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04.04.2019
Rashica will bei Werder bleiben

Auf Traumtor folgt Treuebekenntnis

© dpa


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Die Journalisten, die Milot Rashica noch nicht so häufig spielen gesehen hatten, waren auch nach dem Abpfiff von Werders Pokalspiel beim FC Schalke immer noch erstaunt. Ob Werders Stürmer derartige Tore schon häufiger geschossen habe, wollte ein Reporter von Florian Kohfeldt wissen. Der Bremer Trainer antwortete fast beiläufig: „Von dort trifft er sicherlich nicht immer, aber es ist auch keine Riesensensation. Das sieht man im Training ab und zu mal von ihm.“

Alles ganz normal also? Nichts Besonderes? Mitnichten. Solch ein Tor wie Milot Rashica am Mittwochabend schießen nicht viele Spieler in der Bundesliga. Aus nicht gerade idealer Schussposition flog der Ball wie an der Schnur gezogen rund 20 Meter weit in Richtung Tor und schlug direkt neben dem Pfosten ein. Es war das 1:0 für die Bremer und der Grundstein für den Einzug ins Pokal-Halbfinale, der Werder 2,6 Millionen Euro an Prämieneinnahmen beschert. „Milot hat Selbstvertrauen. Der denkt nicht, der haut den Ball rein“, sagte Kohfeldt. Sportchef Frank Baumann betonte: „Milot hat das Spiel in die richtige Richtung gelenkt.“

Keine Ausstiegsklausel

Die Bilanz des 22-Jährigen im Jahr 2019 wird langsam unheimlich. In elf Pflichtspielen traf er neunmal. Wer so auftrumpft wie der kosovarische Nationalspieler derzeit, der weckt zwangsläufig Begehrlichkeiten bei anderen Klubs. Die Werder-Fans bangen momentan bereits um den Verbleib von Max Kruse sowie Maximilian und Johannes Eggestein. Müssen sie nun auch den Abgang Rashicas befürchten? Kohfeldt sagte am Donnerstag entschieden: Nein. „Da braucht keiner anzurufen“, betonte der Trainer. „Milot hat einen langfristigen Vertrag ohne Klausel und will auch nicht weg. Dank Frank Baumann sind wir in der Situation, dass wir im Sommer keinen Spieler verkaufen müssen.“

Auch Rashicas Berater Altin Lala erteilte etwaigen Wechselgerüchten eine klare Absage. „Für Milot ist es wichtig, dass er weiter seine Leistung bringt und Spaß hat“, sagte der Ex-Profi gegenüber Mein Werder. „Werder ist genau der richtige Verein dafür, auch in der neuen Saison.“ Rashica fühle sich sehr wohl in Bremen, sei akzeptiert in der Mannschaft und Werder habe ihm viel Vertrauen entgegengebracht. Es gebe also keinen Grund, nach einigen starken Monaten schon über einen Vereinswechsel zu reden, erklärte Lala.

Da Rashicas Vertrag bis 2022 läuft und keine Ausstiegsklausel beeinhaltet, ist Werder in einer komfortablen Position. Der Klub würde wohl nur bei einem wirklich unmoralischen Angebot für Rashica, der im Januar 2018 für eine Ablösesumme von rund sieben Millionen Euro aus Arnheim nach Bremen kam, schwach werden. Solch eine Offerte liegt trotz Rashicas zuletzt überragender Leistungen derzeit nicht vor, wie Berater Lala versicherte. „Natürlich steht Milot im Blickpunkt, wenn er in einer Topliga wie der Bundesliga so viele Tore schießt, aber etwas Konkretes gibt es bis jetzt nicht.“ Auch Rashica selbst hatte kürzlich im Mein-Werder-Interview betont, dass sich niemand wegen eines Wechsels Sorgen machen müsse. „Mein Vertrag läuft noch lange. Ich fühle mich in Bremen wie zu Hause“, sagte der Angreifer.

Hilfe von den Routiniers

Wenn man Rashica und seinen Berater Lala reden hört, schwingt durchaus ein wenig Dankbarkeit gegenüber Werder mit. Trainer Kohfeldt betont zwar stets: „Ich bin kein Freund davon, zu sagen, dass die Jungs dem Verein oder mir dankbar sein müssen.“ Aber dennoch: Bei Werder erhielt Rashica seine Chance, in einer Topliga zu spielen, und bekam genügend Zeit, sich einzugewöhnen. Als er am Ende der Hinrunde mehrere Großchancen vergab, stärkten ihm alle den Rücken. Kohfeldt nahm sich viel Zeit für den Stürmer. Die erfahrenen Kollegen Claudio Pizarro und Martin Harnik sprachen Rashica ebenfalls Mut zu. „Das Hoffenheim-Spiel ist das beste Beispiel, da hat er sehr gute Chancen liegen lassen. Danach habe ich ihn zur Seite genommen und gesagt, dass das Wichtigste ist, dass er diese Chancen hat“, erzählte Harnik kürzlich. Rashica wiederum betonte mehrfach, wie sehr ihm Harnik und Pizarro geholfen hätten. Nicht ohne Grund sprang der Kosovare nach seinem Traumtor gegen Schalke dem verletzten Pizarro an der Seitenlinie in die Arme.

Auch Altin Lala hat viel mit Rashica gesprochen, als es nicht rund lief. Das ist erst wenige Monate her, doch inzwischen haben sich die Vorzeichen völlig verändert. Überrascht sei er aber nicht von Rashicas rasantem Aufstieg, sagte Lala. „Das ist kein Zufall. Er trainiert hart und arbeitet jetzt zum Beispiel viel besser nach hinten.“ Ausgereizt sei Rashicas Potenzial noch lange nicht, glaubt Lala: „Milot kann noch besser werden. Er schießt gerade viele Tore, aber in den Niederlanden hat er auch sehr viele Tore vorbereitet.“

jamal0781 am 04.04.2019, 16:30
Endlich mal einer der sich bekennt.
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ekruse am 04.04.2019, 16:59
Sehr gut das nicht gleich wieder Übermut und Geldgier im Vordergrund stehen sondern die Treue
zum Verein.
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Deltator1 am 04.04.2019, 17:34
Gute Einstellung!!!
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Deltator1 am 04.04.2019, 17:33
Was wollen Alle eigentlich diese Unruhestifter es ist doch nach Schalke alles klar es geht keiner und muß auch nicht !!!!!!
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RunDMC89 am 05.04.2019, 10:42
Kernaussage dieses Artikels zum Thema Wechselgerüchte um Rachica ist, dass Wechselgerüchte um Rashica kein Thema sind.
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