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03.12.2018
Gebre Selassie und Talente in der Reserve

Abwehr-Puzzle für Düsseldorf

© nordphoto


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Zur Weihnachtszeit wird gerne mal gebastelt. Was im Kindesalter noch Spaß bedeuten mag, treibt Florian Kohfeldt derzeit die Sorgenfalten auf die Stirn: In der Partie gegen Fortuna Düsseldorf (Freitag, 20.30 Uhr) kann Werders Chefcoach weder auf Abwehrchef Niklas Moisander zurückgreifen, der nach seiner Gelb-Roten Karte aus der Partie gegen den FC Bayern fehlt, noch auf dessen Nebenmann Milos Veljkovic. Der Serbe fehlt wegen eines Muskelfaserrisses am linken Hüftbeuger.

Damit verbleiben Werder noch zwei Innenverteidiger: Marco Friedl und Sebastian Langkamp. „Sie werden ihre Sache gut machen“, war sich Kohfeldt nach dem Spiel gegen die Bayern sicher. Eine Stammplatzgarantie wollte er dem Duo zwar nicht geben, alles andere als eine Innenverteidigung aus Friedl und Langkamp wäre gegen die Fortuna allerdings eine Überraschung. Nur: Wie reagiert Werder, sollte während des Spiels noch ein Innenverteidiger ausfallen?

Notlösung Gebre Selassie

„Wir haben ja Alternativen“, gibt sich Frank Baumann angesichts des derzeitigen Personalnotstandes gelassen – und bringt Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie ins Spiel. „Theo hat beispielsweise auch schon mal Innenverteidiger gespielt“, betont Baumann. Eigentlich gehört dem Tschechen die Außenbahn, im Notfall wäre Routinier Gebre Selassie mit seinem starken Kopfballspiel aber wohl die erste Alternative im Zentrum. Nach Umstellungen oder als Teil einer Dreierkette in der tschechischen Nationalelf hat Gebre Selassie die Position bereits kennengelernt. 

Über weitere personelle Alternativen etwa aus der U23 wird noch nachgedacht: „Das Trainer-Team wird noch besprechen, ob im Training Kandidaten aus der U23 hinzukommen“, hält sich Baumann bedeckt. Malte Karbstein oder Julian Rieckmann heißen die Nachwuchsspieler, die in der Regionalliga das Stamm-Duo in der Abwehrzentrale bilden. Die Luft des Profitrainings durften bei Personalmangel beide schon mal schnuppern, gerade vom 18 Jahre alten Rieckmann verspricht man sich bei Werder einiges. Kandidaten für die Bundesliga sind die beiden jedoch wohl derzeit nicht.

Wahrscheinlicher ist, dass Felix Beijmo sein Kader-Debüt feiern könnte: Der Schwede wäre als Rechtsverteidiger bereit, für Gebre Selassie einzuspringen, sollte dieser nach innen rücken müssen. Bislang kam der 20-Jährige erst zweimal für Werders U23 zum Einsatz.

Hoffen auf Hoffenheim

Während die Rückkehr Moisanders gegen Borussia Dortmund in der kommenden Woche absehbar ist, fällt Veljkovic gegen den BVB sicher aus. Gegen Hoffenheim und Leipzig könnte der 23-Jährige wieder einsatzbereit sein. Sicher ist das allerdings noch nicht. Ob es eine Chance gibt, könne man „in acht bis zehn Tagen sagen“, so Baumann. Einen ähnlichen Zeitplan gibt es bei Ersatzkeeper Stefanos Kapino, der sich nach einem Teilabriss einer Sehne im Adduktoren- und Leistenbereich zurückkämpft. „Er trainiert weiter punktuell mit Christian Vander, das ist der nächste Schritt in der Reha“, erklärt Baumann. „Er wird vermehrt im Torwart-Training dabei sein.“ Im Trainingslager in Südafrika soll Kapino endgültig zurück sein, aber zumindest ein Teileinstieg ins Profi-Training sei schon vor Weihnachten denkbar.

wolfgramm am 03.12.2018, 16:25
Also,Gebre Selassie halte ich erstens in der Offensive für stärker als defensiv.Schon deshalb wäre ich dagegen,ihn als IV spielen zu lassen.Außerdem würde es auch auf der Position des Rechtsverteidigers noch eine Änderung geben.Man sollte es mit Langkamp und Friedl probieren,wobei ich Langkamp nicht mal als Schwächung sehe,wenn man die Leistungen von Moisander und Veljkovic der letzten Spiele als Maßstab sieht.Wenn man jetzt schon vor Düsseldorf zittert,zeigt das,wo man schon wieder angelangt ist.Düsseldorf hat in München 3:3 gespielt,gut.Sie haben aber anderswo auch deutliche Niederlagen einstecken müssen.Also,man kann jetzt gegen Düsseldorf noch mal die Wende schaffen,Verletzungen und Sperren dürfen keine Ausreden sein.Man meinte vor der Saison und auch jetzt noch,einen guten Kader zu haben,dazu zählen auch die Alternativen.Ein Bargfrede dürfte nicht zu ersetzen sein,seine Anfälligkeit für Verletzungen war bekannt,ein Sahin spielt die Position völlig anders,aber Kohfeldt erinnert mich inzwischen doch sehr an Schaaf und deshalb sollte man eben auch die Verletzung Bargfredes nicht als Entschuldigung heranziehen,wenn es defensiv wieder zugeht wie in schlechteren Zeiten.Es war ja kurzzeitig tatsächlich so,dass man defensiv zufrieden sein konnte,inzwischen muss man froh sein,dass wenigstens Pavlenka an seine Form der letzten Saison anknüpft.Wenn ich an Freiburg denke,ohne Pavlenka hätte man 5 Tore kassiert.Moisander und Veljkovic haben und hatten nie die Klasse früherer IV(Mertesacker,Ismael,Vestergaard usw.)trotzdem funktionierte es gut,weil die gesamte Mannschaft in der Rückwärtsbewegung gut arbeitete.Nur wenn alle 100% mitziehen kann man oben mitspielen,Kohfeldt muss jetzt beweisen,dass er als Motivator taugt.Einfach immer dieselben Sprüche reichen nicht aus.
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klarerBlick am 03.12.2018, 16:39
Baumann hat es versäumt, zumindest einen starken Innenverteidiger zu verpflichten. Beide sind reaktionsarm und kopfballschwach.

JederBall, der in den Strafraum kommt, stellt höchste Gefahr da.

Ohne Pavlenka in Topform gibt es Gegentore ohne Ende.

Da nützen auch die hohlen Sprüche von baumann nichts...
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OttoOtto am 03.12.2018, 17:09
Ist auch egal was die sich zusammen Puzzeln, 3 Punkte müssen her .
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WERDER2016 am 03.12.2018, 17:10
Werder hat 4 durchschnittliche bis ordentliche IV, die der Mannschaft gut tun. Wenn hier immer wieder Forderungen nach weiteren Verpflichtungen geäußert werden, ist das legitim, aber unrealistisch. Gibt es denn eine Mannschaft, die auf dieser Position ausgeglichener besetzt ist? Ich glaube nicht. Jetzt hat man ein Spiel vor der Brust, in dem die beiden gesetzten und solidesten ausfallen und Bargfrede davor ebenfalls nicht spielen kann. Das ist ärgerlich, darf gegen den Tabellenletzten keine Ausrede sein. Zudem hat Langkamp schon bewiesen, dass er ein guter Backup ist.

Die Aufstellung der IV ergibt sich von selbst, auch wenn FK mit der üblichen Ungewissheit für den Gegner koketiert. Allenfalls ist noch eine 3er Kette denkbar, aber auch dann führt an Langkamp und Friedl kein Weg vorbei. Gebre Selassie von Beginn an als IV ist absurd und käme nur bei weiteren Ausfällen während des Spiels in Frage. Dann wäre alles sowieso nur noch auf Improvisation und Schadensbegrenzung ausgerichtet.

Nun ist eben auch der Rest der Mannschaft gefordert, um die neue IV zu entlasten. Wie heißt es so schön: eine gute Defensive beginnt an vorderster Front. Da FK früh wusste, dass Veljkovic und Moisander ausfallen, gehe ich davon aus, dass es dabei bleibt: "Wir müssen, wollen und werden gegen Düsseldorf gewinnen".
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alanya_fuchs am 03.12.2018, 18:58
Sehr guter Beitrag.
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Michou am 03.12.2018, 23:38
Isso!👍🏻
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