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08.12.2018
U23 feiert Heimsieg gegen Lüneburg

Beste trifft doppelt

© nordphoto


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Dieses Fußballspiel passt in die Zeit: Pünktlich zum zweiten Advent verabschiedete sich Werders U23 mit einem souveränen 4:1 (2:0)-Erfolg über den Lüneburger SK in die Winterpause der Regionalliga Nord. Ihr gelang damit nicht nur der dritte Sieg aus den jüngsten vier Partien, sondern auch eine der besten Leistungen in den vergangenen Wochen. „Vier Tore zu schießen, tut auch mal ganz gut“, meinte Trainer Sven Hübscher – sein Team hatte zuvor lediglich zweimal vier oder mehr Treffer erzielt.

Es gilt ja seit Langem als Problem der Bremer: Sie sind den meisten Teams überlegen, besitzen angesichts ihrer spielerischen Vorteile auch oft mehr Ballbesitz. Der Offensive mangelte es aber regelmäßig an der Entschlossenheit, die U23 möchte ihre Treffer herausspielen, erzwingen will sie sie jedoch offenbar nicht. Wenn der Hübscher-Elf dann mal vier Tore gelingen, muss etwas anders gelaufen sein. Vielleicht lag es an den Torschützen? In Doppelpacker Jan-Niklas Beste und Fridolin Wagner zeichneten zwei Defensivspezialisten für drei Treffer verantwortlich, die Offensive traf in Person von Jonah Osabutey lediglich einmal.

Am Ende war es den Bremern aber auch egal, wer die Tore erzielte. „Unterm Strich haben wir ein ordentliches Spiel gewonnen“, sagte Hübscher. Knapp zwei Stunden zuvor wird der Bremer Trainer allerdings einen ganz anderen Spielverlauf befürchtet haben. Da schien ein „ordentliches Spiel“ der U23 nämlich erst einmal kein Thema. Die Anfangsphase hatte dem Gast gehört; mit einem Freistoß von Ridel Monteiro an die Latte (2.) und einem Kopfball von Stefan Wolk, den Werder-Torwart Luca Plogmann nur mit Mühe parierte (4.). Selten war es einem Gast in dieser Saison gelungen, so früh und so nachhaltig für Ausrufezeichen zu sorgen.

Ersatz-Kapitän Wagner mit der Führung

Es war allerdings auch ein Verdienst der ohne ihren erkrankten Kapitän Christian Groß angetretenen Bremer, dass sie sich nicht beeindrucken ließen. Bereits nach zehn Minuten unterstrich Kevin Schumacher mit einem abgeblockten Schuss die Ambitionen des Gastgebers, und vier Minuten später ging dieser dann in Führung. Schnörkellos schloss Fridolin Wagner eine schöne Kombination mit einem Schuss aus spitzem Winkel in das kurze Eck des Lüneburger Tores ab. Keine Frage: Der Ersatz-Spielführer wollte dieses Tor unbedingt. Dass Wagner den Auftritt seines Teams später als „passabel“ beschrieb, lag aber nicht nur an der schönen Führung.

In der Folge besaßen die Bremer ein deutliches Übergewicht und durch Osabutey eine sehr gute Chance auf den zweiten Treffer. Der Stürmer war ebenfalls durch eine starke Kombination freigespielt worden, zögerte aber zu lange und wurde schließlich abgeblockt (36.). Weil Osabutey aber auch ganz anders kann, ging der Gastgeber trotzdem mit einem 2:0-Vorsprung in die Kabine: Nach einer Flanke von Beste setzte er sich gegen zwei Gegenspieler durch und köpfte unter die Latte. Der Vorbereiter dieses Tores legte nach dem Wechsel noch zweimal nach. Nachdem der LSK in Werders schwächster Phase durch Michael Kobert auf 1:3 verkürzt hatte, war der vierte Treffer natürlich besonders wichtig. „Das war ein gelungener Jahresabschluss“, so der zweifache Torschütze Beste.

Für die Bremer Bundesliga-Reserve geht es jetzt erst mal in die Winterpause der Regionalliga Nord. Im neuen Jahr startet die Hübscher-Elf am 23. Februar mit einem Heimspiel gegen die SV Drochtersen-Assel.

Werder II - Lüneburger SK 4:1 (2:0)

Werder II: Plogmann - Kaffenberger, Rieckmann, Karbstein, Beste - Mbom (90. Zwetsloot), Käuper, Wagner - Schumacher (65. Ronstadt), Osabutey, Young (73. Hoppe)

Lüneburger SK: Springer - Stech (46. Kobert), Am­brosius, Wolk, Correia Ca - Ghandour, Varela Monteiro, 
Sakai, Kunze (62. El Ahmar) - Krottke, Vobejda (80. Gerlach)

Tore: 1:0 Wagner (14.), 2:0 Osabutey (36.), 3:0 Beste (54.), 3:1 Kobert (70.), 4:1 Beste (87.)

Schiedsrichter: Fleddermann (Nordhorn)

Zuschauer: 170

Gelbe Karten: –

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