet.
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Nomolas am 01.04.2019, 19:23
Nur leider ist hier kaum ein anderer (inkl. der Artikelschreiber), der die Aussage richtig einordnen kann. Das verlangt nämlich mitdenken und die Fähigkeit zwischen den Zeilen lesen zu können. 😉
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jamal0781 am 01.04.2019, 16:07
Mit dieser Aussage hat er sich keine Freunde gemacht.
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HirnVomHimmel am 01.04.2019, 16:13
Mehr als peinlich ist dieser Artikel! Die Grundaussagen von Hess sind scharf und trotzdem vollkommen richtig. Er unterstreicht lediglich, dass der Verein aus eigener Tasche im sozialen Bereich aktiv ist. Das gilt es zu überdenken. Ebenso wie den Anteil am Spieleretat und den damit verbundenem Wettbewerbsnachteil. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Gefühlsduselei zu tun. Ein Ulrich H. aus München würde das noch deutlicher formulieren.

Bei der jetzigen Auslegung dürfen, objektiv betrachtet, die Sportfreunde aus Dresden, Rostock (bei Aufstieg), etc. sich bereits jetzt Gedanken machen, aus welchem Topf die zusätzlichen Kosten gedeckt werden können. Ich kann nur hoffen, dass die Gewaltprävention nicht darunter leidet. Dann verlieren alle.

Aber eine Erkenntnis gibt es bereits jetzt: Der Steuerzahler wird auch nach diesem Urteil in Summe nicht einen Cent weniger bezahlen.
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Per am 01.04.2019, 22:23
Der Kommentar des WK-Redakteurs ist völlig richtig! HHG sollte sich besser darum bemühen, eine Front unter den Vereinen zu organisieren, die dieses Problem mit der DFL verhandelt, als sich als schlechter Verlierer zu profilieren und die Personalie Kruse damit zu verknüpfen...den „kühlen Kopf“, den er jetzt anmahnt, hat er ja offensichtlich selbst nicht
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holger_sell am 01.04.2019, 22:41
Ich bin der Meinung, dass Herr Hess-Grunewald bisher sehr gute Arbeit für Werder gemacht hat.
Mit seinen aktuellen Aussagen bezüglich Max Kruse und Werders Leistungen für die Allgemeinheit stellt er den Verein als finanziell notleidend dar, was dieser nicht ist, und schädigt das gute Ansehen des Vereins bundesweit.
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